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Aussendämmung in der Schweiz - Material, Preise, Förderung

Bild: Anbringen einer Aussendämmung Aussendämmung an einem Gebäude | © maho / fotolia.com

Der Begriff Aussendämmung umfasst grundsätzlich alle Dämmmethoden, die von aussen am Gebäude angebracht werden - etwa an der Fassade oder auch am Dach. Das Funktionsprinzip: Grosse Teile des Hauses werden einfach eingehüllt und somit gegen Einflüsse von aussen gedämmt.

Sie wollen Ihre Hausfassade erneuern und gleichzeitig isolieren? Bei der Aussendämmung handelt es sich um eine aus energetischer Sicht sehr effektive Art der Dämmung, mit der Sie bis zu 30 Prozent der bisherigen Heizkosten einsparen können. Ein weiterer Vorteil: Äussere Dämm-Massnahmen sind bei vielen Bestandsbauten nahezu problemlos umsetzbar.

Inhalt

1. Allgemeines 4. Kosten und Wirtschaftlichkeit
2. Varianten 5. Förderung
3. Voraussetzungen 6. Empfehlung
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Über Fassaden- und Aussendämmungen

In der Regel ist mit dem Begriff Aussendämmung eine Variante der Fassadendämmung gemeint. Je nach Art wird die Dämmung von aussen an die Wand angebracht und anschliessend verputzt oder auf Basis einer Tragkonstruktion mit einer neuen Fassade umschlossen.

Aussendämmung am Dach

Grundsätzlich ist auch beim Dach eine Aussendämmung möglich. Es handelt sich jedoch nicht um eine Aussendämmung im klassischen Sinn, weil das Dach nicht etwa von aussen in Dämmmaterial eingehüllt wird. Stattdessen wird es abgedeckt, die Dämmung aussen auf den Sparren angebracht und die Dachziegel anschliessend wieder aufgesetzt. Fachlich korrekt spricht man bei einer Aussendämmung des Dachs deshalb eher von einer Aufsparrendämmung.


Varianten der Aussendämmung

Je nachdem welcher Gebäudeteil gedämmt werden soll, stehen unterschiedliche Möglichkeiten für die Aussendämmung der Fassade zur Verfügung: Zum einen ein Wärmedämmverbundsystem, zum anderen eine hinterlüftete Vorhangfassade.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Bild: WDVS Dämmung am Haus WDVS im Altbau | © maho / fotolia.com

Die häufigste Variante der Aussendämmung ist das sogenannte Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS. Dabei handelt es sich sinnbildlich um eine Art Thermohaut. Der Vorteil: Diese Dämm-Methode kann bei Bestandsbauten wie bei Neubauten gleichermassen angewendet werden. Auf die meist einschalige Aussenwand werden mit Hilfe von Zementkleber oder eines Schienensystems Dämmplatten aufgebracht, anschliessend folgt eine Armierungsschicht und der Aussenputz.

Bei Altbauten kommt ein WDVS oft zum Einsatz, wenn eine Kerndämmung per Einblasverfahren nicht möglich ist, also bei einer einschaligen Aussenwand. Im Vergleich zu anderen Arten der Aussendämmung ist das System mit einem Quadratmeterpreis inklusive Planung und Montage zwischen CHF 150.– und CHF 220.– (abhängig von Material und Stärke der Dämmung) zudem recht günstig.

Hinterlüftete Vorhangfassade

Bild: Hinterlüftete Vorhangfassade Hinterlüftete Fassade (hier ohne Dämmung) | © Larisa / fotolia.com

Eine Alternative zum WDVS ist die hinterlüftete Vorhangfassade mit Dämmung. Zwar werden auch bei dieser Variante Dämmplatten an die Aussenwand angebracht, davor wird allerdings eine ganz neue Fassade auf Basis einer Tragkonstruktion errichtet.

Zwischen dem Dämmmaterial und dieser Vorhangfassade ist ein Hohlraum 3,5 bis 5 Zentimeter vorgesehen, durch den ein Luftstrom hindurchziehen kann. Der Vorteil: Die Luftzirkulation macht Schimmelbildung praktisch unmöglich. Ausserdem stehen durch das tragfähige Gerüst viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung was die neue Fassade angeht. So können zum Beispiel Holz- oder Schieferverkleidungen angebracht werden. Mit CHF 230.– bis CHF 280.– ist die hinterlüftete Vorhangfassade allerdings teurer als ein WDVS.


Grafik: Vorgehängte hinterlüftete Fassade im Querschnitt

Aufbau einer hinterlüfteten Vorhangfassade: Zwischen Dämmmaterial und Fassade kann ein Luftstrom hindurchziehen | © Günter Selleng / wikimedia.org CC0

Die beste Aussendämmung?

Welche Art von Aussendämmung für Ihr Haus am besten geeignet ist, hängt von den individuelllen Gegebenheiten ab. Spielt das Budget keine Rolle, entscheiden Sie sich am besten für die hinterlüftete Vorhangfassade. Sie haben dann mehr Gestaltungsmöglichkeiten was das Aussehen der Fassade angeht und durch die Hinterlüftung einen besseren Schutz vor Feuchtigkeitsschäden.

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Wann eine Aussendämmung wählen?

Eine Aussendämmung kommt grundsätzlich bei Bestandsbauten wie Neubauten gleichermassen in Frage. Ausnahme: Wenn Ihre Fassade aufwendig mit Ornamenten verziert ist oder unter Denkmalschutz steht, müssen Sie sich zwangsläufig für eine andere Dämm-Methode entscheiden.

Aussendämmung beim Neu- und Altbau

Bild: Aussendämmung im Neubau Aussendämmung im Neubau | © Jürgen Fälchle / fotolia.com

Im Neubau haben Sie im Rahmen der örtlichen Bauvorschriften freie Hand was die Wahl und Umsetzung der Aussendämmung angeht. Abhängig von persönlichen Präferenzen und dem eingeplanten Budget eignen sich WDVS und hinterlüftete Vorhangfassade gleichermassen. Für mehr Gestaltungsmöglichkeiten und einen hohen Schutz vor Schäden durch Feuchtigkeits- und Schimmelbildung wählen Sie besser die zweite Alternative.

Beim bereits bestehenden Altbau ist eine Aussendämmung dann sinnvoll, wenn eine Kerndämmung nicht möglich ist - etwa weil Ihr Haus nur über ein einschaliges Mauerwerk ohne Hohlräume verfügt. Sie können entweder im Rahmen eines WDVS die Fassade ähnlich verputzen lassen wie zuvor, oder sich im Rahmen einer hinterlüfteten Vorhangfassade für eine ganz neue Aussenoptik entscheiden.

Achtung: Wenn Sie im Altbau den Fassadenputz erneuern wollen, empfiehlt es sich, eine WDVS-Aussendämmung gleich mit umsetzen zu lassen. Wird der alte Putz entfernt, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, bei der Fassadenerneuerung eine Wärmedämmung zu integrieren. Dazu können Sie zwischen WDVS oder hinterlüfteter Vorhangfassade wählen. Soll alles nahezu exakt so aussehen wie zuvor, kommt als spezielle dritte Alternative noch eine sogenannte Hochleistungsdämmung in Frage. Dazu gehören Aerogel (Nanogel), Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) und spezieller Dämmputz.

Alternativen zur Aussendämmung

Wenn eine Aussendämmung an Ihrem Gebäude nicht möglich ist, können Sie entweder auf eine Kerndämmung oder auf eine Innendämmung zurückgreifen. Entscheiden Sie sich für eine Kerndämmung (Link), wenn Ihr Gebäude über ein zweischaliges Mauerwerk verfügt und in den dortigen Hohlraum das Dämmmaterial eingebracht werden kann. Ist auch diese Art der Isolierung nicht möglich, bleibt Ihnen noch die Innendämmung (Link). In dem Fall werden Dämmplatten von innen an die Wand angebracht und verkleidet. Sie müssen dann aber eine Verkleinerung der Wohnfläche in Kauf nehmen.

Alternative: Bauteile dämmen

Wenn Sie noch nicht wissen, welche Dämm-Methode für Sie die beste ist, fangen Sie lieber erst einmal dort an, wo es in vielen Fällen das grösste Potenzial in Sachen Energieeinsparung gibt: Beim Dach.

Der Grund: Die Schrägdächer von Häusern in der Schweiz mit Baujahr 2000 oder älter sind aus heutiger Sicht oftmals mangelhaft isoliert und könnten nachgedämmt werden (Verlinkung auf Experten-Interview mit Beat Curau-Aepli, aus dem diese Info stammt). Über das Dach gehen rund 20 Prozent der Wärmeenergie eines durchschnittlichen Einfamilienhauses verloren.

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Kosten und Wirtschaftlichkeit

Die Kosten pro Quadratmeter einer Aussendämmung schwanken in Abhängigkeit von Art der Dämmung, Stärke und Dämmmaterial selbst. Für die Aussendämmung eines Einfamilienhauses (EFH) mit 150 Quadratmeter Fassadenfläche werden durchschnittlich CHF 27’750.– für ein WDVS oder CHF 38’250.– für eine hinterlüftete Vorhangfassade fällig.

Dämm-ArtKosten pro QuadratmeterKosten für ein EFH
Hinterlüftete Vorhangfassade CHF 230.– bis CHF 280.– ca. CHF 38'250.–
WDVS CHF 150.– bis CHF 220.– ca. CHF 27'750.–
Innendämmung CHF 80.– bis CHF 200.– ca. CHF 21'000.–
Kerndämmung CHF 45.– bis CHF 120.– ca. CHF 12'375.–

Im Vergleich mit Kerndämmung und Innendämmung ist die Aussendämmung also die teuerste Art, das Haus zu isolieren.

Vorarbeiten und Montage

Bild: Bohrhammer vor altem Putz Alten Putz selbst entfernen | © Mario Hoesel, mhp / fotolia.com

Den Grossteil der Kosten macht weniger das Dämmmaterial an sich aus. Vor allem treibt der Arbeitslohn durch die vielen nötigen Arbeitsschritte die Kosten in die Höhe. Zu den umfangreichen Vorarbeiten für die Anbringung eines WDVS gehören unter anderem das Abschlagen des alten Putzes, der Zuschnitt und die Befestigung der Dämmplatten und zeitraubende Detailarbeiten an Fensterlaibungen und Dachüberständen. Auch weitere Materialien wie Armierungsgewebe und Putz sowie die Miete für das Gerüst müssen bezahlt werden. Bei der hinterlüfteten Vorhangfassade kommt die Fertigung der Unterkonstruktion dazu.

Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie die Wand auch selbst für die Dämmung vorbereiten. Dazu gehört neben dem Abschlagen des alten Putzes zum Beispiel das Abkleben von Fenstern oder das Entfernen von Pflanzen und Sträuchern in unmittelbarer Wandnähe. Davon, ein WDVS oder eine hinterlüftete Vorhangfassade komplett in Eigenregie anzubringen, ist allerdings abzuraten. Spätestens beim Arbeitsschritt der Grundierung sollten Sie alles Weitere einem Fachmann überlassen!

Dauer der Amortisation

Verglichen mit den anderen Dämm-Methoden benötigt eine Aussendämmung der Fassade einige Zeit, bis sie sich amortisiert hat. Geht man aber von einer realistischen Lebensdauer von mehr als 40 Jahren aus, verbleibt noch genug Zeit, in der Sie weiter Heizkosten sparen können.

AAusgehend von einer Heizkosten-Einsparung von 21 Prozent pro Jahr hat sich ein WDVS nach 20 Jahren amortisiert, eine hinterlüftete Vorhangfassade nach 34 Jahren. Berechnungsgrundlage ist der jeweils günstigste Quadratmeterpreis und die Inanspruchnahme der kantonalen Fördermöglichkeiten.

Hinweis: Für beide Systeme gilt ein Höchstfördersatz von CHF 80.– pro Quadratmeter. Prozentual wird beim günstigeren WDVS also unter Umständen mehr gefördert als bei der teureren hinterlüfteten Vorhangfassade. Aus diesem Grund amortisiert sich ein WDVS schneller.

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Förderung für Aussendämmungen

Bild: Schweizer Franken Förderung für die Aussendämmung | © Stockfotos-MG / fotolia.com

Wer sein Gebäude mit einer Aussendämmung versieht, kann in vielen Kantonen eine Förderung im Rahmen des Gebäudeprogramms bekommen. Unter der Massnahmen-Bezeichnung M-01 (Dämmung von Fassade, Wand und Dach) werden zwischen CHF 40.– bis CHF 80.– pro Quadratmeter oder bis zu 50 Prozent der Gesamtinvestition gefördert. Das gilt im übrigen für alle Dämm-Massnahmen, sofern Ihr Haus damit einen U-Wert von 0,20 W/m² K oder weniger erreicht.

Mit neuen Fenstern kombinieren

Falls klar ist, dass Sie in naher Zukunft auch neue Fenster installieren möchten, kombinieren Sie dieses Vorhaben am besten gleich mit der neuen Dämmung. Erstens sparen Sie dadurch Kosten, weil die Dämmung nicht nachträglich angepasst werden muss, zweitens können Sie für die neuen Fenster indirekt eine erweiterte Förderung in Anspruch nehmen, die Sie beim ausschliesslichen Fenster-Tausch nicht bekommen hätten. In diesem Fall eignen sich die Fördermassnahmen M-10 bis M-15 zur Erlangung finanzieller Unterstützung.

Egal für welche Lösung Sie sich entscheiden: Informieren Sie sich am besten rechtzeitig vor der Umsetzung Ihrer Dämm-Massnahme über die Fördermöglichkeiten in Ihrem Kanton!

Wichtig für Ihre Förderung:

Bild: Ideen Icon
  • Informieren Sie sich über individuelle Fördermöglichkeiten in Ihrem Kanton!

  • Beantragen Sie die Förderung immer vor der Umsetzung!


Empfehlung

Eine Aussendämmung der Fassade ist gut aus ökologischer Sicht, aus ökonomischer Sicht aber nicht immer die beste Lösung. Zwar können Sie bis zu 30 Prozent Heizkosten sparen, die Investition in WDVS oder eine Vorhangfassade ist allerdings auch vergleichsweise teuer.

Um die Gesamtkosten gering zu halten, sollten Sie möglichst grosse und zusammenhängende Flächen dämmen lassen. Besonders lohnt es sich, wenn Sie die Fassade ohnehin erneuern lassen wollen. Wenn das Budget knapp ist, könnte eine Dachdämmung in Kombination mit einer neuen Heizung eine sinnvolle Option sein.

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Geschrieben von:
Frank Weber

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