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Marderschaden am Haus erkennen und beheben

Bild: Steinmarder in der Natur Der Schädling: Steinmarder | © Langer / fotolia.com

Marder machen es sich gern im Dachstock gemütlich und richten dort häufig enormen Schaden an, indem sie die Dämmung zerbeissen. Hören Sie öfter Rascheln und Kratzen von Ihrem Estrich oder haben bereits kleine Teile Ihrer Dämmung an der Hauswand gefunden, dann haben Sie sehr wahrscheinlich einen Marder im Dachstock. In diesem Fall empfiehlt sich schnelles Handeln!

Was Sie tun können, um den Marder wieder loszuwerden und was die Beseitigung eines Marderschadens im Dach kostet? Informieren Sie sich hier.

Inhalt

1. Allgemeines 4. Marderschaden beheben
2. Wie akut ist das Problem? 5. Gebäudeversicherung
3. Marderschaden erkennen 6. Empfehlung
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Über Marder und häufige Schäden

Zunächst gut zu wissen: Bei den Tieren, die es sich gern auf Ihrem Estrich bequem machen, handelt es sich um eine bestimmte Marderart - den Steinmarder. Er hat einen hartnäckigen Charakter - kommt also auch vereinzelt nach der Vergrämung wieder zurück - und zeigt wenig Angst vor Menschen. Dazu ist er er sportlich und schlank. Der Steinmarder kann problemlos mehr als 2 Meter hoch springen und ihm genügen Öffnungen mit einem Durchmesser von lediglich 5 Zentimetern, um in den Dachstock zu gelangen.

Dort richtet er teils enormen Schaden an, indem er sich durch das jeweilige Dämmmaterial frisst, um sich ein Nest einzurichten. Statt sich aber auf einen Bereich zu konzentrieren, legt sich der Steinmarder oft ein ganzes Tunnelsystem an. Nicht nur, dass Ihre Dämmung dann nicht mehr richtig wirkt, besonders kritisch wird es, wenn das Tier die Dampfsperre zerbissen hat. Die Folge: Mit der Zeit dringt Feuchtigkeit ins Dämmmaterial ein und verursacht dort Schimmelschäden. Auch Rohre und Kabel mit Gummiteilen, die zwischen den Dachsparren verlegt sind, sind vor dem Marder nicht sicher. 


Wie akut ist das Problem?

Bild: Dämmung im Riegelhaus Zerwühlte Dämmung im Riegelhaus | © Ralf Geithe / fotolia.com

Ein Marderschaden im Dach kommt offenbar öfter vor als gedacht. Insgesamt hat sich der Bestand des einst beinahe ausgerotteten Steinmarders in den vergangenen Jahren vervielfacht. Die noch immer unter Artenschutz stehenden Tiere suchen als «Kulturfolger» auch nicht mehr nur Häuser am Siedlungsrand auf, sondern schleichen sich auch in Häuser im Dorfkern oder Stadtzentrum ein.

Nach übereinstimmenden Angaben von Experten und Versicherungsunternehmen haben die Marderschaden an Gebäuden in der Schweiz in den vergangenen Jahren sprunghaft zugenommen, was verdeutlicht, dass man als Hausbesitzer sehr wohl den Marder als Risikofaktor auf dem Schirm haben sollte. Wenn Sie ungebetenen Marder-Besuch bekommen, können im schlimmsten Fall Reparaturkosten in vier- oder fünfstelliger Höhe auf Sie zukommen, die Sie nicht ersetzt bekommen.

Müssen Sie Ihr Haus schützen?

Ob Sie Ihr Haus mardersicher machen wollen, entscheiden Sie selbst. Fest steht: Das vollständige Vergittern der möglichen Zugänge kann sehr aufwändig sein und der Erfolg nicht 100-prozentig garantiert! Wenn Sie aber beispielsweise bereits von Nachbarn gehört haben, dass diese von Marderschäden betroffen sind, empfiehlt sich sicher eine gewisse Prävention. Ganz gleich ob aus baulicher oder versicherungstechnischer Sicht.

Bauliche Vorbeugung

Ein Nachdämmen des Dachs ist selbstverständlich auch möglich, ohne dass der Marder bereits Schaden angerichtet hat. Mit besonders stark verdichtetem Material (Einblasdämmung) machen Sie dem Marder den Zugang nahezu unmöglich und können ganz nebenbei auch noch die Wirkung Ihrer Dämmung verbessern. Wenn Sie noch mehr auf Nummer Sicher gehen möchten, können Sie sämtliche Schlupflöcher des Tieres am Haus abdichten und leichte Zugänge - wie Bäume und Spaliere - entfernen. Bedenken Sie aber immer, dass diese Massnahmen kein vollständiger Schutz gegen Marderschäden sind.

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Marderschaden erkennen

Es gibt meist klare Anzeichen, ob Sie einen ungebetenen Gast auf Ihrem Dachstock haben oder nicht. Das häufigste Schadensbild sind zerrissene Dämmungen im Dach, Lärm und Gestank.

Anzeichen für einen Marder im Haus:

Bild: Ideen Icon
  • sichtbare Frassschäden an der Dämmung (Löcher)

  • ungewöhnliche Geräusche vom Dach (meist abends oder nachts)

  • beissender Uringeruch im Dachstock

  • Teile des Dämmmaterials auf dem Estrich oder unten an der Hauswand

Service von Energieheld nutzen

Haben Sie einen Marderschaden am Haus? Energieheld vermittelt Ihnen erfahrene Fachpartner aus dem Bereich Dämmung und unterstützt Sie somit bei der Behebung des Schadens.


Marderschaden beheben

Bild: Altes Dach mit Schornstein Marder brauchen nur kleine Lücken | © Antranias / pixabay.com CC0

Nach einem Marderschaden wird sich ein Dämmungs-Experte zu Ihnen auf den Weg machen und sich vor Ort einen Überblick über die Situation verschaffen. Er kann feststellen, wie stark die Dämmung beschädigt ist und ob zum Beispiel durch Undichtigkeiten und eingedrungenes Wasser ein Feuchtigkeitsschaden entstanden ist.

In vielen Fällen lässt sich anschliessend die Behebung eines Marderschadens per Einblasdämmung realisieren. Diese Art der Dämmung ist erstens günstig, zweitens sehr effektiv und drittens innerhalb kürzester Zeit umgesetzt. In der Regel werden für die Umsetzung nur ein bis zwei Tage benötigt.

Übliche Kosten

Die Kosten für die Behebung eines Marderschadens durch eine Einblasdämmung variieren unter anderem durch Stärke der Dämmung und die Grösse der zu dämmenden Dach-Innenfläche. Bei Dächern mit einer hinterlüfteten Dämmung - der Standard-Lösung für Häuser mit Baujahr bis 2000 - entstehen für eine Einblasdämmung meist Kosten zwischen CHF 80.– und 100.– pro Quadratmeter inklusive Montage. Durch eventuell nötige Vorarbeiten oder das Einblasen in besonders verwinkelte Konstruktionen können sich die tatsächlichen Kosten allerdings noch erhöhen.

Vorbeugende Massnahmen nach einem Marderschaden

Wenn Sie den Marderschaden an der Dämmung von einem Fachmann beseitigen lassen, wird der auch gleich präventive Massnahmen treffen, damit das Tier nicht nocheinmal Schaden anrichten kann. Bei der Einblasdämmung beispielsweise kommen hochverdichtete Zellulose-Flocken zum Einsatz, die - falls der Marder nochmal einzudringen versucht - die Schleimhäute verklebt. Das Tier weiss dies instinktiv und wird die Zellulosedämmung meiden.

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Tipp: Erweiterte Gebäudeversicherung abschliessen

Bild: Miniatur-Haus mit Unterlagen Gebäudeversicherung | © Wellnhofer Designs / fotolia.de

Sie haben mehrere Möglichkeiten, den zunehmenden Marderschäden schon im Voraus zu begegnen. Falls Sie sich nicht nur baulich, sondern auch finanziell gegen die Folgen eines Marderschadens am Dach absichern wollen, müssen Sie eine entsprechende Versicherung abschliessen. Wichtig: Die einfache Wohngebäudeversicherung reicht nicht aus.

Der Grundschutz deckt in der Regel nur Schäden an Ihrem Haus ab, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstanden sind. Sollen Marderschäden oder viel mehr Tierbiss-Schäden im Allgemeinen inbegriffen sein, benötigen Sie eine sogenannte Deckungserweiterung.

Diese Versicherungen zahlen bei Marderschäden

Es gibt verschiedene Unternehmen in der Schweiz, die Versicherungen gegen Marderschäden am Haus anbieten. In der folgenden Tabelle sehen Sie eine Auswahl.

UnternehmenVersicherung
AXA Winterthur Gebäudesachversicherung mit erweiterter Deckung C5
die Mobiliar Gebäudeversicherung mit Zusatzdeckung «Zusätzliche Gefahren»
Generali Gebäudeversicherung Extended Coverage
GVB Erweiterte Objektversicherung GVB Top
Helvetia Gebäudesachversicherung mit erweiterter Deckung M7
Zürich Zusatzversicherung zur Hausrat- und Gebäudeversicherung und zu Fahrnisbauten

(Quellen: jeweilige «Allgemeine Versicherungsbedingungen» der aufgeführten Versicherer, November 2018)

Bei Fragen zu Konditionen oder weiteren Einzelheiten lassen Sie sich von einem der oben genannten Institute oder von ihrer kantonalen Gebäudeversicherung beraten.

So stellen Sie den Antrag zur Kosten-Erstattung

Um nach einem Marderschaden am Gebäude Leistungen von der Versicherung zu erhalten, müssen Sie einige wichtige Punkte beachten. Fehler können im schlimmsten Fall Ihren Leistungsanspruch gefährden.

  1. Dokumentieren Sie, wenn möglich, den Schaden sorgfältig mit Fotos und Notizen. Es gilt das Motto «Gut dokumentiert ist halb reguliert». 
  2. Melden Sie den Schaden unverzüglich Ihrem Wohngebäudeversicherer! Das geht in den meisten Fällen per Telefon, Brief, E-Mail oder auch mündlich.
  3. Tun Sie nichts, was den Schaden erhöhen könnte und lassen Sie das Schadensbild so, wie Sie es vorgefunden haben. Warten Sie mit eigenen Aufräumarbeiten und Reparaturen, bis ein Sachverständiger des Versicherers seine Freigabe erteilt hat!


Tipp:
Die Fachpartner von Energieheld arbeiten mit den Versicherungen zusammen und können Sie bei der Schadensabwicklung unterstützen. Lassen Sie sich einfach direkt den Kontakt zu einem professionellen Handwerksbetrieb vermitteln.

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Empfehlung von Energieheld

Ein Marderschaden am Dach kann Sie bares Geld kosten! Eine bauliche Prävention, etwa durch Gitternetze, kann hilfreich sein, bietet aber niemals einen 100-prozentigen Schutz. Setzen Sie lieber auf eine fachmännische, auf die Problematik zugeschnittene, Nachdämmung des Dachs und erhöhen Sie Mardersicherheit und Wohnkomfort in einem Schritt.

Mit einer Zellulose-Einblasdämmung ist die Sanierung nicht nur schnell und vergleichsweise kostengünstig erledigt, Sie nehmen dem Marder durch besonders dicht eingeblasenes Dämmmaterial auch die Möglichkeit, sich (nochmals) an Ihrem Eigentum zu vergehen. Energieheld unterstützt Sie gern bei der Planung und Umsetzung einer neuen Dämmung - in Form einer Nachdämmung oder im Rahmen der Schadensbehebung.


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Geschrieben von:
Frank Weber

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4.8 / 5 bei 4 Stimmen

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