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Haustüren - Arten, Materialien und Preise

Bild: Holzhaustür mit Glaseinsatz
Haustüren mit Verglasung erhellen den Eingang

Sie planen eine Fassadensanierung oder wollen Ihrem Hauseingang einen neuen Flair geben? Der Austausch der Haustür bietet eine gute Möglichkeit, den Hauseingang in neuem Licht erscheinen zu lassen und zusätzlich ein Stück mehr Energieeffizienz zu erreichen. Bevor Sie eine neue Haustür kaufen, sollten aber gewisse Punkte beachtet werden.

Mittlerweile bieten die meisten Hersteller Haustüren in verschiedenen Materialien an. Welche Vorteile und Nachteile die unterschiedlichen Baustoffe von Haustüren haben, welchen Einfluss diese auf den Wärmeschutz haben und mit welchen Preisen Sie beim Austausch der Haustür rechnen müssen, erfahren Sie hier.


Allgemeines über Haustüren

Die Haustür übernimmt mehrere wichtige Aufgaben. Zum einen repräsentiert sie den Hauseingang, soll also möglichst optisch ansprechend sein. Zum anderen bietet sie Schutz vor der Witterung und vor Wärmeverlust und soll nicht zuletzt auch möglichen Einbruchsversuchen oder Vandalismus standhalten. Die ideale Haustür verfügt also über gutes Design, eine solide Dämmung und eine gute Widerstandsklasse.

Damit all diese Punkte optimal aufeinander abgestimmt sind, sollte nicht nur nach einem schönen Türblatt Ausschau gehalten werden. Denn eine Haustür besteht aus mehreren Elementen. Das tragende Element ist der Türrahmen, welcher die Haustür sozusagen mit der Wand verbindet.

Die Verbindung zwischen Türblatt und Türrahmen wird als Türangel bezeichnet. Sie spielt eine besondere Rolle für den Einbruchschutz und sollte daher stabil sein. Ausserdem stellen die Schliesszylinder noch ein wichtiges Element dar. Heutzutage können bis zu neun Türriegel an unterschiedlichen Stellen des Türblattes mit einem Schloss gesteuert werden.



Arten von Haustüren

Bild: Aluminium Haustür von Aussen
Eine Aluminium Haustür von Aussen

Haustüren können aus verschiedensten Materialien hergestellt werden, dementsprechend vielfältig ist die Auswahl. Gängige Varianten sind zum Beispiel Holz, Aluminium, Kunststoff oder eine Verbindung zweier Baustoffe, zum Beispiel Holz-Aluminium oder Stahl-Aluminium.

Ebenfalls beliebt sind Verglasungen im Türblatt. Die verschiedenen Baustoffe bringen unterschiedliche Vorteile und Nachteile mit sich. Welche das sind haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Aluminium Haustüren

Wer auf der Suche nach gut isolierenden Haustüren nach Passivhaus-Standard ist, kann eine Haustür aus Aluminium definitiv in die engere Wahl nehmen. Hochklassige Aluminium-Haustüren erreichen Wärmedämmwerte (U-Wert) von bis zu 0.47 W/m²·K und sind damit quasi unschlagbar, wenn es um den Wärmeschutz geht.

Der sogenannte U-Wert gibt die Wärmemenge an, die durch ein Bauteil in einer Zeiteinheit verloren geht. Je niedriger der U-Wert desto besser der Wärmeschutz. Darüber hinaus sind Aluminium-Haustüren auch sehr stabil, rostfrei und entsprechend langlebig. Trotzdem sind sie dank des Materials sehr leicht.

Der Designauswahl sind in Bezug auf Haustüren aus Leichtmetall fast keine Grenzen gesetzt. Dafür bilden reine Alu-Haustüren die Spitze des Eisbergs, wenn es um die Kosten geht. Preise von CHF 4’000 und aufwärts müssen für eine neue Aluminium-Haustür mindestens eingeplant werden.

Günstiger sind Hybrid-Varianten aus Stahl-Aluminium, die allerdings schlechtere Dämmeigenschaften haben. Wer nach sehr hochwertigen und langlebigen Haustüren Ausschau hält oder eine Sanierung nach Minergie-Vorgaben anstrebt, liegt mit einer Haustür aus Aluminium also richtig.

Haustüren aus Holz

Haustüren aus Holz sind ein Klassiker und seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Optionen. Eine Holz-Haustür in passendem Farbton oder in edler Naturoptik kann ein echtes Aushängeschild für das Eigenheim sein. Holz hat von Natur aus gute Dämmeigenschaften und so erreichen Türen entsprechende Dämmwerte von 1,0 W/m²·K. Beliebte Hölzer für Haustüren sind zum Beispiel Mahagoni, Eiche, Lärche und Sipo.

Ausserdem gilt der nachwachsende Rohstoff als nachhaltig und die massiven Türen sind äusserst stabil. Zudem kann Holz auch mit Aluminium kombiniert werden, was die Vorteile beider Baustoffe hervorhebt.

Dafür muss für eine Haustür aus Holz auch tiefer in die Tasche gegriffen werden. Günstige Holz-Haustüren beginnen bei einem Preis von CHF 3’000, nach oben sind den Kosten keine Grenzen gesetzt. Preise von bis zu 5’000 Franken sind nicht unüblich. Unter Umständen benötigen hölzerne Haustüren nach einigen Jahren eine neue Lasur, sie sind jedoch längst nicht mehr so pflegeintensiv wie es früher der Fall war.

Haustüren aus Kunststoff

Kunststoff-Haustüren sind günstig in der Anschaffung, langlebig und benötigen wenig Pflege. Zudem ist Kunststoff als Material widerstandsfähig und stabil. Sowohl der Rahmen als auch der Türflügel einer Haustür aus Kunststoff sind mit einem Mehrkammersystem ausgestattet. Oftmals sorgt ein PVC-Kern für zusätzlichen Wärmeschutz.

Kunststoff-Haustüren erreichen Dämmwerte von bis zu 1,2 W/m²·K, was gemäss den Richtlinien des Geböudeausweises der Kantone als «gut» bewertet wird, und sind in vielfältigem Design erhältlich. Glaseinsätze und eine individuelle Farbwahl sind problemlos möglich. Haustüren aus Kunststoff bieten sich an, wenn eine grosse Dekorauswahl, Langlebigkeit und ein geringer Pflegeaufwand bei niedrigem Preis gefragt sind.

Holz-Aluminium Haustüren

Die Kombination aus Holz und Aluminium ist nicht nur bei Fenstern eine gängige Lösung, auch für Haustüren funktioniert der Werkstoffverbund hervorragend. Holz-Aluminium-Haustüren bieten einen guten Kompromiss zwischen hochwertigem Design und guter Wärmedämmung. Ein Dämmkern kann den Wärmeschutz zusätzlich erhöhen. Die U-Werte betragen bis zu 0.58 W/m²·K und erfüllen damit leicht den Minergie-Standard.

Die äussere Aluminium-Verkleidung sorgt für eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen die Witterung, sodass die regelmässige Erneuerung der Lasur entfällt. Holz-Aluminium-Türen bewegen sich allerdings ebenfalls im oberen Preissegment. Für eine Haustür aus Holz-Aluminium müssen mindestens CHF 4’000 bis 5’000 eingeplant werden.

Glas-Haustüren

Eine Haustür mit Verglasung bringt die Vorteile einer grösseren Designvielfalt sowie eines angenehm lichtdurchfluteten Hauseingangs. Allerdings kann ein höherer Glasanteil auch zu höheren Kosten führen. Um eine durch das Glas entstehende thermische Schwachstelle zu verhindern, welche die Dämmwirkung der Haustür mindern würde, wird meist ein dreifach Isolierglas verwendet, welches zusätzlich mit Sicherheitsglas verstärkt wird.

Eine noch höhere Sicherheit gewährleistet Verbundsicherheitsglas (VSG), das bis zu 8 Millimeter dick ist. Dieses bindet bei einem Bruch die Glassplitter, die an einer innenliegenden Folie haften bleiben.

Verschiedene Verglasungen und Stile machen eine individuelle Gestaltung des Eingangsbereichs möglich, trotzdem haben Glas-Haustüren eine gute Wärmedämmung, da das Türblatt mit der Verglasung ausgeschäumt wird und sich so optimal Schaum und Glas verbinden, was das Entstehen von Wärmebrücken verhindert. Trotzdem gilt: Je grösser die Glasfläche desto schlechter die Dämmwirkung gegenüber einer unverglasten Haustür.

Material Vorteile Nachteile U-Werte*
Aluminium
  • Widerstandsfähig
  • Witterungsbeständig
  • Stabil
  • Sehr gute Wärmedämmung
  • Kombination mit Holz oder Stahl möglich
  • Hohe Kosten
0.47 W/m²·K
Holz
  • Hochwertiges Design
  • Natürliche» Wärmedämmung
  • Nachhaltig dank nachwachsendem Rohstoff
  • Vergleichwsweise pflegeintensiv
  • Hohe Kosten
1.0 W/m²·K
Kunststoff
  • Günstig in der Anschaffung
  • Pflegeleicht
  • Langlebig"
  • Schlechterer Wärmeschutz
  • Weniger stabil"
1.2 W/m²·K
Holz-Aluminium
  • Widerstandsfähig
  • Witterungsbeständig
  • Benötigen kaum Pflege
  • Guter Wärmeschutz
  • Hohe Kosten
0.58 W/m²·K
Glas
  • Heller Eingangsbereich
  • Individuelle Gestaltung
  • Grosse Glasflächen vermindern die Dämmwirkung
  • Potenziell anfälliger gegen Einbruchsversuche
0.7 W/m²·K**

*Angaben der Hersteller; **Bezogen auf Dreifach-Isolierverglasung, U-Wert der gesamten Tür variiert



Preise für Haustüren

Bild: Holzhaustür in passendem Design
Der Hauseingang bietet Designvielfalt

Grundsätzlich sind Haustüren in allen Preislagen erhältlich. Bei minimalistischer Ausstattung und geringer Wärmedämmung sowie einfachem Design, kann der Preis für eine Haustür unter CHF 1’000 liegen.

Allerdings lohnt es sich, einmalig zu investieren und die Haustür optimal auf die Gegebenheiten anzupassen, sowohl in Bezug auf das Design als auch auf den Wärmeschutz und die Sicherheit. Eine gute Haustür hält in der Regel mehrere Jahrzehnte. Wer günstig kauft, kauft unter Umstände zweimal.

Daher sollten mindestens CHF 1’500 für eine neue Haustür eingeplant werden. Nach oben sind die Kosten wie so oft offen. Moderne Haustüren können mit diversem Zubehör ausgestattet werden. Öffnungsmechanismen mit Elektromotor, Bluetooth-Steuerung, Fingerlesegerät oder Codetaster sind heute keine Seltenheit mehr. Selbst für eine sehr gut dämmende einflügelige Aluminium-Haustür mit Sicherheitsschloss, individuellen Farbgestaltung und Zahlenschloss mit Touchdisplay sollten Sie jedoch nicht mehr als CHF 8’000 ausgeben.

Allerdings beziehen sich diese Kosten auf den reinen Materialpreis. Kosten für die Arbeitszeit des Austauschs einer Haustür sollten ebenfalls mit eingeplant werden. Eine eventuelle Vergrösserung des Wanddurchbruchs, die Entsorgung der alten Tür und schliesslich die Installation der neuen Haustür sind weitere Kostenpunkte.

Material Preis ab*
Aluminium CHF 4'000
Stahl-Aluminium CHF 1'000
Kunststoff CHF 2'000
Holz CHF 3'000
Holz-Aluminium CHF 4'500

*Herstellerangaben, ohne Seitenteil, Glaseinsatz, selbstgewählte Farbe und Zubehör, Standartmass 1'100 × 2'100 mm


Sicherheit und Einbruchschutz

Sicherheit von Haustüren gegen Einbrüche wird über die Prüfnorm SN EN 1627 definiert. Der Einbruchschutz lässt sich in drei Klassen unterteilen: Technisch, baulich und organisatorisch. Die Widerstandsklassen gemäss SN EN 1627 beziehen sich auf den baulichen Einbruchschutz. Insgesamt gibt es sieben Widerstandsklassen, die alle eine unterschiedlich lange Widerstandszeit gegen Einbruchsversuchen gewährleisten.

In der Regel genügt die Widerstandsklasse RC 2, welche eine Widerstandszeit von drei Minuten gegen Gelegenheitstäter bietet. Dies ist für durchschnittliche Wohnbereiche völlig ausreichend. Viele Hersteller von Haustüren bieten gegen Aufpreis auch eine höhere Widerstandsklasse für ihre Produkte an.

Die Sicherheitsklasse RC 3 bietet bereits eine Widerstandszeit von fünf Minuten, Türen der Klasse RC 4 halten auch erfahrenen Tätern mit Werkzeug 10 Minuten lang stand und werden unter anderem in Banken oder Juweliergeschäften eingesetzt.

Neben den baulichen Massnahmen zum Einbruchschutz steigern auch technische Hilfsmittel wie ein Zahlenschloss oder ein Fingerlesegerät die Sicherheit. Allerdings führen auch solche Massnahmen zu höheren Kosten. Letztlich sollte individuell entschieden werden, welche Sicherheitsklasse und zusätzliche Schutzmechanismen nötig sind.



Energieeffizienz der Haustür

Bild: Moderne Aluminium Tür in einer älteren Fassade
Moderne Haustüren lohnen sich fast immer

Wie gut eine Haustür dämmen sollte, kann den Richtlinien des Gebäudeausweises der Katone (GEAK) entnommen werden. Hier werden allgemeine Richtwerte für verschiedene Massnahmen zur energetischen Sanierung definiert. Für Haustüren in bestehenden Gebäuden gilt ein U-Wert ab 1.1 W/m²·K und darunter als «sehr gut».

Laut GEAK gelten U-Werte von Haustüren in Bestandsbauten zwischen 1.1 bis 1.6 W/m²·K als «gut». Neue Häuser müssen allerdings eine Haustür mit 1.0 W/m²·K oder darunter aufweisen, um die Note «sehr gut» zu erhalten. In Neubauten gelten U-Werte zwischen 1.3 ­­und 1.0 W/m²·K als «gut».

Praktisch alle modernen Haustüren erfüllen diese Vorgaben und erreichen U-Werte von mindestens 1.2 W/m²·K. Somit kann eine «gute» Dämmung der Haustür in nahezu jedem Fall erreicht werden.

Aber Achtung: Der alleinige Austausch der Haustür wird nicht zu einer deutlichen Verringerung des Wärmeverlustes führen, solange das Haus über keine ausreichende Dämmung verfügt, beispielsweise durch ein Wärmedämmverbundsystem an der Fassade. Ein Haustürtausch kann allerdings ein guter Anlass dafür sein, auch über die Installation einer Dämmung nachzudenken. Aufeinander abgestimmte Gewerke übergreifende Dämm-Massnahmen sind im Gegensatz zur einzelnen Haustür auch förderbar.


Fazit: Lohnt sich der Austausch der Haustür?

Eine Haustür hat als Bauteil eine relativ lange Lebenszeit. Trotzdem kann es sich aus verschiedenen Gründen lohnen, ein altes Modell auszutauschen. Gegenüber Haustüren, die in Altbauten aus den 1960er oder 1970er Jahren eingebaut wurden, bieten moderne Varianten vor allem einen höheren Komfort und zahlreiche Ausstattungsmöglichkeiten. Schlösser mit Elektromotor, Smartphone-Steuerung oder Codetaster sind heute keine Seltenheit mehr.

Generell sind höhere Widerstandsklassen bei Haustüren heute eher der Standard. Eine höhere Sicherheit sowie besserer Schutz vor Einbrüchen sind bei einer neuen Haustür also quasi garantiert. Ebenso kann es kosmetische Gründe haben, sich für eine neue Eingangstür zu entscheiden. Die Auswahl an verschiedenem Material und Designmöglichkeiten ist vielfältig. Vor allem Aluminium-Türen sind zunehmend beliebt und bieten eine hohe Sicherheit, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und Energieeffizienz gleichermassen.

Auch eine verbesserter Wärmeschutz ist mit dem Einbau einer neuen Haustür quasi garantiert. Allerdings sollte man nicht hoffen, nach der Installation eine deutliche Verringerung des Wärmeverlustes zu erreichen, solange beispielsweise die Fassade noch ungedämmt ist.

Eine energieeffiziente Haustür führt nur im Zusammenhang mit einer sinnvollen Dämmung der entsprechenden Wand beziehungsweise der Fassade zu einer spürbaren Veränderung. Im Gegensatz zum alleinigen Austausch der Eingangstür ist eine umfassende Dämmung zudem durch das Gebäudeprogramm förderbar. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.


In 3 Schritten zur neuen Haustür

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