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Elektromobilität - effizient, leise und umweltfreundlich

Bild: Der BMW i3 in einem Showroom
Sieht so die Mobilität der Zukunft aus?

Die Elektromobilität gilt als die Fortbewegungsart der Zukunft. Öffentliche Verkehrsmittel werden teilweise schon lange elektrisch betrieben, doch seit einigen Jahren spielt die Elektromobilität auch zunehmend in den privaten Haushalten eine Rolle.

Besonders der Markt für Elektroautos ist seit einiger Zeit im Umbruch. Aktuell sind die Preise für Elektroautos und eigene Ladestationen bereits so niedrig wie nie zuvor. Welche Trends die Automobilindustrie im Hinblick auf Elektroautos verfolgt, wie sich die Lademöglichkeiten in den letzten Jahren gewandelt haben und was die Zukunft der Elektromobilität bereithält, erfahren Sie im Folgenden.


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Allgemeines zur Elektromobilität

Bild: Elektroauto laden

Elektromobilität ist eine Art Sammelbegriff für Fahrzeuge, die mit einem Elektromotor betrieben werden. Was bei öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zügen und Strassenbahnen schon seit mehr als 100 Jahren zur Normalität gehört, hält seit einigen Jahren nun auch Einzug in den privaten Bereich. Das Kernthema der Elektromobilität stellen aktuell Elektroautos dar, aber auch sogenannte E-Scooter und Pedelecs erfreuen sich seit längerem grosser Beliebtheit.

Elektroautos galten lange als Sorgenkind und ihnen wurde vorausgesagt, sich nie durchzusetzen, da ein Auto mit Elektromotor gegenüber einem Verbrennungsmotor augenscheinlich als Schwächling dastand: Zu wenig Leistung, geringe Reichweite und ein komplizierter Lade-Prozess für einen zu schwachen Akku. Dass dies nicht stimmt, wurde in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt und Elektroautos wurden robuster, die Akkus wurden moderner und konnten immer weitere Strecken zurücklegen.

Im Jahr 2020 hat das Elektroauto zwar schon deutlich mehr Akzeptanz erreicht, der direkte Vergleich zeigt allerdings, dass Autos mit Verbrennungsmotor den Markt in der Schweiz weiterhin dominieren. Knapp 30'000 Autos mit elektrischem Antrieb fuhren 2019 auf Schweizer Strassen, 4.6 Millionen Personenwagen waren es insgesamt. E-Autos gelten allerdings als Schlüssel zur Energiewende in der Automobilbranche, da sie potenziell CO2-neutral fahren können. Daher sollen sie massgeblich dazu beitragen, durch Autos verursachte Umweltschäden zu minimieren und den Strassenverkehr insgesamt umweltfreundlicher zu gestalten.

Bild: Eine Infografik über die Neuzulassung von Personenwagen in der Schweiz
Bereits 2019 waren 13 % aller neu angemeldeten Personenwagen reine Elektrofahrzeuge oder Hybrid-Autos

Aktueller Überblick

Im Vergleich zu 2018, als noch nur etwa 19'000 Elektroautos in der Schweiz angemeldet waren, stellt die Anzahl von rund 30'000 E-Autos in 2019 eine Steigerung von gut einem Drittel dar. Die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure «auto-schweiz» geht angesichts der ab 2020 geltenden CO2-Vorschriften davon aus, dass Angebot und Nachfrage von Elektroautos in naher Zukunft stark ansteigen werden. Ab diesem Jahr darf der Kohlendioxid-Ausstoss von Neuwagen nämlich nur noch bei 95 Gramm pro Kilometer liegen, statt wie bisher bei maximal 130 Gramm. Sollte dieses Ziel verfehlt werden, drohen Autoimporteuren sogar Sanktionen.

Alternative Antriebe gewinnen daher im Allgemeinen an Bedeutung. Das zeigt der Marktanteil an Elektro- Hybrid-, Gas- und Wasserstoff-Fahrzeugen. Dieser lag in der Schweiz und in Lichtenstein 2019 erstmals über 13 Prozent. Insgesamt sind 26 rein elektrisch fahrende Modelle mit vier oder fünf Sitzen im Handel erhältlich. In der unteren Tabelle haben wir einige von ihnen aufgeführt. Beachten Sie dabei, dass es sich immer um das günstigste Modell handelt und nur rein elektrisch fahrende Autos berücksichtigt wurden.

Dass die Elektromobilität viel Zukunftspotenzial besitzt, zeigt auch die Entschlossenheit vieler Autohersteller: Für 2020 wurden bereits 36 neue Modelle angekündigt, unter anderem von Audi, Opel, BMW, Fiat und VW.

Die vergangenen Jahre haben bereits gezeigt, dass Hersteller stetig an der Entwicklung der Technologien in Elektroautos arbeiten. Daher ist für kommende Modelle eine weitere Verbesserung in Bezug auf Reichweite, Ladezeiten und Software zu erwarten. Somit könnte 2020 mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schlüsseljahr für Elektroautos werden. Eine gute Alternative zum Verbrenner ist das Elektroauto allerdings schon heute.

Hersteller Elektroauto Reichweite (WLTP) Kaufpreis 2019 immatrikuliert
Tesla Model 3 409 km CHF 44'990 5'028
Renault ZOE 395 km CHF 35'900 1'804
BMW i3 285 km ab CHF 41'300 1'082
Audi e-tron 436 km ab CHF 78'300 683
Nissan Leaf 385 km CHF 38'990 536
Tesla Model X 507 km CHF 101'600 528
Tesla Model S 610 km CHF 101'600 505
Jaguar I-Pace 470 km CHF 86'500 444
HYUNDAI INONIQ 311 km ab CHF 40'990 309
Mercedes-Benz EQC 390 km ab CHF 75'700 152
Mitsubishi i MiEV 105 km ab CHF 75'760 86
KIA e-Soul 452 km ab CHF 38'900 75
Citroen C-Zero 100 km CHF 21'800 26
Peugot iOn 340 km CHF 45'990 18
Hyundai Kona 289 km ab CHF 32'990 -
VW e-Golf 231 km CHF 32'500 -
VW e-UP 225 km CHF 25'600 -

Quellen: Marktübersicht e-mobile.ch, Hersteller, auto-schweiz


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Trends in Sachen E-Mobilität

Bild: Ein Elektroauto mit geöffneten Tankdeckel während der Ladephase
Zukünftig soll sich die Ladezeit von Elektroautos weiter verkürzen

Bemerkenswert an Elektroautos ist nicht nur der heutige technische Stand, sondern vor allem die Geschwindigkeit, mit der Automobilkonzerne an der Weiterentwicklung ihrer Modelle gearbeitet haben. In Anbetracht der heutigen Reichweite, Langlebigkeit und vor allem der Kosten für ein E-Auto, ist die Branche auf einem viel fortschrittlichen Stand als beispielsweise noch im Jahr 2016, in dem gerade mal einige Hundert elektrische Modelle in der Schweiz zugelassen wurden.

Ein eindrucksvolles Beispiel für Langlebigkeit ist der Tesla Model S eines deutschen Elektroauto-Fahrers: Der Vielfahrer brachte den Kilometerzähler seines Tesla Model S auf einen Stand von 1 Million Kilometer. Sein Geheimnis ist laut eigenen Angaben eine schonende Fahrweise und bedachtes Laden.

Allerdings schaffte der Tesla diese Leistung nicht ohne ein paar Reparaturen. Zwei Mal musste der Akku getauscht werden, vier Mal brauchte der Tesla einen neuen Motor. Dies bedeutete für den Tesla-Kunden allerdings keine Unkosten, da das Unternehmen wie viele weitere Hersteller eine Garantie auf ihre Akkus gibt.

Hinsichtlich der Konkurrenz in Sachen alternativer Antrieb müssen sich Konzerne, die auf E-Autos mit Batterie setzen, übrigens wenig Sorgen machen. Autos mit einem Brennstoffzellenantrieb, wie es sie von einigen Herstellern wie Toyota oder Hyundai bereits gibt, gelten als vergleichsweise ineffizient. Diese Autos werden ebenfalls mit einem Elektromotor betrieben, dieser wird jedoch nicht mit Strom aus einer Batterie, sondern aus einem Brennstoffzellen-Tank versorgt. Dies hat den Nachteil, dass Brennstoffzellen zum einen sehr teuer sind und zum anderen in einem Pkw nur einen Gesamtwirkungsgrad von etwa 30 Prozent erreichen. Lithium-Ionen-Batterien sind dagegen günstig und können tatsächlich über 70 Prozent des Stroms verwerten.

Weiterentwicklung von Elektroautos

Bei der Weiterentwicklung von Elektroautos sind Hersteller stets um mehr Reichweite bei gleichzeitig effizienteren und günstigen Akkus bemüht. Der Elektroauto-Hersteller Tesla denkt bei den eigenen Modellen bereits einen Schritt weiter. Das Unternehmen hat es sich auf die Fahne geschrieben, autonom fahrende Wagen zu entwickeln. Schon heute verfügen alle neuen Teslas unabhängig vom Modell über einen Autopiloten, der das Lenken, Beschleunigen und Bremsen unter Berücksichtigung der Autos in derselben Spur übernehmen kann. Autobahnfahrten sollen so ein entspanntes Erlebnis darstellen.

Laut Tesla sollen selbstständig fahrende Autos «in naher Zukunft» Realität werden. Durch Ampel- und Stoppschilderkennung soll ein autonom fahrendes Auto so auch in der Stadt zurechtkommen. Schon heute können Teslas mit der Option gekauft werden, zukünftig zum selbstständigen Fahren fähig zu sein. Sobald die Technologie ausgereift ist, will der Hersteller alle Modelle mit dieser Option per Software-Update zum selbständig fahrenden Elektroauto machen.

Weniger bekannt ist die potenzielle Nutzung eines Elektroautos als Batterie, an der Hersteller arbeiten. Jan-Niclas Viebrock, Leiter Produktmanagement bei den Centralschweizerischen Kraftwerken (CKW) und erfahrener Elektromobilität-Experte erklärt im Interview mit Energieheld: «Das Elektroauto gibt [...] Energie aus den Akkus wieder ab - entweder zur Unterstützung des Hausstromnetzes, also «Vehicle-to-home» oder des öffentlichen Netzes, also «Vehicle-to-grid». Insgesamt geht es in Richtung Vernetzung - etwa im Zusammenspiel mit dem Smart Home». Mehr Informationen und das ganze Interview mit Jan-Niclas Viebrock finden Sie hier.

Wie sehr sich die Branche bereits gewandelt hat, sieht man im Vergleich der Preise für die Lithium-Ionen-Akkus. Ein Elektroauto-Akku kostete 2014 noch CHF 380 pro Kilowattstunde. Vier Jahre später, im Jahr 2018, war der Preis um mehr als die Hälfte auf 89 CHF pro Kilowattstunde gesunken. Nach einer Prognose des Statistikdienstes Statista wird davon ausgegangen, dass der Preis bis 2022 auf 80 CHF pro Kilowattstunde fallen wird.

Bild: Eine Infografik zur Preisentwicklung von Lithium-Batterien
Prognose für 2022 und später: Das Elektroauto wird immer günstiger

Öffentliche Stromtankstellen und Alternativen

Viele Menschen scheuten sich lange vor dem Kauf eines Elektroautos, da sie ein zu wenig ausgereiftes Netzwerk an öffentlichen Ladestationen fürchteten und so Angst hatten, nicht regelmässig genug Reichweite «tanken» zu können. Zum heutigen Zeitpunkt ist das europaweite Ladenetz allerdings bereits gut ausgebaut und die Schweiz alleine verfügt über etwa 6'200 öffentliche Ladestationen. Dabei nimmt vor allem die Anzahl an Schnellademöglichkeiten mit über 22 kW immer mehr zu. Weiterhin wird das Netz zunehmend dichter und Anbieter wollen möglichst schnelle und unkomplizierte Ladelösungen anbieten. Details zum Ladenetz der Schweiz und Informationen darüber, worauf Sie bei der Wahl des Ladeanbieters achten sollten, finden Sie hier.

Wer sich ein Elektroauto anschaffen und zukünftig voll und ganz darauf setzen will, sollte sich in jedem Fall mit einer Lademöglichkeit für Zuhause beschäftigen. Genau wie bei den öffentlichen Ladenetzen entwickelt sich die Technologie hier stetig weiter. Die attraktivste heimische Ladelösung stellt die sogenannte Wallbox dar. Mit ihr laden Sie Ihr Elektroauto schnell und sicher von Zuhause aus. Je nach Modell sind Wallboxen intelligent steuerbar und haben verschiedene Vorteile.

Energieheld bietet Ihnen ein attraktives Angebot für zwei verschiedene Wallboxen, inklusive Installation und Inbetriebnahme, die jedes Bedürfnis bedienen. Auf Wunsch lässt sich eine Wallbox auch mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage verbinden, womit das Elektroauto mit eigenem Sonnenstrom getankt werden kann. Gern beraten wir Sie auch hierzu und vermitteln den passenden regionalen Fachpartner.


Zukunftsperspektiven

Bild: Ein Elektroauto vor einer Supercharger Ladestation von Tesla
Eine Supercharger Ladestation von Tesla

Sowohl die Politik als auch die Automobilindustrie haben sich auf Elektroautos eingeschworen. In Anbetracht der politischen Entscheidungen in der Schweiz und im Rest von Europa sowie dem bereits angekündigten steigenden Angebot an Elektroautos, werden sich Kunden im Bereich Elektromobilität bald über ein noch grösseres Angebot freuen können.

Dies wird auf lange Sicht ausserdem Einfluss auf das Ladenetzwerk haben. Elektromobilität-Experte Jan-Niclas Viebrock sagte hierzu: «Wir werden mehr Ladestationen in Parkhäusern sehen und wohl auch mehr öffentliche Lademöglichkeiten». Somit können Elektroautos in Zukunft noch schneller und an deutlich mehr Standorten geladen werden.

Die Preise für Elektroautos sind bereits jetzt so niedrig wie nie zuvor. Dank innovativer Lademöglichkeiten für den heimischen Parkplatz sind Elektroautofahrer und Besitzer einer Wallbox sogar schon heute unabhängig von öffentlichen Ladestationen. In Bezug auf weitere Innovationen, wie das autonome Fahren bei Tesla oder die allgemeine Weiterentwicklung der Akkupacks, können Autofahrer gespannt sein, wie sich die Lage entwickelt.


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