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GEAK - Der Gebäudeenergieausweis der Kantone

Bild: GEAK - alles zum Gebäudeenergieausweis Was ist der GEAK? | © Monkey Business / fotolia.com

Will man in der Schweiz energetische Sanierungen an seiner Immobilie durchführen, stösst man früher oder später auf den Gebäudeenergieausweis der Kantone, kurz GEAK.

Doch was hat es mit diesem Ausweis auf sich? Welchen Nutzen zieht der Besitzer eines Gebäudes aus diesem Dokument und hilft der GEAK vielleicht sogar beim Geld sparen?

Inhalt

1. Allgemeines 5. Kosten & Beteiligung
2. Inhalt des GEAK 6. Förderung mit GEAK
3. Die Energieetikette 7. Fazit
4. Das GEAK-Dokument
Über den Geak informieren und Gebäudeausweis erhalten

Was ist der GEAK?

Bild: Gebäudeenergieausweis (GEAK)Gebäudeenergieausweis | © Umwelt und Energie, Luzern

Der GEAK ist der Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er ist zwar keine staatliche Institution, aber offiziell anerkannt. Seine technische Grundlage stellt die SIA-Norm 380/1 dar. Diese ist die an die europäische Norm SN EN 832 angepasste Schweizer Grundlage für den wirtschaftlichen Einsatz von Heizenergie im Hochbau.

Aufgabe des GEAK ist es, Auskunft über den energetischen Ist-Zustand eines Gebäudes zu geben und das Potenzial einer energetischen Sanierung festzustellen. Auf seiner Grundlage können Immobilienbesitzer und Baufirmen effizient Massnahmen planen.

Durch die schweizweit vereinheitlichte Norm ist es möglich, Gebäude zu vergleichen und Standards festzulegen. Diese Standards bieten auch eine Grundlage für staatliche Förderung. Diese Förderung findet in der Schweiz über das Gebäudeprogramm statt. Dieses wiederum ist nicht verpflichtend einheitlich für alle Kantone, sodass nur sieben Kantone gezielt die Sanierung oder Neubau nach GEAK-Standard fördern.

Den GEAK darf nur ein zertifizierter Experte (Energieberater) ausstellen, der den Bau eingehend prüft und die Spezifika in einem Bericht festhält. Dieser Bericht ist bei bestehenden Gebäuden zehn Jahre lang gültig, bei Gebäuden in der Planung wird er provisorisch für drei Jahre erstellt.

Eine Ergänzung zum grundlegenden Gebäudeenergieausweis stellt der umfangreichere GEAK Plus dar. Dieser Beratungsbericht ist in gewisser Hinsicht «der rote Faden» für jede Gebäudemodernisierung. Der GEAK Plus fasst für Sie konkrete Massnahmen für die energetische Modernisierung zusammen. Zu den Leistungen gehören darüber hinaus die folgenden Aspekte: Die unterschiedlichen Massnahmen werden individuell für Sie aufgestellt und priorisiert.

Ganz nach Ihren Zielen reicht der Beratungs-Service von der Planung minimaler Massnahmen bis hin zu umfassenden Projekten nach Minergie-Standard. Auch zur konkreten Umsetzung werden Sie beraten. Welche Ausgaben für Sie entstehen und wann sich diese Investition amortisiert, wird im Bericht berechnet. Zudem berät Sie ein Experte, welche Förderung Ihnen zusteht und welche Modernisierungsmassnahmen sich in Ihrer Situation am meisten lohnen.

Grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet einen GEAK Plus zu beantragen. In einigen Kantonen ist dieser Bericht aber mittlerweile für den Erhalt von Fördergeldern Voraussetzung. In diesen Kantonen beginnt die GEAK Plus-Pflicht ab einer Förderung von CHF 10'000..


Inhalt des GEAK

Bild: Energieetikette Sieben Stufen der Energieetikette | © made_by_nana / fotolia.com

Ziel des GEAK ist es den energetischen Ist-Zustand, beziehungsweise die Energieeffizienz einer Immobilie darzustellen. Die zugrundeliegende Frage dabei ist: Wie viel Energie benötigt ein Gebäude unter Normbedingungen an Heizenergie pro Jahr und Quadratmeter und woher kommt diese Energie?

Auf diesen virtuellen Wert nehmen verschiedene Faktoren Einfluss. Wie gut ist ein Gebäude gedämmt? Dabei interessiert nicht nur die Wärmedämmung von Fassade, Boden und Dach, sondern auch die Qualität der Fenster.

Gleichfalls werden Wärmebrücken in die Berechnung mit einbezogen, die vor allem durch eine schlecht optimierte Bauform, falsch eingesetzte Fenster und Balkone entstehen. Sekundär, das heisst nur für die obersten Bewertungen interessant, ist der Einsatz erneuerbarer Energien wie Wärmepumpe oder Photovoltaik. Für sanierte Altbauten sind diese Kategorien aber allein von der Dämmung her kaum zu erreichen.


Die Energieetikette

Die Energieetikette stellt die Skala dar, nach welcher der GEAK Immobilien bewertet. Diese Skala ist siebenstufig und reicht von G (Altbau, nicht oder nur sehr schlecht gedämmt) bis hin zu A (exzellente Dämmung und Einhaltung ökologischer Höchststandards). Die meisten Gebäude in der Schweiz befinden sich irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Die staatlichen Vorschriften für Neubauten nach SIA-Norm 380/1 schreiben für Neubauten in der Schweiz Werte vor, die der Stufe B der GEAK-Skala entsprechen.

GEAK-WertEffizienz Gebäudehülle Effizienz gesamt
A bestmögliche Wärmedämmung, Dreifach-Wärmeschutz verglaste Fenster bestmögliche Gebäudetechnik für Wärmeerzeugung und Beleuchtung, Nutzung erneuerbarer Energie
B Neubaustandard der Schweiz, sehr gute Wärmedämmung Neubaustandard Gebäudetechnik, Nutzung erneuerbarer Energie
C vollsanierte Altbauten Vollsanierung der Gebäudetechnik und nach Möglichkeit Einsatz erneuerbarer Energie
D gute Wärmedämmung, verbleibende Wärmebrücken weitgehende Sanierung, Verbesserungspotenzial, keine erneuerbare Energie
E verbesserte Dämmung, inklusive Wärmeschutz-Fenster Teilsanierung, neue Heizung, eventuell modernisierte Gebäudetechnik
F teilweise gedämmte Altbauten sanierte Einzelteile, Austausch veralteter Technik
G keine oder lückenhafte Wärmedämmung, grosses Verbesserungspotential Altbauten ohne Sanierung, veraltete Technik, grosses Verbesserungspotential

Das GEAK-Dokument

Bild: GEAK-Dokument Bewertung der Immobilie | © deagreez / fotolia.com

Dieses dreiseitige Dokument stellt die physische Ausprägung des GEAK dar. Auf diesen hält der zertifizierte Experte alle Spezifika, die das Gebäude betreffen und den daraus resultierenden Wert auf der GEAK-Skala fest.

Gleichzeitig stellt er auf dem Dokument eine Empfehlung aus, welche Massnahmen für die konkrete Immobilie sinnvoll wären und bezieht dabei nicht nur Bausubstanz, sondern auch Nutzerverhalten und äussere Umstände mit ein.

Dies soll Immobilienbesitzern ermöglichen gezielt zu planen, ob und wenn ja welche Massnahmen sie in welcher Reihenfolge angehen möchten. Wenn Sie an der Erstellung eines GEAK zur Ermittlung Ihres Sanierungspotentials interessiert sind, können Sie dafür über unsere Plattform passende Energieberater finden.

Über den Geak informieren und Gebäudeausweis erhalten

Kosten und kantonale Beteiligung

Der GEAK Plus liegt preislich bei etwa CHF 2'100.. Die unabhängige Energieberatung vor Ort kostet ungefähr CHF 130. pro Stunde. Je zeitlich und technisch aufwendiger eine Beratung ist, desto kostenintensiver wird die Erstellung des Energieausweises.

Der Erwerb eines GEAK Plus wird von zahlreichen Kantonen unter dem Stichwort «indirekte Massnahme» oder «Energieberatung» gefördert. Die finanzielle Unterstützung gibt es allerdings meist nur, wenn eine Massnahme aus dem zugehörigen Beratungsbericht auch tatsächlich umgesetzt wird.

In den folgenden Kantonen stehen grundsätzlich Fördermittel für den GEAK Plus bereit:

KantonFörderbeitrag EFHFörderbeitrag MFH
Aargau CHF 800 
CHF 1'100
Bern CHF 1'000
CHF 1'500
Basel Landschaft CHF 1'000 CHF 1'500
Basel Stadt CHF 1'000 CHF 1'500
Glarus CHF 1'000 CHF 1'000
Luzern CHF 800 CHF 1'100
Nidwalden bis CHF 1'500
(max. 50%)
bis CHF 1'500
(max. 50%)
Obwalden CHF 1'000 CHF 1'000
Schaffhausen bis CHF 1'000
(max. 50%)
bis CHF 1'500
(max. 50%)
Solothurn CHF 1'000
(max. 50%)
CHF 1'500
(max. 50%)
Schwyz CHF 800 CHF 1'100
Thurgau CHF 1'000
(max. 60%)
CHF 1'500
(max. 60%)
Uri CHF 1'500 CHF 1'500
Zug CHF 1'500 CHF 1'500
Zürich CHF 300
CHF 300

(Quelle: Publikationen der einzelnen Kantone, April 2019)


Fördermassnahmen mit GEAK

Der GEAK stellt selbst keine Förderung in irgendeiner Form zur Verfügung, weder auf Bundes- noch auf kantonaler Ebene. Wohl aber ist der GEAK-Standard neben dem Minergie-Standard einer der beiden Standards, auf die im Gebäudeprogramm der Schweiz Bezug genommen wird. Dieses Programm des Bundes stellt Richtlinien für eine kantonale Förderung auf und unterstützt die einzelnen Kantone mit Zuschüssen in Millionenhöhe.

Förderung beantragen

Um eine Förderung zu beantragen, die auf dem GEAK basiert, ist es zunächst wichtig zu wissen, in welchen Kantonen dies möglich ist. Aktuell (Stand 2019) werden solche, im Gebäudeprogramm vorgesehenen Massnahmen in neun deutschsprachigen Kantonen gefördert. Wie bei jeder Förderung in der Schweiz ist es wichtig daran zu denken, dass der Antrag vor dem Beginn der Bauarbeiten gestellt werden muss!

Beschreibung der MassnahmeNummerVerfügbarkeit nach Kantonen
Verbesserung GEAK-Klasse Gebäudehülle und Gesamtenergieeffizienz M-10 BE, FR, VS
Umfassende Gesamtsanierung mit GEAK M-13 AI, AR, BE, BS, BG, SH, TG
Neubau/Ersatzbau GEAK A/A M-17 AI, FR, VS

(Quelle: Publikationen der einzelnen deutschsprachigen Kantone, April 2019)


Fazit zum GEAK

Der GEAK zeigt den energetischen Ist-Zustand des Gebäudes auf und ist in die zwei Kategorien, Effizienz der Gebäudehülle und Effizienz der Gesamtenergie, unterteilt. Die Beurteilung erfolgt anhand einer Skala von A bis G, analog zu Energieeffizienzklassen von Fahrzeugen oder Haushaltsgeräten.

Neben dem GEAK gibt es noch den detaillierteren GEAK Plus, welcher konkrete Empfehlungen zu Massnahmen gibt, inklusive derer Kosten und der Energieeinsparung. Besonders bei der Planung einer Gesamtsanierung macht ein GEAK Plus Sinn. In vielen Kantonen ist es Pflicht, ab einem gewissen Volumen von Fördermitteln, einen GEAK Plus erstellen zu lassen.

Als Hausbesitzer profitieren Sie davon, dass sie dort investieren, wo Sie den grössten Nutzen erzielen. Energieheld hilft Ihnen dabei diese Stellen zu identifizieren. Erfahren Sie mehr über unser Angebot und planen Sie Ihren GEAK Ausweis mit unseren Energieberatern. 


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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