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Dach-Übersicht: Dämmung und Sanierung in der Schweiz

Bild: Dach Teaser Über den Dächern von Bern | © P. Stein / fotolia.com

Rund 20 Prozent der Wärme eines durchschnittlichen Einfamilienhauses gehen über das Dach verloren. Dementsprechend ist der Hebel für Energieeinsparungen relativ gross.

Doch welche Kosten entstehen bei einer Dachsanierung und was muss ich beachten?

Hier finden Sie alle Antworten zu Ihren Fragen rund um die Dach-Sanierung!

Inhalt

1. Allgemeines 4. Kosten
2. Dachformen 5. Förderung
3. Dachsanierung 6. Dachdecker finden

Allgemeines über das Dach

Bild: Dach Allgemeine Informationen Aufbau eines Daches | © R. Babakin / fotolia.com

Neben der Fassade ist das Dach der wichtigste Bestandteil von einem Haus. Es schützt uns vor Wind und Wetter. Doch wenn das Dach nicht mehr dicht ist und es durch jede Ritze zieht, dann sollte man über eine Sanierung oder Dämmung nachdenken.

Denn durch das Hausdach kann auch eine Menge Energie verloren gehen. Ein Hausdach besteht zunächst einmal aus einem Dachstuhl oder Dachaufbau, der meist aus Holzsparren gefertigt wird. Bei älteren Häusern wurden direkt auf den Sparren die Dachlatten und darauf dann die Dachziegel verlegt.

Bei Neubauten macht man das mittlerweile nicht mehr so. Auf den Dachstuhl wird zunächst eine Dämmung verlegt. Darauf wird die Dach-Lattung verlegt, in die später die Dachziegel eingehängt werden. Zur Dach-Lattung gehört ausserdem noch eine Schalung aus Holzfaserplatten oder Unterspannbahnen, die das Dach gegen Wind und Wetter dicht machen. Bei uns erfahren Sie, welche Dachformen in der Schweiz üblich sind, welche Sanierungs-Massnahmen es rund ums Dach gibt und mit welchen Kosten Sie dafür rechnen müssen. Ausserdem helfen wir Ihnen, den richtigen Dachdecker in Ihrer Nähe zu finden.

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Welche Dachformen sind in der Schweiz üblich?

Baut man ein Haus oder möchte ein Haus sanieren, muss man sich unweigerlich auch mit dem Hausdach auseinandersetzen. Es kommen Fragen auf wie: Welche Dachziegel gibt es? Wie teuer ist eine Sanierung? Lohnt sich eine Dämmung? Soll die Dachform meines Hauses erhalten bleiben und welches Dach passt in das landschaftliche Bild meiner Gemeinde? Damit Sie bei der Vielzahl an verschiedenen Dachformen nicht den Überblick verlieren, haben wir für Sie die gängigsten Formen, die es in der Schweiz gibt, hier zusammengefasst.

Sattel-Dach / Giebel-Dach

Das Sattel-Dach ist neben dem Flach-Dach wohl die am häufigsten anzutreffende Dachform in der Schweiz. Zwei Dachschrägen, die sich in der Mitte (Dachfirst) treffen. Dabei kann sowohl die Dachneigung der beiden Dachflächen als auch die Traufhöhe unterschiedlich sein, was viele verschiedene Variationen möglich macht. Damit ist das Sattel-Dach immer noch eine beliebte Dachform, die zwar einfach ist, aber viel Stabilität bietet.

Je nachdem welchen Winkel ein Satteldach hat, gibt es unterschiedliche Bezeichnungen:
unter 30 Grad Dachneigung „flaches Sattel-Dach“
ab 45 Grad Dachneigung „Winkel-Dach“
Dachneigung von 62 Grad „Gotisches Dach“
bei 60 Grad Dachneigung (Gleichseitigkeit des Daches) „Altfranzösisches Dach“

Pult-Dach

Bild: Pultdach Modernes Haus mit Pultdach | © Günter Menzl / fotolia.com

Das Pult-Dach unterscheidet sich vom klassischen Sattel-Dach, da es nur zu einer Seite eine geneigte Dachfläche hat. Auch hier nennt man die obere Kante Dachfirst und die untere Kante Dachtraufe, an der auch die Regenrinne angebracht wird.

Ursprünglich wurden Pultdächer viel in der Industrie oder für Garagen verwendet, aber mittlerweile haben sie sich auch im Wohnbereich durchgesetzt.

Diese Dachform eignet sich besonders für Gebäude, bei denen eine Fassade zur Sonne ausgerichtet ist. Mit einem Pult-Dach kann diese Fassade mit zahlreichen Fenstern und Glasfronten versehen werden, was das Haus lichtdurchflutet und modern wirken lässt. Oder man nutzt das Pult-Dach zur Installation einer Photovoltaik-Anlage.

Walm-Dach und Krüppelwalm-Dach

Das Walm-Dach ist eine Form vom Sattel-Dach - nur mit vier geneigten Dachflächen. Denn es hat nicht nur an den Traufseiten, sondern auch an den Giebelseiten Dachflächen, die den Giebel vollständig ersetzen. Sie werden umgangssprachlich auch Walm genannt und bieten wenig Angriffsfläche für Wind und Wetter, was die Konstruktion besonders stabil macht.

Walmdächer, bei denen der Walm nicht bis auf die Höhe der Dachrinne (Traufhöhe) heruntergezogen wird, nennt man Krüppelwalm-Dach. Ein Walm-Dach ist vorwiegend bei Bauernhäusern im alpinen Raum anzutreffen.

Mansard-Dach

Ein Mansarden-Dach oder Mansard-Dach ist eine sehr alte Dachform, die ihren Ursprung in Frankreich hat. Dabei weisen die Dachflächen zwei unterschiedliche Neigungen auf und haben somit einen „Knick“: Der obere Teil vom Dach verläuft eher Flach und der untere Teil sehr steil. Ein Mansard-Dach gibt es sowohl mit zwei als auch mit vier Dachflächen. Da es eine sehr alte Dachform ist, findet man sie äusserst selten noch in geschützten Ortskernen an.

Zelt-Dach

Das Zelt-Dach ist das klassische Kirchturm-Dach und kommt bei Ein- oder Mehrfamilienhäusern eher selten vor. Dabei wird das Dach wie eine Pyramide mit einer Spitze ausgebildet. Das Zelt-Dach eignet sich nur für quadratische Grundrisse und kommt daher nur bei Turmgebäuden vor.

Flach-Dach

Das Flach-Dach ist neben dem Sattel-Dach die am häufigsten verwendete Dachform in der Schweiz. Es ist die einzige Dachform, die ohne einen Dachstuhl auskommt und vor allem zu sehr modernen Häusern oder Neubauten passt. Die Schwierigkeit bei einem Flach-Dach ist es, das Dach gegen Wind und Wetter abzudichten. Dafür müssen die Dachplatten fachgemäss verklebt werden, da gerade an den Übergängen undichte Stellen entstehen können.

"Das beste Dach"

Bild: Ideen Icon
  • muss zum Haustyp und in die Gegend passen
  • hat Dachziegel (Schiefer, Zink, Stein etc.), die zum Haus passen 
  • hält im Optimalfall länger als 50 Jahre

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Dach-Sanierung

Auch an einem Dach kann der Zahn der Zeit nagen. Deshalb ist es nötig, hin und wieder mal Sanierungs- oder Verbesserungsmassnahmen vorzunehmen. Es muss ja nicht gleich immer das gesamte Dach erneuert werden. Wir haben für Sie hier alle möglichen Sanierungs-Massnahmen rund ums Dach zusammengefasst.

Lohnt sich eine Dach-Dämmung?

Keine Massnahme einer Dach-Sanierung lohnt sich so sehr, wie die Dämmung. Das liegt vor allem an der Förderung in der Schweiz und an den Einsparungen, die mit einer neuen Dämmung möglich sind. Denn es gehen bis zu 21 Prozent der Wärme über das Dach verloren (Quelle: HEA). Damit ist das Dach nach der Fassade die grösste Wärmeverlustquelle.

Bei der Dämmung eines Daches kann zwischen der Aufsparren-Dämmung, der Zwischensparren-Dämmung und der Untersparren-Dämmung unterschieden werden. Wer aber sowohl Kosten als auch Zeit sparen möchte, der kann auch die obere Geschossdecke dämmen lassen. Auf unserer Seite über Dachdämmung erfahren Sie, wann sich welche Dämmung lohnt und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Dach-Neueindeckung

Ist Ihr Dach nicht mehr dicht und regnet es an manchen Stellen rein? Dann ist Ihre Dacheindeckung nicht mehr in Ordnung. Dabei muss nicht immer gleich das gesamte Dach neu eingedeckt werden. Oftmals hilft es auch schon kleinere Sanierungsmassnahmen und Ausbesserungen vorzunehmen. Denn eine Neueindeckung des Daches kann mit erheblichen Kosten verbunden sein.

Dachstuhl sanieren

Der Dachstuhl ist die Basis des Daches. Er überträgt das gesamte Gewicht von Dämmung und Dachziegel auf die Fassade. Deshalb ist es auch wichtig, den Dachstuhl regelmässig von einem Fachmann überprüfen zu lassen und gegebenenfalls marode Balken auszutauschen. Denn sind erstmal alle Balken morsch, dann muss der komplette Dachstuhl erneuert werden. Und das ist mit erheblichem Aufwand und natürlich auch Kosten verbunden.

Kamin sanieren

Bild: Schornstein Schornsteinreinigung | © Ingo Bartussek / fotolia.com

Der Kamin eines Hauses hat eine sehr wichtige Funktion: Er leitet die Heizungs-Abgase nach draussen und versorgt die Heizungsanlage anders herum mit der nötigen Luft.

Wichtig bei der Wahl des Schornsteins, ist, dass die Grösse und Breite der Abgasmenge entsprechen muss. Ausserdem muss der Kamin richtig ausgerichtet werden, da sonst der Wind die Abgase wieder nach unten drücken könnte. Bei der Wahl des richtigen Kamins haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Es gibt massiv gemauerte Kamine oder welche aus Edelstahl, Aluminium, Kunststoff oder Glas. Aber nicht jedes Material ist auch für jede Heizung geeignet. Rüstet man seine Heizung zum Beispiel mit einem Heizkessel mit Brennwerttechnik nach, dann ist eine Kaminsanierung zwingend erforderlich.

Denn die Abgase werden bei der Brennwerttechnik mit genutzt, um Wärme zu erzeugen und kühlen deshalb stark ab. Die abgekühlten Abgase steigen nicht mehr im Kamin nach oben, so wie warme Abgase. Damit sie aber weiterhin durch den Kamin entweichen, muss unten ein Gebläse eingebaut werden. Ausserdem muss der Kamin grossem Druck Stand halten und korrosionsbeständig sein.

Dachfenster einbauen

Im Zug einer Dach-Sanierung oder Dach-Dämmung kann es sinnvoll sein, Dachfenster erneuern zu lassen. Vor allem, wenn Sie mittel- oder langfristig den Ausbau Ihres Dachbodens als Wohnraum planen. Lassen Sie also gerade Arbeiten an Ihrem Dach verrichten, dann können Sie erhebliche Kosten sparen, wenn Sie Dachfenster gleich mit einbauen lassen.

Die Kosten für ein Dachfenster inklusive Montage beginnen ab 2.000 Schweizer Franken (bei Austausch eines bestehenden Fensters). Bei einem kompletten Neueinbau in ein bestehendes Dach liegen die Kosten deutlich höher.

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Dach-Sanierung - welche Kosten entstehen?

Die verschiedenen Sanierungs-Massnahmen rund ums Dach sind auch mit erheblichen Kosten verbunden. Gerade das Dach stellt da eines der teuersten und aufwendigsten Gebäudeteile dar, wenn es um die Sanierung geht. Damit Sie sich einen Überblick über die Kosten rund um die Dach-Sanierung verschaffen können, haben wir Ihnen hier eine Übersicht erstellt. Diese ergibt sich aus dem Mittelwert, der aus bestehenden Angeboten für die jeweilige Massnahme berechnet wurde.

BereichMassnahmeKosten pro m²Gesamtkosten Einfamilienhaus
Dachsanierung Dach-Neueindeckung 83 - 122 CHF 15.000 - 22.000 CHF
Dachstuhl erneuern 135 - 280 CHF 24.300 - 50.400 CHF
Dachdämmung Aufsparrendämmung 145 - 250 CHF 26.100 - 45.000 CHF
Zwischensparrendämmung 60 - 150 CHF 10.800 - 27.000 CHF
Untersparrendämmung 40 - 80 CHF 7.200 - 14.400 CHF
Dachboden dämmen 35 - 60 CHF 3.780 - 6.480 CHF
Dachfenster Dachflächenfenster inkl. Einbau 2.000 - 3.000 CHF pro Fenster 8.000 - 12.000 CHF
Photovoltaik Photovoltaik-Anlage (10 kWp) einbauen 2.000 CHF pro kWp 20.000 CHF

Förderung für eine Dach-Sanierung in der Schweiz

Bild: Förderung Dach Förderung für Dachsanierung | © drubig-photo / fotolia.com

In der Schweiz gibt es je nach Kanton verschiedene Förderungen, die im Harmonisierten Fördermodell von 2015 (HFM 2015) zusammengefasst sind und dem Gebäudeprogramm der Schweiz unterstehen.

Laut diesem Modell werden nur Massnahmen gefördert, die der energetischen Sanierung dienen. Das heisst, dass Sie für die Dämmung Ihres Daches mit einer Förderung rechnen können, für alle „kosmetischen“ Massnahmen - wie die Neueindeckung oder die Sanierung des Dachstuhls - gibt es allerdings nichts.

Die grundlegendste Förderung, die das Programm bietet, betrifft die Wärmedämmung (M-01) und ist in 20 Kantonen verfügbar. Sie ist eine Einzelmassnahme, die auch die Dachdämmung mit einer Förderung von 40 Schweizer Franken pro Quadratmeter umfasst. Dabei müssen Hausbesitzer darauf achten, dass der Wärmedurchgangswert (U-Wert) mit der neuen Dämmung unter 0,2 liegen muss. Ebenso möglich ist natürlich eine Förderung der Dachdämmung über eines der Gesamtsanierungs-Programme des Gebäudeprogramms.

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Den passenden Dachdecker finden

Von der Gesamtsanierung des Daches bis hin zu Einzelmassnahmen: Die Aufgaben eines Dachdeckers sind Vielfältig. Neben der Neueindeckung vom Dach bieten Dachdecker je nach dem auch die Dämmung und die Anbringung einer Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage an. Mit unserem kostenlosen Service finden Sie ganz einfach einen Dachdecker-Betrieb in Ihrer Nähe. Dazu müssen Sie nur das Energieheld Angebotsformular ausfüllen.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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