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Dämmstoffe: Welcher ist der richtige für mich?

Bild: Wärmebildkamera und Dämmstoffe Senken Sie Ihren Energiebedarf | © Ingo Bartussek / fotolia.com

Ebenso wichtig wie die Art der Dämmung ist die Wahl des richtigen Dämmmaterials. Abhängig davon, was Sie dämmen möchten, wie die baulichen Voraussetzungen sind und welche Ansprüche Sie in Puncto Preis oder Nachhaltigkeit haben, eignet sich das eine Material mehr, das andere weniger. Für die Isolation einer Wand etwa kommen ganz andere Dämmstoffe in Frage als für eine Dachdämmung.

Neben ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten sollten Sie bei der Entscheidung für ein bestimmtes Produkt auf Eigenschaften wie Wärmedämmverhalten, Brandverhalten, Dampfverhalten sowie Hitzeschutz und Feuchtigkeitsschutz des jeweiligen Materials achten.

Inhalt

1. Allgemeines 4. Einbaukosten
2. Dämmstoffarten 5. Hersteller
3. Welcher Dämmstoff? 6. Unsere Empfehlung

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Dämmmaterialien in der Übersicht

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Über Dämmungen und Dämmstoffe

Bild: Fassadendämmung mit Glaswolle Fassaden-Dämmung mit Glaswolle | © AKuptsova / pixabay.com CC0

Eine Dämmung kann als Konstruktion an vielen Orten rund um Ihr Haus angebracht werden und ist dabei nicht unbedingt an einen bestimmten Dämmstoff gebunden. Man sollte den Begriff «Dämmung» daher nicht mit vereinzelt sehr bekannten Dämmstoffen wie Styropor oder Glas- und Steinwolle gleichsetzen.

Sie können zum Beispiel Ihr Dach, Ihren Estrich, Ihre Fassade oder auch Ihren Keller dämmen lassen und sind dabei relativ frei in der Wahl aus einer Vielzahl von Dämmstoffen.

Nicht alle Materialien haben dieselbe Dämmwirkung oder Brennbarkeit, aber diese Werte müssen sich nicht unbedingt negativ auf Ihre Kauf-Entscheidung auswirken - einem schlechteren Dämmwert kann man nämlich einfach durch grössere Materialstärke oder geschickte Konstruktionen entgegenwirken.

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Wichtige Begriffe rund um Dämmstoffe

Bild: Mit Schnee bedecktes Holzhaus Ein niedriger U-Wert schützt vor Kälte | © JIHALA / pixabay.com CC0

Rund um das Thema Dämmung und Dämmstoffe gibt es einige Masseinheiten, die man als Laie kennen sollte. Prominentester Vertreter ist hier der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), welcher angibt, wie viel Wärme in Watt pro Quadratmeter und Sekunde durch die Dämmung nach außen dringt, wenn die Aussentemperatur um ein Grad niedriger ist als die Innentemperatur. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmwirkung. Sie sollten allerdings beachten, dass in einer Dämmung als Gesamtkonstruktion verschiedene Materialien zusammenkommen und sich der U-Wert auf die Gesamt-Dämmung bezieht, also inklusive Verschalung, Putz etc.

Beim Dämmstoff selbst ist eher die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) relevant, um einschätzen zu können, wie gut ein Material dämmt. Je niedriger der Wert, desto langsamer verteilt sich die Wärme im Material und kann nach aussen hin verlorengehen. Eine ähnlich wichtige Grösse in der Gebäudedämmung ist die Wärmespeicherkapazität. Sie gibt an, wie viel thermische Energie ein Material speichern kann. Je höher der Wert, desto besser der Schutz vor äusseren thermischen Einflüssen - egal ob Kälte oder Wärme. Ab rund 1'800 J/(kg·K) und höher können Sie beispielsweise selbst im Hochsommer mit einem guten Hitzeschutz rechnen. Ein Beispiel für den Zusammenhang dieser beiden Eigenschaften:

EigenschaftenBedeutung in der PraxisBeispiel-Material
Wärmeleitfähigkeit hoch, Wärmespeicherkapazität niedrig Sie können die Räume zwar schnell aufheizen, sobald Sie die Heizung ausschalten, wird es aber schnell wieder kühler. Hitze oder Kälte von aussen dringen schneller in den Dämmstoff ein. Steinwolle
Wärmeleitfähigkeit niedrig, Wärmespeicherkapazität hoch Es braucht länger, bis die Heizungswärme sich im Dämmstoff ausgebreitet hat, aber wenn Sie die Heizung ausschalten, kühlt der Raum langsamer ab. Der Schutz vor Hitze oder Kälte von aussen ist höher. Polyurethan (PUR)

Eine ideale Kombination ist folglich eine grosse Wärmespeicherkapazität und eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Ein Stoff mit diesen Eigenschaften nimmt zwar langsamer thermische Energie aus der Umgebung auf (z. B. Heizungswärme), kann sie aber über längere Zeit bewahren.

Ausserdem wichtig: Das sogenannte Dampfverhalten. Die zugehörige Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl gibt an, wie dampfdicht ein Material ist. Das ist insbesondere relevant, wenn in beheizten Gebäuden im Winter ein Temperaturgefälle von innen nach aussen auftritt. Damit der innen entstandene Wasserdampf nach aussen diffundieren kann, ist eine diffusionsoffene Dämmung nötig. Andernfalls drohen Feuchtigkeitsprobleme.

Hinsichtlich der Brennbarkeit von Dämmstoffen ist die Baustoffklasse von Bedeutung. Hier existieren verschiedene Systeme, die nicht alle aufeinander abgestimmt sind, aber auch in der Schweiz wird häufig die EU-Klassifizierung DIN EN 13501 genutzt, welche 7 Klassen (A1, A2, B, C, D, E, F) vorsieht. A1 ist dabei völlig unbrennbar.

Dämmstoff-Eigenschaft Kurzerläuterung / DefinitionZahlenbeispiel
U-Wert gibt an, wieviel Wärme durch die Gesamt-Dämmung hindurch verlorengeht unsanierte Altbauten: >1,0 W/m²K,
Minergie-Standard für Neubauten: 0,15 W/m²K
λ-Wert gibt an, wie schnell sich die Wärmeenergie im Dämmmaterial ausbreitet Glaswolle: 0.045 W/(mK) = schneller Wärmeverlust (dickere Dämmung benötigt),
Aerogel: 0.020 W/(mK) = langsamer Wärmeverlust (weniger dicke Dämmung benötigt)
Wärmespeicherkapazität gibt an, welche Menge an Energie ein Stoff speichern kann, also auch wie gut die Isolierung gegen Hitze im Sommer ist Steinwolle: 840 J/(kg·K) = schlecht,
Zellulose: 1'700 bis 2'150 J/(kg·K) = sehr gut
Dampfverhalten gibt an, wieviel Wasserdampf das Material durchlässt (Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl μ) Steinwolle: 1 μ = diffusionsoffen,
EPS: 60 μ = mittelmässig dampfdurchlässig,
Schaumglas: ∞ μ = dampfdicht
Baustoffklasse gibt an, wie brenn- oder entflammbar ein Material ist Klasse A1 (nicht brennbar) bis F (leicht entflammbar) nach Euronorm EN 13501-1
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Die wichtigsten Dämmstoff-Arten im Vergleich

Dämmmaterialien bietet der Markt grundsätzlich viele. Eine Hilfreiche Unterscheidung kann zwischen organischen, mineralischen und synthetischen Dämmstoffen getroffen werden, obgleich Experten darauf hinweisen würden, dass auch einige organische Dämmstoffe synthetische Anteile haben. Je nach Materialbeschaffenheit und Anwendungsbereich können Dämmstoffe als Matten, feste Platten, als Einblasdämmung, als Stopfwolle oder als Schüttgut eingebracht werden.

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der jeweils gängigsten Dämmmaterialien und deren wichtigste Eigenschaften. Die angegebenen Kosten sind reine Materialpreise für das Erreichen einer Gesamt-Dämmung mit einem U-Wert von 0.15 W/(m²K) (Minergie-Standard) - jeweils abhängig vom Produkt, seiner Wärmeleitfähigkeit und der sich daraus ergebenden notwendigen Dämmstärke.

TypDämmstoffHitzeschutzVerarbeitungBeispielproduktListenpreis*
Organisch Holzfaser sehr gut
(2'000-2'100 J/(kg·K))
Weichfaser-Platten, Einblasdämmung GUTEX Thermoflex Holzfaser-Dämmplatte 27.90 CHF/m²
Zellulose sehr gut
(1'700-2'150 J/(kg·K))
Einblasdämmung Isofloc LM Zelluloseflocken 37.65 CHF/m²
Mineralisch Steinwolle mittel
(840 J/(kg·K))
Matten, Platten Swisspor ROC Typ 3 Steinwolleplatte 53.90 CHF/m²
Glaswolle mittel - gut
(840-1'000 J/(kg·K))
Matten, Platten Isover Isotherm 034 Steildachdämmplatte + Estrichbodenplatte 51.60 CHF/m²
Kalziumsilikat gut
(1'000 J/(kg·K))
Platten HAGA KlimaPlus Calciumplatte 50 663.68 CHF/m²
Mineralschaum gut
(1'300 J/(kg·K))
Platten Multipor WAP Mineraldämmplatte 152.—  CHF/m²
Synthetisch Extrudiertes Polystyrol (XPS) gut
(1'400 - 1'500 J/(kg·K))
Platten Swisspor XPS 300 SF Platte 88.80 CHF/m²
Expandiertes Polystyrol (EPS) gut
(1'400 - 1'500 J/(kg·K))
Platten, Einblasdämmung Swisspor EPS 20 Platte 38.— CHF/m²
Polyurethan (PUR) gut
(1'200 - 1'500 J/(kg·K))
Platten Swisspor PUR (PIR) Vlies Polyurethan-Hartschaum 54.90 CHF/m²
Aerogel mittel - gut
(700 - 1'500 J/(kg·K)
Wärmedämmputz, Matten, Platten, Granulat Sto-Aevero Innendämmplatte 1'092.60 CHF/m²
VIP-Paneele mittel
(800 J/(kg·K))
Platten Swisspor VIP Vakuum-Isolations-Paneel 248.— CHF/m²

*) Materialkosten exkl. MwSt (ohne Einbau), um einen U-Wert der Gesamt-Dämmung von 0,15 W/(m²K) (Minergie-Standard) zu erreichen; Quellen: Preislisten 2019 von Swisspor AG, HAGA AG Naturbaustoffe, Sto AG, Saint-Gobain Isover AG

Darüber hinaus gibt es Dämm-Produkte, die vergleichsweise exotisch sind und daher nur in Ausnahmefällen tatsächlich zum Einsatz kommen, etwa Stroh und Getreidegranulat.

Abhängig von ihren Beschaffenheiten dämmen einige Materialien besser, andere weniger gut. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass synthetische Materialien über eine bessere Dämmleistung verfügen als organische und mineralische Alternativen, wie die folgende Infografik verdeutlicht.

Bild: Infografik zur Dämmleistung verschiedener Dämmstoffe

So gut dämmen verschiedene Materialien; Datenquelle Wärmeleitfähigkeit: Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein (SIA) | © Energieheld

Organische Dämmstoffe

Zu den beliebtesten organischen Dämmstoffen gehören Holzfaser, Hanf und Zellulose, aber verfügbar sind darüber hinaus beispielsweise auch Baumwolle, Flachs, Jute, Kokosfaser, Kork, Schafwolle, Schilf und Wiesengras.

Obwohl diese Materialien den Anschein erwecken, vollkommen «natürlich» zu sein, sollte in jedem Fall die genaue Zusammensetzung der Dämmstoffe geprüft werden. Häufig kommen synthetische Beimischungen zum Einsatz, die die Brennbarkeit herabsetzen.

Fast alle organischen Dämmstoffe werden daher als «schwer entflammbar» zugelassen - sie können also theoretisch zu brennen beginnen, das erfordert jedoch eine sehr starke Feuereinwirkung. Viele Organische Dämmstoffe haben zwei wirklich positive Eigenschaften: Zum einen bieten sie einen sehr guten Hitzeschutz im Sommer. Zum anderen wirken sie «feuchtigkeitsregulierend», was wiederum «atmende Dämmungen» zulässt, die ggf. eindringende Feuchtigkeit problemlos an die Aussenluft abgeben können.

Quelle: © thermohanf / youtube.com

Mineralische Dämmstoffe

Beim Wunsch nach absoluter Resistenz gegen Feuchtigkeit und Feuer kommen in der Regel mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle oder Glaswolle zum Einsatz. Im Innenbereich setzen Fachleute gerne auf Kalziumsilikat-Platten, die die auftretende Luftfeuchtigkeit besser vertragen.

Prinzipiell bestehen mineralische Dämmstoffe aus «natürlichen» Rohstoffen, welche aber nicht nachwachsen. Die Herstellung ist zudem sehr energieaufwändig.

Synthetische Dämmstoffe

Synthetische Dämmstoffe auf Erdöl-Basis (z. B. PUR) sind sehr preisgünstig und dadurch auch sehr beliebt. Besonders bei Aufsparrendämmung am Dach kommt man ohne synthetische Dämmstoffe oder solche Zusätze nicht aus. Ausserdem interessant: Für die Erzeugung von EPS (Polystyrol / Styropor) wird viel weniger Energie benötigt als für die Herstellung von Stein- oder Glaswolle.

Übrigens: Eine innovative Lösung innerhalb der synthetischen Dämmmaterialien stellen Aerogel und Vakuumdämmplatten dar. Lesen Sie hier mehr über die sogenannte Hochleistungsdämmung.

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Der beste Dämmstoff?

Wie bei vielen anderen Sanierungen gibt es auch hier nicht die eine beste Lösung. Bei der Suche nach dem besten Dämmstoff müssen Budget, Dämmwirkung, Brandschutz, Feuchtigkeitsregulierung, Hitzeschutz und Umweltverträglichkeit berücksichtigt werden. Aus diesem Grund bestimmen die baulichen Anforderungen und persönlichen Wünsche der Bauherren massgeblich darüber, welcher Dämmstoff der beste ist.

Den besten Dämmstoff finden

  • Was möchten Sie dämmen?
  • Welche Eigenschaften soll das Material haben (z. B. bei Brandschutz, Belastbarkeit)?
  • Wie wichtig ist Ihnen Nachhaltigkeit? Wie wichtig ist Ihnen ein günstier Preis? Möchten Sie eine Kombination aus beidem?
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, nehmen Sie eine Beratung von Energieheld in Anspruch!

Nachhaltigkeit, Feuchtigkeitsregulierung, Hitzeschutz

Wer einen Dämmstoff sucht, der nachhaltig ist, Feuchtigkeit aufnehmen bzw. abgeben kann und guten Hitzeschutz bietet, der wird an organischen Dämmstoffen nicht vorbei kommen. Im Einzelfall kann es Abweichungen geben, aber die allermeisten organischen Materialien erfüllen genau diese Anforderungen.

Weitere Umweltaspekte

Es gibt weitere Umweltaspekte wie das Recycling oder den Import von Dämmstoffen, die Sie beim Kauf berücksichtigen sollten. Baumwolle oder Kork müssen zum Beispiel über weite Strecken transportiert werden und sind damit nicht zwingend nachhaltiger als mineralische Dämmstoffe aus heimischer Produktion.

Sicherheit und Brandschutz

Bei der Sicherheit im Brandfall sind mineralische Dämmstoffe unübertroffen. Allerdings müssen hierbei nicht nur die Dämmung, sondern auch andere Baustoffe betrachtet werden, weshalb ein Dachstuhl aus Holz nicht wesentlich besser gegen Feuer geschützt ist, wenn Steinwolle statt Holzfaser als Dämmstoff genutzt wird.

Belastbarkeit

In einigen Fällen sollte man aufgrund der harschen Einsatzbedingungen auf synthetische Dämmstoffe zurückgreifen. Besonders bei Aussendämmungen am Keller (Perimeterdämmung) müssen die Dämmstoffe viel Feuchtigkeit und Druck aus dem Erdreich aushalten - mit organischen Materialien käme man hier nicht weit.

Preise (Material & Einbau)

Oft sind synthetische Dämmstoffe die günstigsten. Es gibt jedoch in allen Kategorien Ausreisser, sodass sich die Frage nach der günstigsten Dämmstoff-Art nicht pauschal beantworten lässt. Ausschlaggebend ist auch nicht der reine Materialpreis. Einen weiteren grossen Teil machen Handwerkerkosten für die Montage aus. Bedenken Sie bei der Wahl des Dämmmaterials immer auch, dass die Entfernung und Entsorgung in der Zukunft teurer werden kann, wenn beispielsweise synthetisches Polystyrol statt Hanf oder Holzfaser genutzt wird.

Leistung und Dämmstärken

Eine Sonderform der synthetischen Dämmmaterialien sind sogenannte Hochleistungsdämmungen wie Aerogel oder Vakuum-Isolations-Paneele (VIP). Sie sind relativ neu am Markt und deshalb teurer als manch ein organischer Dämmstoff. Dafür verfügen sie aber auch über Eigenschaften, die so gut sind, dass ein 4 Zentimeter starkes VIP-Paneel die gleiche Leistung erzielt wie eine 28 Zentimeter dicke Schaumglasplatte. Eine sehr gute Alternative insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden oder stark eingeschränkten Platzverhältnissen.

Gern und häufig genutzte Dämmstoffe

Hier finden Sie eine Auswahl von Methoden und Dämmstoffen, die aufgrund ihrer vorteilhaften Eigenschaften oft in der Schweiz zum Einsatz kommen.

Art der Dämmung Empfehlung - günstigEmpfehlung - nachhaltig
Dach Mineralwolle Holzfaser
Estrich / Dachstock EPS (begehbar mit OSB-Täfer darüber) / Steinwolle (nicht begehbar) Zellulose (bei Einblasdämmung) / Holzfaser (begehbar und unbegehbar)
Fassade EPS Holzfaser
Fassade mit Verkleidung Mineralwolle Holzfaser / Zellulose
Keller (aussen) XPS Schaumglas

Wie dick muss die Dämmung sein?

Je nach Material benötigt die Dämmung ausserdem eine bestimmte Stärke. Um auf dieselbe Dämmleistung zu kommen, benötigen Sie beispielsweise 29 Zentimeter, wenn Sie mit Zellulose dämmen, aber nur 21 Zentimeter, wenn Sie sich für PUR entscheiden. Beachten Sie aber auch, dass die Gesamt-Stärke Ihrer Dämmung durch die Verschalung oder das Auftragen von Putz ingesamt dicker ausfällt als die blosse Stärke des Dämmmaterials.

Bild: Infografik zur benötigten Dämm-Stärke

Benötigte Dämmstärken im Vergleich | © Energieheld

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Einbau-Kosten für Dämmungen in CHF

Bild: Viele Schweizer FrankenKosten für Ihre Dämmung | © Saramukitza / pixabay.com CC0

Bei den oben genannten Preisen haben wir uns auf die Materialkosten pro Quadratmeter bezogen. Die realen Kosten inklusive Einbau sehen natürlich anders aus, aber lassen sich nicht für jeden Dämmstoff pauschal angeben, da auch die Einbausituation und die benötigte Materialstärke eine Rolle spielen.

Grundsätzlich sollten Sie jedoch mit Gesamtkosten zwischen CHF 40.– und 280.– pro Quadratmeter für eine Dämmung (Dach, Fassade, Keller) rechnen. Die unterschiedlichen Materialpreise können einen Anhaltspunkt geben, mit welchen Stoffen die letztendliche Dämmung günstiger oder teurer wird.

Gehen Sie grob davon aus, dass organische, mineralische und synthetische Dämmstoffe in absteigender Reihenfolge immer günstiger werden. Durch ihre feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften bieten organische Dämmstoffe allerdings einen sehr hohen Mehrwert für vergleichsweise geringe Mehrkosten.


Bekannte Hersteller in der Schweiz

Es gibt in der Schweiz einige bekannte Hersteller von Dämmmaterialien. Eine Auswahl haben wir nachfolgend für Sie zusammengetragen.

Organische Dämmmaterialien

  • best wood Schneider: best wood FIBRE

    Die best wood Schneider GmbH bietet ihre best wood FIBRE Einblasdämmung aus Holzfaser für die Gefachdämmung an

  • fiwo: Schafwolledämmstoffe

    fiwo ist ein Sozialverein, der Stopfwolle, Wolle für die Einblasdämmung, Dämmplatten und Dämmfilze anbietet, alles hergestellt aus Schafwolle

  • Isofloc: Zellulose

    Isofloc entwickelt aus sortiertem Tageszeitungspapier Zelluloseflocken für die Einblasdämmung

  • Pavatex: Holzfaserdämmplatten

    Pavatex stellt unterschiedliche Dämmplatten aus Holzfaser her, z. B. Pavatherm für die Bereiche Dach, Wand und Boden

  • Steico: Holzfaserdämmstoffe

    Steico bietet Dämmmatten aus Holzfaser an, z. B. Steicoflex für die Gefachdämmung in Dach, Wand und Decken

Mineralische Dämmmaterialien

  • Flumroc: Steinwolledämmplatten & Feingranulat

    Flumroc bietet Dämmplatten aus Steinwolle für so ziemlich alle Einsatzbereiche an. Ausserdem verkaufen sie auch Steinwolleflocken für die Einblasdämmung

  • Isover: Mineraldämmstoffe

    Isover bietet Dämmplatten und Dämmfilze für unter anderem Innen-, Dach- und Trittschalldämmung an

  • Knauf: Supafil Timber Frame

    Supafil Timber Frame von Knauf ist ein Mineralwolleprodukt für die Einblasdämmung, das für Hohlräume in Decken, Dächern und Wänden verwendet wird

  • Paroc: Steinwolle

    Paroc verkauft sowohl Steinwolledämmplatten als auch lose Steinwolle für Dämmungen in den Bereichen Decke, Hochbau, Fassade, Flachdach und Akustik

  • Rockwool: Steinwolledämmstoffe

    Rockwool produziert lose Steinwolle, Dämmplatten und Dämmfilze. Die Dämmungen eignen sich sowohl für Dächer, als auch für Fassaden oder den Innenausbau

  • Xella: Multipor & Ytong

    Die Xella AG produziert Dämmungen aus Kalk, Sand und Zement für Fassade, Dach, Decke, Innenraum, Luftschächte und Tiefgaragen

Synthetische Dämmmaterialien

  • Agitec: Dämmungen aus Aerogel & Calostat

    Agitec ist ein auf Aerogel spezialisierter Distributor und bietet neben den klassischen Dämmplatten und -filzen aus EPS, XPS und Mineralwolle vor allem neue und innovative Dämmplatten und Dämmmatten aus Aerogel und Calostat an

  • BASF: Styropor

    Styropor ist ein Markenname des BASF-Konzerns und gleichzeitig gebräuchliches Synonym für alle Dämmstoffe auf EPS-Basis

  • Jackon Insulation: XPS-Bauplatten

    Jackon Insulation bietet unter den Markennamen «Jackodur» und «Jackoboard» verschiedene XPS-Bauplatten für die Dämmung von unter anderem Dach, Keller und Boden an

  • Swisspor: Dämmplatten

    Swisspor bietet Dämmplatten aus vielen verschiedenen Dämmstoffen zur Dämmung an, darunter EPS-Dämmplatten für die Dach- oder Trittschalldämmung

  • Sto: Dämmplatten

    Sto bietet Dämmungen für die Bereiche Fassade, Innenraum und Akustik an. Sto ist vor allem für seine WDV-Systeme bekannt.

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Energieheld versteht sich als Experte für nachhaltige Sanierungen, weshalb wir in diesem Artikel vor allem darauf aufmerksam machen möchten, wie viele nachhaltige Dämmstoffe der Schweizer Markt heute schon bietet. Wenn Sie einen Fachmann suchen, der Ihnen hilft bei der Auswahl des für Sie richtigen Materials und der Installation, dann vermitteln wir Ihnen einen kompetenten Handwerker aus Ihrer Region.

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Bild: Verschiedene Dämmstoffe in der Übersicht Grosse Auswahl an Dämmstoffen | © Ingo Bartussek / fotolia.com

Fakt ist: Es gibt eine grosse Bandbreite an Dämmmaterialien, aber nicht den einen richtigen Dämmstoff. Für welches Material Sie sich entscheiden sollten, ist abhängig von der Art der Dämmung und Ihren persönlichen Präferenzen.

Wenn Sie Wert auf weitgehend ökologisch unbedenkliches und nachhaltig gewonnenes Material legen, entscheiden Sie sich für ein organisches Dämmmaterial wie Holzfaser. Wollen oder müssen Sie Ihr Gebäude mit einem hohen Brandschutz ausstatten, sollten Sie sich für einen mineralischen Dämmstoff entscheiden, etwa Steinwolle. Wenn in erster Linie die Kosten niedrig gehalten werden sollen, bieten sich günstige synthetische Materialien wie EPS oder PUR an.

Prüfen Sie bei Ihren Überlegungen aber auch immer, ob das jeweils bevorzugte Material für die Art Ihrer Dämm-Massnahme überhaupt in Frage kommt. So eignet sich Holzfaser beispielsweise nicht für eine Fassadendämmung und XPS nicht für eine Innendämmung.

Haben Sie weitere Fragen? Energieheld unterstützt Sie gern bei der Planung Ihres Dämm-Projekts und vermittelt professionelle Handwerker. Fordern Sie jetzt eine kostenlose Offerte an oder nehmen Sie eine individuelle Erstberatung in Anspruch.


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Geschrieben von:
Frank Weber

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