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Wallbox - professionelle Ladelösung fürs Zuhause

Bild: Eine Wallbox an einer Wand
Eine Wallbox ist optimal zum Laden von Elektroautos

Am schnellsten und sichersten laden Sie Ihr Elektroauto zu Haus mit einer Wallbox. Im Vergleich zur Haushaltssteckdose und öffentlichen Ladestationen kann sie mit einigen Vorzügen punkten.

Welche Modelle es gibt, wie hoch die Anschaffungskosten einer Wallbox sind, wie viel sie im Betrieb kostet und worauf Sie bei der gemeinsamen Nutzung im Mehrfamilienhaus achten sollten, erfahren Sie hier.


Auf dieser Seite


Allgemeines zur eigenen Stromtankstelle

Bild: Zwei Anschlüsse für Elektroautos
Ein universelles Ladesystem für E-Autos

Wer sein E-Auto mit einer eigenen Stromtankstelle aufladen und sich nicht ausschliesslich auf die öffentlichen Ladestationen in der Schweiz verlassen will, hat im Prinzip zwei Möglichkeiten. Einerseits ist es durchaus möglich, den Wagen mit einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose aufzuladen, allerdings ist das aus mehreren Gründen nicht ratsam.

Zum einen dauert das Laden eines Elektroautos über eine normale Steckdose bis zu 15 Stunden, zum anderen kann die hohe Dauerbelastung dazu führen, dass die Sicherung öfter herausspringt und es droht unter Umständen sogar ein Brand durch Überhitzung. Ladevorrichtungen, wie etwa der sogenannte Juice Booster, machen sicheres Laden über die Steckdose zwar möglich, haben allerdings keinen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit.

Es gibt darüber hinaus handelsübliche Adapter, die es möglich machen, mehr Ampere (Stromstärke) aus einer normalen Steckdose zu ziehen als vorgesehen. Diese sind aber seit einigen Jahren in der Schweiz verboten, da sie ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen. Um ein Elektroauto also auch zu Hause gleichzeitig schnell und sicher laden zu können, empfiehlt sich die sogenannte Wallbox, eine speziell für Elektroautos gedachte Ladestation.

Eine Wallbox kann sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich des Hauses an einer Wand installiert werden und eignet sich damit für die Garage wie für Carports gleichermassen und kann auch am angemieteten Stellplatz aufgebaut werden. Technisch betrachtet wird die Ladestation, ähnlich wie bei einem Elektroherd, an einen bestehenden separaten Stromkreislauf angeschlossen. Dadurch kann die Wallbox mit erhöhten Ladeleistungen von 11 bis 22 Kilowatt arbeiten. Als Aufladeverbindung fungiert in der Regel ein Ladekabel mit dem in Europa üblichen Typ-2-Stecker.


Private Ladesysteme im Vergleich

Bild: Ein Ladekabel angeschlossen an ein Elektroauto
Ein E-Auto ist dank Wallbox in wenigen Stunden aufgeladen

Aufladen ist gleich Aufladen? Das gilt beim Thema Elektroauto mitnichten. Denn wie schnell, effizient und ressourcensparend ein E-Auto zu «betanken» ist, hängt unter anderem von der Wahl des privaten Ladesystems ab. Möglich ist das Laden neben der Steckdose auch mit der normalen Wallbox sowie einer öffentlichen Schnellladebox.

Die öffentlichen Ladestationen eignen sich sehr gut für eine schnelle Aufladung unterwegs. Allerdings ist zu empfehlen, den Akku nicht ständig schnell voll zu laden. Lithium-Ionen-Batterien können ihre volle Leistung im Ladebereich zwischen 20 und 80 Prozent abrufen. Hiermit hängt auch zusammen, dass die Ladegeschwindigkeit eines Elektroautos nach dem Erreichen von 80 Prozent Kapazität nachlässt.

Für Zuhause ist die Wallbox eine sehr sinnvolle Ladeoption. Über Nacht kann ein Elektroauto an einer Wallbox sicher vollgeladen werden. Allerdings sollte das Auto danach direkt gefahren werden, damit die Vollladung dem Akku nicht schadet. Auch das Laden an einer Steckdose ist möglich, sollte allerdings keine Dauerlösung sein, da es sehr lange dauert und Steckdosen nicht für starke dauerhafte Belastung ausgelegt sind.

Unter Umständen kann dies sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen. Moderne Haushaltssteckdosen mit einer Spannung von 230 Volt und Sicherungen für 16 Ampere, haben eine Leistung von 3.6 kW. Vereinzelt kann es aber auch vorkommen, dass ältere Steckdosen nur für maximal 12 Ampere ausgelegt sind, wodurch die Leistung auf 2.4 kW reduziert ist. Inwiefern sich die drei genannten Lademöglichkeiten voneinander unterscheiden, welche Leistungsfähigkeit sie besitzen und welche Vorteile und Nachteile es gibt, erfährt man hier.

Bild: Eine Grafik über die Ladegeschwindigkeit von Elektroautos
Mit welcher Lademöglichkeit können Sie das Elektroauto am schnellsten aufladen?

Sicherheit von Wallboxen

Im Vergleich zur Haushaltssteckdose, mit der ein Elektroauto prinzipiell auch aufgeladen werden kann, sind die Wallboxen auf eine hohe Ladeleistung ausgelegt. Während der Aufladevorgang per Steckdose ein Vielfaches länger dauert, besteht dort auch die Möglichkeit, dass die Sicherung des Öfteren auslöst. Sind Sie dann nicht daheim und schalten die Sicherung wieder ein, wird das Auto nicht weiter aufgeladen.

Moderne Wallboxen sind mit einer integrierten Fehlerstromerkennung und einem Lastmanagement ausgestattet, sodass Schäden verhindert werden. So ist schon von vornherein das Risiko minimiert, dass der Schutzschalter (also die Sicherung) auslöst.

Speziell bei einer leistungsstarken 22 kW-Wallbox ist allerdings zu beachten, dass eine Installation unter Umständen nicht möglich ist, wenn der Leitungsquerschnitt zum Haus zu klein ist. Ausserdem muss bei dieser Leistungsstärke vor der Installation die Genehmigung des Netzbetreibers eingeholt werden. Wallboxen bis 11 kW müssen lediglich Ihrem Netzbetreiber gemeldet werden. Dies übernimmt in der Regel Ihr Elektriker für Sie.

Vorteile der 11- und 22-kW-Wallboxen

Schon gewusst?
  • Für schnelles Laden optimiert
  • Auf hohe Dauer-Ladeleistung ausgelegt
  • Fehlerstromerkennung und Lastmanagement minimieren Gefahr von Schäden

Kosten im Überblick

Was die Investitionskosten für die Anschaffung einer Wallbox für ein Elektroauto angeht, liegen diese grob gerechnet bei CHF 700 bis 2‘700. Dies hängt auch von individuellen Vorstellungen und Anforderungen an die private Ladestation ab. Darüber hinaus sollte man berücksichtigen, dass mit dem Kauf an sich die Kosten noch nicht abgedeckt sind.

Schliesslich muss das System durch eine Fachperson installiert werden und ein technisches Anschlussgesuch sowie eine Installationsanzeige beim lokalen Stromanbieter eingereicht werden. Dabei kommt es immer auf die Menge der Anschlussarbeiten an, ob z. B. Mauerdurchbrüche nötig sind oder notwendige Arbeiten im Erdreich anfallen. Hinzu kommen dann noch die Kosten, die pro Ladung ihres Elektroautos (im Jahr ca. 200-mal) anfallen. In der Schweiz betragen diese pro Kilowattstunde aktuell rund 21 Rappen.

Wer die Kosten für das Aufladen eines Elektroautos auf Dauer minimieren und zusätzlich das Eigenheim mit selbstproduziertem Strom versorgen will, sollte neben der Installation einer Wallbox ausserdem über eine Photovoltaik-Anlage nachdenken. Experten bestätigen die Wirtschaftlichkeit einer solchen Massnahme.

Aufladung Tesla Model 3 BMW i3 Renault ZOE
Kapazität 50 kWh 42 kWh 52 kWh
Kosten für eine «Tankfüllung» 10.50 CHF 8.82 CHF 10.92 CHF
Schnellstmögliche Ladezeit (22-kW-Wallbox) ca. 02:20 h ca. 02:00 h ca. 02:30 h

Anschaffung einer Wallbox

Allein auf die Anschaffung bezogen beginnen die Basismodelle mit unter 11 kW Ladeleistung bei etwa CHF 700. Nach oben hin sind die Grenzen zwar nicht offen, allerdings ist die Preisspanne enorm. Sehr gute Ladestationen mit einer Ladeleistung von 22 kWh bekommt man in der Regel für bis zu CHF 2'700 ohne Installation.

Auch bei der Installation der Wandladestation kommt es sehr auf den Anbieter und die individuellen Voraussetzungen des Interessenten an. Dabei besteht die Wahl zwischen einphasigem und dreiphasigem Laden, wobei letzteres die schnellere Variante ist. In der Regel liegen die Preise hierfür zwischen CHF 1’400 und 3’000. Ausserdem ist eine professionelle Installation seitens eines Fachbetriebs ratsam, damit die Inbetriebnahme reibungslos stattfinden kann.

Massnahmen Preise
Kauf 700 - 2'700 CHF
Installation 1'000 - 3'000 CHF
Gesamt 1'700 - 5'700 CHF

Modelle und Varianten

Um einen Eindruck zu vermitteln, welche Vorteile unterschiedliche Wallbox-Modelle mit sich bringen, wollen wir an dieser Stelle einige Wallboxen vorstellen. Den Anfang machen zwei Varianten der Mennekes Elektrotechnik GmbH, die ein weltweit führender Hersteller von Steckersystemen ist. Mennekes wurde insbesondere durch die Entwicklung des in Europa als Norm geltenden Typ-2 Steckers bekannt. Dieser Stecker wird auch von anderen Herstellern wie ABL oder Tesla verwendet und ist bei den meisten Elektroautos Standard.

MENNEKES AMTRON Compact

Eine «klassische» Ladelösung für ein Elektroauto stellt die Wallbox AMTRON Compact dar. Sie ist so konzipiert, dass sie ein möglichst breites Spektrum an Fahrzeugen und Stromnetzen und einphasige wie dreiphasige Ladeleistungen, also 3.7 bis 11 kW gleichermassen bedienen kann. Das fünf Meter lange Kabel mit Typ-2 Stecker ist fest an der Box installiert. Da die AMTRON Compact die Temperatur des Gehäuses misst und dadurch Überhitzungsschutz gewährleistet, ist sie für jede Installation geeignet, egal ob Carport, Garage oder freier Stellplatz.

KEBA Wallbox KEContact P30

Die KEBA Wallbox P30 ist ein gute Alternative, wenn eine Ladestation mit 11 kW oder mehr aufgrund der Leitung nicht installiert werden kann. Die KEBA KEContact aus der e-Series lädt einphasig bis zu 20 Ampere. Mit 4.6 kW (230 Volt) ist sie somit ein gutes Stück schneller und vor allem sicherer als die moderne Haushaltssteckdose. Ein Fehlerstromschutzschalter muss allerdings bei Inbetriebnahme zusätzlich installiert werden. Das mitgelieferte Ladekabel ist 4 Meter lang.

Der Hersteller KEBA bietet auch leistungsfähigere Wallboxen in der b-series mit bis zu 22 kW an. Überdies sind Wallboxen der c-Series von KEBA onlinefähig und mit der x-series können Geschäftskunden ein lokales Ladenetzwerk mit bis zu 15 Wallboxen aufbauen. Dabei ist die KEBA Wallbox P30 in der e-series für Privatkunden allerdings völlig ausreichend und laut dem ADAC-Test von 2018 vor allem sehr einfach zu bedienen.

MENNEKES AMTRON Xtra E 11 / 22 kW

Wer auf eine etwas elegantere Lösung zurückgreifen möchte, sollte die AMTRON Xtra-Wallbox in Betracht ziehen. Diese kann sowohl mit 11 als auch mit 22 kW laden und ist daher für den privaten Gebrauch bestens geeignet. Dank Zugriff und Steuerung per App lässt sich diese Wallbox in eigene Smart-Home-Systeme integrieren und kann intelligent eingebunden werden. Dank integriertem Energiezähler behalten Sie ausserdem immer den Überblick über Ihren Energieverbrauch. Die Wallbox kann zudem mit unterschiedlich langen Kabeln ausgestattet werden, da sie mit einer Ladesteckdose Typ-2 ausgestattet ist. Bei ihr sind die Ladekabel also nicht fest am Gerät installiert.

Ein weiterer Vorteil ist der geeichte digitale Energiezähler und die Charge App zur Autorisierung von Ladevorgängen. Per App können die drei verschiedene Auflademodi ausgewählt und die Zählerwerte abgelesen werden. Dadurch wird die AMTRON Xtra-Wallbox zur idealen Lösung bei gemeinsamer Nutzung, beispielsweise in einem Haus mit mehreren Mietern. Allerdings sollte bei der Installation darauf geachtet werden, dass jeweils ein Fehlerstromschutzschalter und ein Leistungsschutzschalter eingebaut werden, damit der Stromkreis vor Überlastung geschützt wird. Übrigens: Die AMTRON Xtra 22 landete beim ADAC-Test im Jahr 2018 auf Platz 3.

ABL Wallbox eMH1

Die ABL Wallbox eMH1 ist eine weitere «klassische» Ladestation für Zuhause ohne Besonderheiten. Mit einer Leistung von 11 kW, allen nötigen Schutzschaltern und einem mitgelieferten Ladekabel von 5 Metern Länge stellt sie ein Komplettpaket dar. Das Ladekabel ist allerdings fest angebracht und kann nicht nach Bedarf gegen ein Längeres ausgetauscht werden. Ausserdem verfügt die Wallbox weder über einen Energiezähler, noch könnte sie im Bedarfsfall mehr Leistung abrufen. Wer sich also für die ABL Wallbox emH1 entscheidet, sollte absolut sicher sein, dass das Modell für die eigenen Zwecke optimal ist.

WEBASTO Pure

Die WEBASTO Wallbox Pure hat eine einstellbare Ladeleistung von 3.7 bis 22 kW. Sie verfügt über einen Gleichstrom-Fehlerschutz, für Laden mit Wechselstrom muss allerdings ein extra Schutzschalter angebracht werden. Auch WEBASTO gibt den Hinweis, dass die Installation unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden sollte. Dieser kann dabei auch fehlende Schutzschalter anbringen. Das 4.5 Meter lange Kabel mit Typ-2 Stecker ist fest an der WEBASTO Pure montiert.

Tesla Wallbox

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat eine eigene Wallbox auf den Markt gebracht, die für die Modelle Model X, Model S und Model 3 empfohlen wird. Der Model 3, das bisher meistverkaufte Auto von Tesla, lädt an dieser Box mit maximal 11 kW. Pro Ladestunde können 46 bis 65 Kilometer Reichweite generiert werden. Bei der Installation kann die verfügbare Leistung von einem Elektriker ermittelt und die Tesla Wandladestation entsprechend konfiguriert werden. Das Maximum der Ladeleistung beträgt 22 kW.

Laut Hersteller ist die Tesla Wallbox mit verschiedensten Stromnetzen kompatibel und an einer Stromquelle sollen bis zu vier Wallboxen angeschlossen werden können. Die Box kommt ausserdem mit zwei Kabeln in den Längen 2.5 und 7.5 Metern.

Mercedes-Benz Wallbox Home

Mercedes Benz bietet als Hersteller von E-Autos ebenfalls eine eigene Wallbox an. Die Mercedes-Benz Wallbox Home kann mit bis zu 22 kW laden und ist mit einem fest integrierten sechs Meter langen Ladekabel ausgestattet. Ein Fehlerstromschutzschalter FI Typ A, sowie ein DC-Fehlerstromschutz sind integriert. Bei der Auslieferung ist die Wallbox auf einen maximale Ladestrom von 11 kW eingestellt. Sofern es die Voraussetzungen allerdings zulassen, kann der Elektroinstallateur die Leistung auf 22 kW anpassen. Damit ist die Mercedes-Benz Wallbox Home für alle Elektroautos mit Ty-2-Anschluss und vor allem für E-Auto- sowie Plug-In-Hybrid-Modelle von Mercedes geeignet.


Eigene Wallbox zum Festpreis sichern

Gemeinsame Nutzung

Bild: Verschiedene Stecker an einer Wallbox
Können Wallboxen gemeinschaftlich genutzt werden?

Als Mieter ist man bei der Entscheidung für die Anschaffung einer Wallbox in vielen Fällen nicht unabhängig. Beim Einbau einer Ladeinfrastruktur für das Elektroauto hat die Hausverwaltung das letzte Wort.

Daher empfiehlt es sich, wenn sich mehrere Mieter innerhalb eines Wohngebäudes zusammentun, die ein Elektroauto besitzen und auch an der Nutzung von Ladestationen interessiert sind. Zumal das Aufladen von E-Fahrzeugen über die normale Haushaltssteckdose in der Schweiz durch das Verbot des Ladens mit klassischen Strom-Adaptern nicht so einfach möglich ist. Die Autorisierung für die Benutzung kann bei mehreren Bewohnern frei oder per Schlüsselschalter geregelt werden.

Zunächst empfiehlt es sich, gemeinschaftlich an den Vermieter heranzutreten und diesen frühzeitig über das bestehende Interesse in Kenntnis zu setzen. Zudem sollte man darauf vorbereitet sein, dass die Hausverwaltung die erhöhte Auslastung der bestehenden Hausanschlüsse womöglich kritisch sieht. Für diesen Fall gibt es aber Software-Lösungen, die das Lademanagement regeln und dabei die Spitzenlast des Hauses berücksichtigen. Dabei wird die verfügbare Anschlussleistung nach einstellbaren Parametern auf alle verfügbaren Wallboxen verteilt. Damit wird eine Überlastung der Hauptsicherung vermieden.

Die Installation einer solchen Ladeinfrastruktur übernimmt entweder der Mieter selbst oder die Verwaltung. Im zweiten Fall würde die Investitionen über den Mietzins wieder verrechnet werden. Zudem sollte geklärt werden, ob eine gemeinschaftliche oder individuelle Ladestation präferiert wird. Während sich bei der gemeinschaftlichen Variante vor allem eine Schnellladestation anbietet, bei der viele Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit geladen werden können, geht man bei der individuellen Ladestation Nutzungskonflikten aus dem Weg.

In jedem Fall muss die Verteilung der erhöhten Stromkosten geregelt werden. Bei schätzungsweise 200 Ladungen im Jahr kommen pro Auto CHF 400 bis 800 an Zusatzkosten zusammen, die nicht sämtlichen Vermietern aufgebürdet werden können. Dabei empfiehlt sich entweder die Verrechnung des Stromes zu einem Pauschalpreis oder der Einbau eines Zählers. Weitere Fragen, die im Zuge dieses Vorgangs auftauchen, sollten bestenfalls in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten werden.

Checkliste Wallbox für Mieter
Schritt 1 Sprechen Sie sich mit anderen Mietern ab, damit die Anschaffung für Ihren Vermieter möglichst sinnvoll erscheint
Schritt 2 Setzen Sie die Hausverwaltung am besten schriftlich über das Vorhaben in Kenntnis und erklären Sie die Vorteile (attraktivere Immobilie, sichere Lademöglichkeit, Beitrag zur Energiewende etc.)
Schritt 3 Klären Sie die Zuständigkeit für die Installation mit Ihren Mitmietern ab
Schritt 4 Holen Sie ein attraktives Angebot ein und legen Sie es Ihrem Vermieter vor
Schritt 5 Klären Sie die zukünftige Verrechnung der Stromabrechnung bevor die Wallbox installiert wird (z.B. Pauschalpreis oder Stromzähler)
Schrittt 6 Beauftragen Sie einen Fachbetrieb mit der Installtion der Wallbox

Verwendung mehrerer Wallboxen

Wenn mehrere Elektroautos in einem Haushalt geladen werden sollen, ist von der Verwendung einer Steckdose besonders abzuraten, da dies zu Stromausfällen führen kann, wenn zu viel Strom auf einmal gezogen wird. Desweiteren kann der Stecker bei dieser Art der Aufladung einfach gezogen werden, da keine Verriegelung vorhanden ist. Ausserdem kann bei dauerhaft erhöhter Leistung die Sicherung vermehrt herausspringen.

Durch die Verwendung einer Wallbox können diese Gefahren nicht entstehen. Besonders bei mehreren Elektroautos kann eine intelligente Vernetzung mit dem Gebäudesystem durch ein Lastmanagement gewährleistet werden. Bei unterschiedlicher Anzahl an Wallboxen gibt es auch verschiedene Autorisierungs- und Verrechnungsmöglichkeiten.


Empfehlung für Wallboxen

Bild: Auto aufladen in der Garage
Elektroauto bequem mit der Wallbox laden

Wenn Sie konsequent auf E-Mobilität setzen und nicht von öffentlichen Ladestationen abhängig sein möchten, ist eine Wallbox fürs Zuhause zweifellos die beste Option. Abgesehen davon, dass Sie sich damit in Zukunft die Wege zu öffentlichen Stromtankstellen sparen, verlieren Sie auch keine Zeit beim Aufladen Ihres Wagens.

Mit den 11- und 22-Kilowatt-Wallboxen laden Sie ihr Elektroauto ganz bequem über Nacht in der Garage auf, setzen sich am nächsten Morgen ins Auto und machen sich auf den Weg zur Arbeit. Das erhöht die Flexibilität. Ein Vorteil ist, dass man während des Ladevorgangs im Gegensatz zu einer öffentlichen Ladestation nicht die Zeit in der Stadt vertreiben muss, sondern während des Aufladens bequem Dinge daheim erledigen kann. Beachten Sie jedoch, vor Anschaffung einer leistungsstarken 22 kW-Wallbox die Genehmigung bei Ihrem Netzbetreiber einzuholen oder diese von einem Elektriker anmelden zu lassen.

Die Ladestation ist auf die Ladeleistung Ihrer Elektroinstallation abgestimmt und kommuniziert, mit welcher Stromstärke maximal geladen werden kann. Sicherlich wäre das Aufladen auch mit der einfachen Steckdose möglich. Da dies aber bis zu zehn Stunden dauern kann, auf Dauer recht kostenintensiv ist und zudem eine unnötige Dauerbelastung darstellt, sind Sie mit der Wallbox nicht nur schneller (1.5 bis 4 Stunden), sondern auch auf der sicheren Seite. Da die Ladestationen als intelligente An- und Ausschalter zwischen dem Stromnetz und der Ladeelektronik des Autos fungieren, ist das Laden äusserst effizient und das Stromnetz zudem vor Überlastungen geschützt.

Tipp: Durch die Kombination einer Ladestation mit einer Photovoltaik-Anlage erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch und betreiben die Solaranlage damit noch wirtschaftlicher. Durch das Laden von eigenem Solarstrom entlasten Sie zudem die Umwelt.


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