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Dach in der Schweiz dämmen - Varianten und Preise

DachdämmungDämmen Sie Ihr Dach | © drubig-photo / fotolia.com

Ob Aufsparren-, Zwischensparren- oder Geschossdecke: Mit einer Dach-Dämmung können Sie Heizkosten einsparen und den CO2-Ausstoss senken.

Warme Luft zieht nach oben und sorgt damit für einen Wärmeverlust von 20 Prozent alleine am Dach.

Also warten Sie nicht länger und lassen Sie mit uns eine neue Dämmung für Ihr Dach einbauen. Damit sparen Sie Heizkosten und verkleinern Ihren ökologischen Fussabdruck.

Inhalt

1. 5 Gründe

2. Planung

3. Arten / Verfahren

4. Dämmstoffe

5. Kosten

6. Förderung

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5 Gründe für eine Dachdämmung

Bild: Dachdämmung-Gründe Glaswolle im Dach | © Alterfalter / fotolia.com

Wer sich noch nicht sicher ist, ob eine Sanierung oder erstmalige Montage einer Dämmung tatsächlich nötig ist, findet hier fünf gute Gründe für eine Dachdämmung.

Da Wärme nach oben steigt, wird durch ein ungedämmtes Dach sehr viel Wärmeenergie nach aussen freigesetzt. Der Anteil des Daches am gesamten Wärmeverlust des Eigenheims liegt bei etwa 15 bis 20 Prozent (Quelle: HEA). Damit ist das Dach die zweitgrösste Quelle für den Austritt von Wärme, während der Anteil bei Kellern und Fenstern jeweils knapp bei 10 Prozent liegt (Quelle: HEA).

Mit diesem Aspekt hängt der zweite Grund zusammen: Wer die Wärmeverluste aufgrund einer Dachdämmung verringert, spart folglich auch Heiz-Kosten - und zwar etwa 10 Prozent (Quelle: co2online). Bei einer Ölheizung in einem Einfamilienhaus mit jährlichen Heizkosten von 2.200 Schweizer Franken macht das eine jährliche Ersparnis von 220 Schweizer Franken. Daher erfolgt die Dämmung des Hauses auch meist vor der Sanierung der Heizungen. Mit den Einsparungen lassen sich innerhalb weniger Jahre die Kosten für eine Dachdämmung wieder ausgleichen.

Für wen diese Einsparungen nicht bereits Grund genug sind, sich eine Dachdämmung anzuschaffen, für denjenigen kann dieser Aspekt überzeugend sein: Im Sinne des Umweltschutzes und der Energieeffizienz werden Dämm-Massnahmen in der Schweiz je nach Kanton gefördert. Durch die Förderung kann sich die Investition in eine Dachdämmung noch schneller rentieren. Mehr Details zur staatlichen Förderung gibt es hier.

Mehr Kosten können Sie ausserdem sparen, wenn Sie ein Dach durch Sanierungen stets erhalten. Wenn ein Dach erstmal marode ist, kommen langfristig höhere Kosten - aufgrund von Sanierungen des Dachstuhls, der Dachhaut und der Dämmung - auf Sie zu. Deshalb lieber frühzeitig handeln und den Wert des Hauses erhalten. Sind Sie noch immer nicht überzeugt? Eine Dachdämmung vergrössert obendrein noch die Wohnfläche des Hauses. Je nach Dämmverfahren entsteht unter dem Dach ein weiterer Wohnraum.

Wissenswertes zur Dachdämmung

Bild: Ideen Icon
  • 20 Prozent Wärmeverlust über das Dach (Quelle: HEA)
  • Bis zu 220 CHF Heizkosten (Öl) lassen sich mit einer Dachdämmung einsparen
  • Dämmung lohnt sich besonders bei einer Neueindeckung
  • Alternativ kann der Dachboden gedämmt werden

Planung

Bevor Sie mit den Dämm-Massnahmen loslegen, gibt es hier wertvolle Tipps hinsichtlich der Planung einer Dachdämmung. Überlegen Sie sich vorher, wie der Raum zukünftig genutzt werden soll. Handelt es sich um ein Flachdach oder einen Spitzboden? Oder wird der Raum unter dem Dach ein zusätzlicher Wohnraum?

Ausserdem ist zwischen verschiedenen Dämm-Verfahren und Dämmstoffen je nach Gegebenheit des Hauses zu wählen. Hinzu kommen mögliche Vorschriften und Bedingungen, vor allem, wenn Sie an Förderung interessiert sind. Informieren Sie sich im Voraus, damit die Dachdämmung alle Förderbedingungen erfüllt.

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Die verschiedenen Arten der Dachdämmung

Hinsichtlich der Dachdämmung gibt es ganz unterschiedliche Verfahren. Bei der Dachdämmung kommt es unter anderem darauf an, wie hoch der Aufwand sein soll und wie die Gegebenheiten des Hauses beschaffen sind. Die Wahl besteht zwischen Flachdachdämmungen, Aufsparrendämmungen, Zwischensparrendämmungen, Untersparrendämmungen und Dämmungen der oberen Geschossdecke. Lesen Sie mehr zu den unterschiedlichen Verfahren im Folgenden.

Dämm-VerfahrenVorteileNachteile
Flachdachdämmung widerstandsfähig, belastbar, witterungsbeständig sehr aufwendig
Aufsparrendämmung lohnt sich bei Komplettsanierung, optimale Dämmwirkung, Arbeiten von aussen sehr aufwendig, kostenintensiv
Zwischensparrendämmung effektiv, günstig, unkompliziert, Wohnfläche wird nicht verkleinert Dachraum muss entkernt werden
Untersparrendämmung als Ergänzung von anderen Dämm-Verfahren möglich, günstig begrenzter Dämmwert, in Kombination mit anderen Dämmungen empfehlenswert
Geschossdeckendämmung Einsparung von Heizkosten, geringere Dämm-Fläche Dachgeschoss ist nicht nutzbar

Flachdachdämmung

Bild: Flachdachdämmung Begehbares Flachdach | © UBER IMAGES / fotolia.com

Eine Flachdachdämmung kann auf einem Flachdach mit einem Gefälle von mindestens zwei Grad angebracht werden. Dieses Dämm-Verfahren hat die Eigenschaft, sehr widerstandsfähig gegenüber hohen Belastungen, Temperaturunterschieden und der Witterung zu sein. Eine dichte Konstruktion ist aufgrund der hohen Belastung sehr wichtig.

Bei der Flachdachdämmung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Dach-Konstruktion realisiert werden können. Beim Kalt-Dach zirkuliert eine Luftschicht zwischen zwei Schalen - der Dämmschicht und der Dach-Eindeckung. Raumseitig wird eine Dampfbremse installiert, damit die Dämmstoffe vor Feuchtigkeit geschützt werden. Das Kalt-Dach eignet sich hervorragend als Hitzeschutz. Beim Warm-Dach liegt der Unterschied in der Belüftung: Dach-Haut und Dämmschicht grenzen ohne Luftzirkulation direkt aneinander an. Beide Dämmungen weisen eine ähnliche Wirkung hinsichtlich der Dämmung auf.

Eine dritte Möglichkeit ist das Umkehr-Dach. Als Sonderform des Warm-Dachs wird beim Umkehr-Dach die Dämmung von aussen auf das Dach aufgetragen. Dieses Dämm-Verfahren ist verhältnismässig günstig und besonders vorteilhaft, wenn das Dach sowieso saniert werden soll.

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Aufsparrendämmung

Eine Aufsparrendämmung lohnt sich bei einer Komplettsanierung des Daches besonders. Wer ohnehin plant, die Dacheindeckung zu erneuern, sollte dieses Dämm-Verfahren in die Auswahl miteinbeziehen. Bei der Aufsparrendämmung wird auf eine innenliegende Schalung die Dampfbremse aufgetragen. Darauf werden dann die Dämmplatten angebracht. Geschützt wird der Dämmstoff durch eine Unterdeckplatte. Am Ende folgt die Eindeckung des Daches.

Die Aufsparrendämmung zeichnet sich durch eine optimale Dämmwirkung aus. Vorteilhaft ist darüber hinaus, dass die Arbeiten von aussen durchgeführt werden, sodass Schmutz im Haus ausbleibt und der Wohnraum während der Dämm-Arbeiten bewohnbar bleibt. Durch den hohen Aufwand dieser Massnahme sind die Kosten relativ hoch.

Zwischensparrendämmung

Bild: Zwischensparren-Dämmung Zwischensparrendämmung mit Dämmplatten | © LianeM / fotolia.com

Eine Zwischensparrendämmung ist das beliebteste Verfahren unter den Dämmungen: Zum einen ist diese Art sehr effektiv und einfach. Ausserdem punktet die Zwischensparrendämmung, weil sie sehr kostengünstig ist. Auf den Dachsparren wird eine diffusionsoffene Abdeckbahn verlegt. Das zugeschnittene Dämmmaterial wird in den Sparrenzwischenraum geklemmt.

Gegen Luftfeuchtigkeit wird dies dann mittels einer Dampfbremse geschützt. Dieses Verfahren ist bei der Sanierung eines Daches auch von der Aussenseite möglich. Vorteilhaft ist ausserdem, dass die Wohnfläche unter dem Dach nicht verkleinert wird, da lediglich der freie Raum zwischen den Dachsparren ausgefüllt wird.

Untersparrendämmung

Eine Untersparrendämmung eignet sich besonders, wenn eine Entkernung des Dach-Raums oder die kostenintensiveren Dämm-Verfahren wie zum Beispiel die Aufsparrendämmung nicht in Frage kommen. Häufig wird die Untersparrendämmung als Ergänzung zur Zwischensparrendämmung angebracht, um die Dämmwirkung zu verbessern.

Ein Vorteil der Untersparrendämmung ist, dass die Wärmebrückenwirkung der Sparren reduziert wird. Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass bei diesem Dämm-Verfahren der Dämmwert nur bis zu einer gewissen Höhe erreicht werden kann. Wenn es sich also um ein ungedämmtes Haus handelt, kann eine Untersparrendämmung den Wärmeverlust in einem gewissen Rahmen verringern. Um eine sehr gute Dämmung-Wirkung zu erzielen, ist dieses Dämm-Verfahren allein allerdings nicht empfehlenswert.

Dämmung der obersten Geschossdecke

Wer das Dachgeschoss nicht nutzen möchte, für den eignet sich die Dämmung der obersten Geschossdecke. Dies hat den Vorteil, dass das zusätzliche Geschoss - der ungenutzte Dachraum - nicht unnötig erwärmt werden muss. Dies spart Heiz-Kosten. Ausserdem ist die Fläche der Geschossdecke geringer als die des Dachs, sodass weniger Dämmstoff nötig ist.

Bei der baulichen Umsetzung ist eine begehbare oder nicht begehbare Variante möglich. Grundsätzlich ist eine Dampfbremse unbedingt notwendig, um Schimmel zu vermeiden. Darauf wird der Dämmstoff aufgebracht. Wenn man die Geschossdecke begehen möchte, sollte als dritte Ebene noch ein Untergrund (z.B. OSB-Platten oder Laminat) verlegt werden.

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Dämmstoffe für eine Dachdämmung

Bild: Dämmstoffe Dämmstoffe in Hausform | © Ingo Bartussek / fotolia.com

Grundsätzlich kann man im Hinblick auf Dämmstoffe sagen, dass diese je nach Anforderung und Bausubstanz gewählt werden. Und je effizienter ein Dämmstoff ist, desto dünner kann die Höhe sein. Dies bedeutet auch, dass generell jeder Dämmstoff in entsprechender Menge die gleiche Dämmwirkung erreichen kann. Es gibt also nicht den einzig richtigen Dämmstoff.

Man kann zwischen mineralischen Dämmstoffen (u.a. Blähton, Calciumsilikat) und synthetischen Dämmstoffen (z.B. Styropor/EPS, PUR/PIR) wählen. Auch mineralisch-synthetische Mischformen wie Glaswolle und Steinwolle existieren. Selbst pflanzliche (z.B. Hanf, Holzfaser) und tierische Materialien (z.B. Schafwolle) sind auf dem Markt verfügbar.

Dämmstoff-MaterialDämmstoffe
Mineralische Dämmstoffe Schaumglas, Blähton, Perlite, Calciumsilikat
Synthetische Dämmstoffe XPS, PU, EPS/Styropor
Mineralisch-Synthetische Dämmstoffe Steinwolle, Glaswolle
Tierische Dämmstoffe Schafwolle
Pflanzliche Dämmstoffe Holzfaser, Hobelspäne, Holzwolle, Zellulose, Flachs, Hanf, Seegras, Stroh, Kork, Kokosfasern, Schilfrohr

Für die Flachdachdämmung kann grundsätzlich jeder Dämmstoff verwendet werden. Häufig sind Glaswolle, Steinwolle oder Zellulose. Bei der Aufsparrendämmung kommen meistens Polyurethan, XPS oder Holzfasern zum Einsatz. Dämmfilz oder Dämmplatten eignen sich hervorragend für die Untersparrendämmung. Zur Dämmung der oberen Geschossdecke sind Matten aus Mineralwolle oder Steinwolle üblich.

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Kosten für eine Dachdämmung in der Schweiz

Die Kosten für eine Dachdämmung variieren je nach Dämm-Verfahren. Am günstigsten ist hierbei die Geschossdecken-Dämmung mit durchschnittlich 35 bis 80 Schweizer Franken pro Quadratmeter. An zweiter Stelle steht die Untersparrendämmung mit einem Preis zwischen 40 bis 80 Schweizer Franken pro Quadratmeter.

Die Zwischensparrendämmung ist noch kostenintensiver mit einem Quadratmeter-Preis von 60 bis 150 Schweizer Franken im Durchschnitt. Mit Abstand am teuersten ist die Aufsparrendämmung. Die Kosten für eine solche Dämmung belaufen sich zwischen 145 bis 250 Schweizer Franken pro Quadratmeter. Eine detailliertere Übersicht finden Sie hier.


Förderung für Dämmungen

Bild: Dämmung-Förderung Durch Förderung Geld sparen | © JenkoAtaman / fotolia.com

Wärmedämmung wird in der Schweiz gefördert, da schlecht gedämmte Häuser die Wärmeemissionen erhöhen und dies die Kohlenstoffdioxid (CO2)-Konzentration beeinflusst. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 sollen diese Emissionen gezielt gesenkt werden. Die staatliche Förderung unterscheidet sich in der Schweiz kantonal und ist daher sehr komplex. Die Förderung für Dachdämmungen ist im Gebäudeprogramm erhalten.

Der Mindest-Fördersatz liegt bei 40 Schweizer Franken pro Quadratmeter. Eine Zwischensparrendämmung am Dach eines Einfamilienhauses mit Kosten von 15.000 Schweizer Franken wird mit einer Summe von etwa 6.000 Schweizer Franken gefördert. Mehr Details finden Sie in dieser Übersicht.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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