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Wintergarten in der Schweiz: Formen und Preise in CHF

Wintergarten Wintergarten als Anbau | © KB3 / fotolia.com

Die Sonne auch im Winter geniessen? Mit einem Wintergarten ist das kein Problem mehr! Doch Vorsicht: Es gibt auch einige Dinge zu beachten.

So muss etwa auf die richtige Verglasung geachtet werden. Denn über den Wintergarten soll keine Wärme verloren gehen und er soll auch vor einem Einbruch schützen.

Beachten Sie deshalb unsere Kauf-Tipps für Wintergärten in der Schweiz.

Inhalt

1. Allgemeines 6. Förderung
2. Bauweise 7. Baugenehmigung
3. Material 8. Energieeffizienz
4. Verglasung 9. Fazit
5. Kosten

Allgemeines zum Wintergarten

Bild: Wintergarten Mehr Licht durch einen Wintergarten | © Photographee.eu / fotolia.com

Wer trotz der kalten Jahreszeit die Natur geniessen möchte, für denjenigen ist ein Wintergarten - wahlweise temperiert oder auch nicht beheizt - genau das Richtige. Neben mehr Raum und natürlichem Tageslicht verringert man mit einem Wintergarten sogar den Wärmeverlust des Hauses.

Dieser Anbau, der zu etwa 80 Prozent aus Glasfläche besteht, fungiert nämlich als Speicher für Sonnenwärme. Denn dadurch, dass es im Wintergarten wärmer als aussen und kälter als im Haus ist, entsteht eine Pufferzone, die die Temperaturunterschiede zwischen Haus und Aussenklima ausgleicht.

Aufgrund der grossen Fensterflächen geht natürlich trotzdem mehr Wärme verloren. Dies macht die Auswahl der optimalen Fenster und einen fachmännischen Einbau sehr wichtig. Heutzutage können fast alle Gestaltungswünsche erfüllt werden, da es eine Vielfalt an Materialien, Material-Kombinationen und Profilsystemen gibt.

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Bauarten des Wintergartens

Bild: Ein freistehender Wintergarten

Wintergärten gibt es beheizt und unbeheizt | © andy9999 / fotolia.com

Grundsätzlich kann bei einem Wintergarten zwischen zwei Bauformen unterschieden werden. Die Wahl hängt davon ab, welche Funktion der Wintergarten an Ihrem Haus erfüllen soll. Ein Kalt-Wintergarten ist nicht beheizt und dient zum Schutz vor Regen, Wind und Frost.

Häufig fungiert dieser Wintergarten deshalb als Ort zur Überwinterung von Pflanzen. Zudem kann man diesen Wintergarten im Frühling und Herbst hervorragend als Aufenthaltsraum nutzen.

Bei einem unbeheizten Wintergarten macht man sich den Glashauseffekt zu Nutze, wodurch die Luft im Raum erwärmt wird. Beliebt ist ein Kalt-Wintergarten auch, weil er im Vergleich relativ kostengünstig und leicht zu konstruieren ist. Bei dieser Bauform ist kein Fundament nötig. Der Unterschied zum Wohn-Wintergarten besteht darin, dass hier Heizung und Isolierung fehlen. Nachteilig ist ausserdem, dass er weniger Stabilität bei Sturm bietet und durch ein feuchtes Raumklima Schimmel anfallen kann.

Vorteile Kalt-WintergartenNachteile Kalt-Wintergarten
Kostengünstig Keine Heizung
Kein Fundament nötig Weniger Stabilität (bei Sturm)
Einfache Konstruktion Feuchtes Raumklima (Schimmelbildung möglich)
Nutzung der Sonnenenergie zum Heizen Keine Isolierungen
Platz für Überwinterung von Pflanzen, Gartenmöbeln Im Winter nicht nutzbar
Aufenthaltsraum für Frühling und Herbst
Bild: Ein moderner Wintergarten Ganzjährig nutzbarer Wintergarten | © Wilm Ihlenfeld / fotolia.com

Ein Wohn-Wintergarten - auch bekannt als warmer Wintergarten - ist die beheizte und isolierte Variante. Ganzjährig liegt hier eine Temperatur von mindestens 19 Grad vor, sodass sie den Wintergarten von Frühling bis Winter als Wohnraum nutzen können. Wichtig ist hierbei die Abstimmung von Heizsystem, Dämmung, Belüftung und Beschattung.

Auch das Fundament ist entscheidend. Im Gegensatz zum Kalt-Wintergarten muss die Bodenfläche beim Wohn-Wintergarten frostsicher und gedämmt sein. Zu beachten ist in diesem Zuge auch die Wärmeleit- und Speicherfähigkeit des Bodenbelags.

Empfohlen werden hier meistens Naturstein- oder Keramikplatten, die Wärme speichern und diese bei Abkühlung wieder abgeben. Beide Bauformen können entweder als Anbau oder freistehendes Gebäude konstruiert werden. Wichtig ist, dass man sich mit den baurechtlichen Voraussetzungen auseinandersetzt.

Vorteile Wohn-WintergartenNachteile Wohn-Wintergarten
Ganzjährig als Wohnraum nutzbar Kostenintensiver (Fundament, Bodenbelag etc.)
Schaffung eines neuen Wohnraums
Heizung und Isolation
Weniger/keine Schimmelprobleme
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Material für Ihren Wintergarten

Bild: Fensterrahmen eines Wintergartens Kunststoff, Holz, Alu, Stahl oder Holz-Alu | © trgowanlock / fotolia.com

Um bei einem Wintergarten den Wärmeverlust möglichst gering zu halten, ist die Auswahl des passenden Materials für Ihr individuelles Bauvorhaben wichtig. Auch die gewünschte Optik hat Einfluss auf diesen Punkt. Die Materialien - Holz, Aluminium, Kunststoff und die Kombination aus Holz-Aluminium - haben unterschiedliche Eigenschaften. Die Vorteile und Nachteile der Materialien werden hier kurz dargestellt:

Kunststoff ist sehr günstig und leicht zu reinigen. Dieses Material eignet sich allerdings eher für kleinere Wintergärten, da Kunststoff ab einer grösseren Fläche nicht mehr stabil ist. Ausserdem sollte berücksichtigt werden, dass sich dieses Material bei Hitze leicht ausdehnt. Regelmässige Wartungen sind daher zu empfehlen.

Wenn ein Wintergarten aus Holz gefertigt wird, handelt es sich hierbei um Brettschichtholz. Dies besteht aus drei miteinander verleimten Lamellen. Diese Verarbeitung ist um 80 Prozent tragfähiger und beständiger gegen Hitze. Generell hat Holz eine gute Umweltbilanz, da die Herstellung einfach und das Material zu 100 Prozent recycelbar ist. Von Natur aus hat Holz zudem eine gute Wärmedämmeigenschaft. Nachteilig ist bei einem Holzrahmen allerdings der hohe Pflegeaufwand. Besonders die äusseren Flächen müssen gepflegt und gewartet werden. Im Vergleich zu Kunststoff ist Holz daher teurer.

Noch kostenintensiver ist Aluminium. Ausserdem hat Aluminium schlechte Dämmeigenschaften. Vorteilhaft sind jedoch die Witterungsbeständigkeit, das geringe Gewicht und die Stabilität von Aluminium, die auch grosse Konstruktionen ermöglicht. Möglich ist auch die Kombination aus Holz und Aluminium. Diese zeichnet sich durch Stabilität und weniger Pflegeaufwand aus. Seltener ist die Verwendung von Stahl für den Bau eines Wintergartens. Stahl ist sehr strapazier- sowie tragfähig und liegt eher im unterem Preissegment. Allerdings ist dieses Material anfällig für Korrosion und sollte daher in Form einer Feuerverzinkung, Galvanisierung oder eines Anstrichs behandelt werden.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Fensterrahmen finden Sie hier.

MaterialEigenschaften
Kunststoff Günstig, pflegeleicht, mittlere Stabilität (nur für kleinere Wintergärten geeignet)
Holz Tragfähig, gute Wärmedämmeigenschaft, ökologisch, pflegeintensiv, kostenintensiver
Aluminium Witterungsbeständig, leicht, stabil, schlechte Dämmeigenschaft, kostenintensiv
Holz-Aluminium Weniger Pflegeaufwand, stabil, witterungsbeständig, sehr teuer
Stahl Sehr strapazier- und tragfähig, günstig, anfällig für Korrosion
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Verglasung für einen Wintergarten

Bild: Arten der Verglasung Wärmedämmung bei Fenstern ist wichtig | © www3d / fotolia.com

Ein Wintergarten besteht grundsätzlich zu etwa 80 Prozent aus Glas. Dies macht die Auswahl der richtigen Verglasung sehr wichtig, da bei mangelnder Isolierung sonst viel Wärme verloren geht. Zweifach- oder dreifach-verglaste Fenster können hierbei den Wärmeverlust verringern, wodurch auch Heizkosten gespart werden.

Am U-Wert (Wärmedurchgangkoeffizient) kann die Wärmedämmeigenschaft von Fenstern abgelesen werden. Der U-Wert zeigt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil (hier Fenster) nach Aussen abgegeben wird. Demnach ist die Dämmeigenschaft umso besser, je kleiner der U-Wert ist. Neben der Energieeffizienz sollte ein Wintergarten zusätzlich einbruchssicher und bei Bedarf schallgeschützt sein. Es gibt eine Vielzahl von geeigneten Glastypen für einen Wintergarten. Die Standardvariante ist die Zweifachverglasung (zwei miteinander verbundene Glasscheiben). Energieeffizienter, aber auch kostenintensiver ist die Dreifachverglasung. Wer besonders viel Wert auf eine hohe Wärmedämmeigenschaft legt, verwendet bei dem Bau eines Wintergartens Isolierglas.

Isolierglas verbindet zwei bis drei Glasscheiben, die mit Abstand voneinander getrennt sind. Der Raum zwischen diesen Scheiben wird mit einem Edelgas-Luft-Gemisch gefüllt. Für das Wintergarten-Dach ist Verbundsicherheitsglas vorgeschrieben, damit die Wahrscheinlichkeit eines Glasbruchs verringert wird. Dies kann darüber hinaus auch für die Seitenwände zum Schutz gegen Einbrüche verwendet werden. Glas mit unterschiedlichen Schalldämmungseigenschaften je nach Lärmbelastung kann ebenfalls verbaut werden.

GlastypEigenschaften
2-fach Verglasung Bestehend aus zwei Glasscheiben, Standard
3-fach Verglasung Verbund von drei Scheiben, energieeffizienter und teurer
Isolierglas Mehrere Scheiben verbunden, Zwischenraum mit Edelgas-Gemisch gefüllt
Verbundsicherheitsglas Für das Dach notwendig, verringert Risiko durch Glasbruch
schalldämmendes Glas Bietet sich bei hoher Lärmbelastung an, in verschiedenen Stärken erhältlich

Kosten in der Schweiz

Bei der Kostenkalkulation für einen Wintergarten müssen die folgenden Faktoren berücksichtigt werden: Erstens sind die Materialkosten zu nennen. Darunter fällt das Fundament (ab 3.000 Schweizer Franken) beim Wohn-Wintergarten, der Bodenbelag, die Rahmenkonstruktion, Türen sowie die Wintergarten-Verglasung. Hinzu kommen Installationen gegen Sonne und ein Geländer.

Wird ausserdem Wert auf Energieeffizienz, Einbruchssicherung oder eine bestimmte Optik gelegt, können sich die Kosten erhöhen. Zu berücksichtigen sind ausserdem Lieferung, Montage und Baugenehmigung. Die Kosten der Baugenehmigung unterscheiden sich von Kanton zu Kanton stark. Bei einem Wohnwintergarten müssen auch noch die Betriebskosten dazu gerechnet werden.

Je nach gewünschter Qualität beginnen die Kosten ungefähr bei 20.000 Schweizer Franken. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Im Folgenden haben wir für Sie eine Beispielrechnung für einen Wintergarten mit einer Grösse von 2 mal 3 Meter aufgestellt. Je nach Aufstellort, individuellen Wünschen und Kosten für die Baugenehmigung variieren die Gesamtkosten. Berechnet wurde der folgende Wintergarten aus Durchschnittswerten von bestehenden Angeboten.

Bauteile für 2x3 m WintergartenKosten
Fundament 3.000 CHF
Verglasung 7.000 CHF
Schiebetür 5.000 CHF
Sonnenschutz 4.000 CHF
Geländer 1.000 CHF
Gesamtkosten 20.000 CHF
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Staatliche Förderung in der Schweiz

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es auch bei einem Wintergarten möglich, eine staatliche Förderung in der Schweiz zu erhalten. Dafür muss der Anbau als Modernisierung anerkannt werden. Die Bedingungen und Förderungsmassnahmen variieren zwischen den verschiedenen Gemeinden und Kantonen stark.

Da der Austausch von Fenstern die Wärmedämmung eines Hauses erheblich verbessern kann, wird unter Umständen auch die Sanierung eines Wintergartens beispielsweise im Rahmen des Gebäudeprogramms gefördert. Um das Gebäudeprogramm in Anspruch zu nehmen, gilt es, gewisse Bedingungen zu erfüllen. Diese werden von jedem Kanton individuell festgelegt und unterscheiden sich daher regional stark.

Im Förderbereich Wärmedämmung Fassade, Dach, Wand und Boden liegt ein angeforderter U-Wert von 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K) vor. Auf Wintergärten bezogen, bedeutet dies zudem, dass eine Verbesserung des betreffenden Bauteils (z.B. ein Fenster) von mindestens 0,07 W/m²K vorliegen muss. Bei Erfüllung der zusätzlichen Bedingungen, wie zum Beispiel das Einreichen des Gesuchs vor Baubeginn, kann eine Berechtigung erteilt werden.

Detailliertere Informationen zur staatlichen Förderung erhalten Sie hier.


Vorschriften / Baugenehmigung erhalten

Bild: Baugenehmigung-Antrag Vor dem Bau über Vorgaben informieren | © nmann77 / fotolia.com

Vor dem Wintergarten-Bau ist zu beachten, dass man sich über die baurechtlichen Vorgaben informiert und sich gegebenenfalls eine Baubewilligung einholt. In der Schweiz ist es grundsätzlich verboten ohne Genehmigung zu bauen.

Wenn man einen Bau folglich genehmigen lassen möchte, muss man sich zunächst mit dem Recht des Bundes, des Kantons und der Gemeinde auseinandersetzen. In der Regel sind alle Gebäude mit fester Verbindung zum Boden bewilligungspflichtig.

Im Kanton Zürich beispielsweise erfordern unbeheizte Kleinbauten bis zu einer Grundfläche von zwei Quadratmetern und einer Höhe von 1,5 Metern keine Bewilligung. Dies unterscheidet sich von anderen Kantonen stark. Ausserdem sollte man sich über den Grenzabstand zum Nachbarn informieren.

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Energieeffizienz

Bild: Kinder im Wintergarten Den Wärmeverlust senken | © pahis / fotolia.com

Wie Sie bereits unter dem Punkt Verglasung lesen konnten, hängt die Energieeffizienz beim Wintergarten stark von der Art der Verglasung ab.

Ebenso hat der Rahmen einen grossen Anteil an der Isolierung. Prinzipiell kann die Senkung des Wärmeverlusts mit jedem Rahmenmaterial erreicht werden.

Bei der Verglasung sollte mindestens eine Zweifach-Verglasung gewählt werden. Besser wäre noch eine Dreifach-Verglasung oder Isolierglas. Bei einem Wohn-Wintergarten sollten zusätzlich Überlegungen zur Heizung angestellt werden.

 


Fazit zum Wintergarten

Ein Wintergarten bringt viel Sonnenlicht und ein Stückweit Natur in Ihr Wohnhaus. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen beheizten und unbeheizten Wintergärten. Beheizte Wintergärten dienen oft als Erweiterung des Wohnraumes und sind teurer in der Anschaffung. Die preisgünstigeren unbeheizten Wintergärten dienen vor allem als Witterungsschutz und zur Überwinterung von Pflanzen.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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