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Heizungen und Heizungs-Ersatz in der Schweiz - ein Überblick

Bild: Heizung - Informationen für die Schweiz Heizungen - ein Überblick | © weixx / fotolia.com

Sie ist das Herzstück des Hauses: Die Heizung. Doch welche Heizung ist die richtige für mich und was muss ich beachten? Und wie kann ich von Förderungen profitieren?

Mit einer neuen Heizung können Sie über 50 Prozent der Energiekosten zum Heizen sparen. Zudem können Sie von attraktiven Förderungen für erneuerbare Heizsysteme profitieren.

Dies spricht in den meisten Fällen für den Einsatz von erneuerbaren Heizungen. So können Sie nicht nur Geld sparen, sondern leisten auch Ihren Beitrag zur Energiewende.

Inhalt

1. Einleitung 5. Heizkosten sparen
2. Alle Heizungen 6. Ersetzen (Kosten)
3. Förderung 7. Zusammenfassung
4. Welche Heizung?

Neue Heizung in der Schweiz - inklusive Förderung


Allgemeines zu Heizungen in der Schweiz

In der Schweiz werden Heizungen ganzjährig genutzt, um Warmwasser zu erhitzen und um im Winter auch die Räume in Gebäuden zu erwärmen. Ganz klassisch kommen dabei viele Ölheizungen und Gasheizungen zum Einsatz, aber auch Wärmepumpen, Pelletheizungen, Hackschnitzelheizungen oder Holzheizungen werden genutzt.

Etwas ausgefallener sind Solarthermie-Anlagen, die Sonnenstrahlen in Heizwärme umwandeln. Der Trend bezüglich des Heizsystems geht klar weg von fossilen Brennstoffen in Richtung erneuerbarer Energieträger.

Bild: Infographik Energieträger für Heizungen Die Anteile der Heizungen in der Schweiz von 1990 bis 2017 | © Energieheld

Neue Heizung in der Schweiz - inklusive Förderung


Übersicht: Diese Heizungen gibt es in der Schweiz

Auch in der Schweiz hat man natürlich Zugriff auf alle technischen Spielarten einer modernen Heizung. Es sind jedoch nicht alle Varianten gleich stark verbreitet oder gefragt. Besonders Elektroheizungen bieten zwar die Möglichkeit, ein Haus ohne viel Zubehör zu beheizen, aber aufgrund schlechter Wirkungsgrade und hoher Heizkosten zählt diese Bauart eher als Nischenprodukt.

HeizungBeschreibungPerspektive / Zukunftsfähigkeit
Wärmepumpe Heizt mit Erdwärme oder Umgebungsluft, besonders für Neubauten und Altbauten zu empfehlen Sehr zukunftsfähig, da erneuerbare Energien eingesetzt werden
Ölheizung Verbrennt Öl, starke Preisschwankungen Wenig zukunftsfähig, langfristig teuer
Gasheizung Verbrennt Gas, sehr sauber Mittelfristig noch sinnvoll, geringe Umweltbelastung, nicht erneuerbar
Etagenheizung Kleine Heizung für Wohnung, verbrennt meist Gas Siehe Gasheizung
Pelletheizung Verbrennt gepresste Holzstücke, erneuerbare Energie Gute Lösung, wenn ausreichend Wärmebedarf vorhanden, Holz wächst nach
Hackschnitzelheizung Verbrennt gehäckseltes Holz, besonders für Industrie geeignet Siehe Pelletheizung
Stückholzheizung Verbrennt ganze Holzscheite, muss manuell beschickt werden Mit manueller Beschickung nur in Einzelfällen sinnvoll, trotzdem erneuerbare Energie
Elektroheizung Keine Zentralheizung, hohe Heizkosten, nur partiell erlaubt Sollte vermieden werden
Infrarotheizung Zählt zu Elektroheizungen, Heizkosten marginal geringer als bei normalen E-Heizungen Sollte vermieden werden
Blockheizkraftwerk Erzeugt Strom und Wärme mit "Motor", eher für Gewerbe geeignet Wird Nischenprodukt bleiben, nur mit Biogas umweltfreundlich
Brennstoffzelle Erzeugt Strom und Wärme aus Erdgas, noch sehr teuer Sinnvolle Lösung, wenn Preise sinken
Solarthermie-Anlage Wandelt Sonnenstrahlen in Heizwärme um Gute Ergänzung zu allen anderen Heizungen

Neue Heizung in der Schweiz - inklusive Förderung


Förderung für Heizungen in der Schweiz

Für viele neue Heizungen gibt es in der Schweiz verschiedenste Zuschüsse. Eine komplette Übersicht zur Heizungs-Förderung würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Häufig ist es am einfachsten, sich am eigenen Kanton zu orientieren und auf der jeweiligen Webseite zu schauen, welche Heizungen gefördert werden.

Andersherum ist es meist deutlich komplizierter, ausgehend von einem bestimmten Heizungs-Typ alle Kantone zu finden, die diese spezielle Bauart fördern. Grundsätzlich sollten Sie immer davon ausgehen, dass es hauptsächlich für erneuerbare Energien Förderung gibt. Neue Öl- oder Gasheizungen erhalten meist nur über Umwege einen Zuschuss. Bei unseren Angaben beziehen wir uns auf das aktuelle Gebäudeprogramm der Schweiz und auf das Harmonisierte Fördermodell HFM 2015 der Kantone (Stand: August 2018).

Kanton (Beispiel) HeizungFörderung
Basel-Landschaft Luft-Wasser-Wärmepumpe 2.000 CHF + 100 CHF / kW
Sole-Wasser- / Wasser-Wasser-Wärmepumpe 3.000 CHF + 200 CHF / kW
Gasheizung nur in Verbindung mit Solarthermie
Pelletheizung 3.000 CHF
Bern Luft-Wasser-Wärmepumpe bis 20 kW: 4.500 CHF
ab 20 kW: 3.500 CHF + 50 CHF / kW
Erdwärmepumpe / Wasser-Wasser-Wärmepumpe bis 20 kW: 6.000 CHF
ab 20 - 500 kW: 2.400 CHF + 180 CHF / kW
ab 500 kW: 42.400 CHF + 100 CHF / kW
Gasheizung nur in Verbindung mit Solarthermie
Pelletheizung ab 4.500 CHF
(Quelle: Publikationen der einzelnen Kantone, August 2018)

Neue Heizung in der Schweiz - inklusive Förderung


Welche Heizung in der Schweiz wählen?

Bild: Pellets als ökologische Alternative Die Pelletheizung ist eine gute Alternative | © tchara / fotolia.com

Welche Heizung Sie wählen sollten, hängt immer massgeblich vom Zustand Ihres Hauses ab. Aber auch die Preisentwicklung der Rohstoffe, das vorhandene Wärmeverteilsystem, die persönlichen Präferenzen, und regionale Vorschriften nehmen Einfluss auf die Wahl der idealen Heizung.

Für Neubauten ist eine Wärmepumpe fast schon eine Pauschallösung, aber auch Gasheizungen in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage können zumindest mittelfristig für viele Neubauten empfohlen werden.

Noch besser ist hier aber eine Kombination mit einem Wärmepumpen-Boiler, da er im Gegensatz zu einer Solarthermie-Anlage nur sehr geringe Anschaffungskosten verursacht und in allen Gebäuden - egal welcher Sanierungszustand - effizient arbeitet. Im Altbau wird die Suche nach der "richtigen" Heizung schon etwas komplexer. Hier muss auch immer berücksichtigt werden, ob in naher Zukunft auch gedämmt werden soll. Reduziert sich der Wärmebedarf, kommen nämlich andere Heizungen und auch andere Leistungsklassen in Frage.

Schon nach 15, spätestens aber nach 20 Jahren lohnt sich die die Investition in eine neue Heizung. Selbst wenn nur die alte Gasheizung durch eine neue Brennwert-Anlage ersetzt wird, reduzieren sich die Heizkosten meist schon um 15 Prozent (in Einzelfällen auch 30 Prozent). Auch Kombinationen mit einem Wärmepumpen-Boiler oder einer Solarthermie-Anlage sind häufig zu empfehlen. Wenn die technischen Voraussetzungen (genügend grosse Wärmeabgabeleistung der Radiatoren, Vorlauftemperatur usw.) gegeben sind, macht der Einbau einer Wärmepumpe auch in einem weniger gedämmten Altbau durchaus Sinn.

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dann sind besonders Pelletheizungen zu empfehlen. Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe oder Pelletheizung sind höher als bei einer Öl- oder Gasheizung. Über die Laufzeit lassen sich erneuerbare Systeme aber gut amortisieren, da die Kosten für den Betrieb tiefer sind. Falls eine Gasheizung eingebaut wird kann die Anlage zum Beispiel mit einem Wärmepumpen-Boiler oder einer Solarthermie-Anlage zur Warmwasser-Bereitung problemlos kombiniert werden.

Gebäude Empfohlene Heizung
Neubau Wärmepumpe + Photovoltaik
Altbau gedämmt Wärmepumpe + PV, Gasheizung (+ Solarthermie), Pelletheizung
Altbau ungedämmt Wärmepumpe + PV, Pelletheizung, andere Holzheizungen, Gas + Solarthermie
Bild: Grafik welche Heizung zu welchem Sanierungszustand des Hauses passt Welche Heizung sollten Sie wählen? | © Energieheld

Neue Heizung in der Schweiz - inklusive Förderung


Heizkosten sparen

Bild: Heizkosten sparen Bares Geld sparen | © Schlierner / fotolia.com

Heizkosten kann man auf viele Arten sparen, ohne dass das ganze Haus saniert werden muss. Die hier gegebenen Tipps sind natürlich nur ein kleiner Anfang und können eine echte Sanierung mit Dämmung und Heizungs-Ersatz natürlich nicht ersetzen.

Die einfachste Lösung, um Heizkosten zu sparen, ist natürlich ein bewussterer Umgang mit der eigenen Heizung oder der Einbau von Smart-Home-Systemen zur Heizungs-Überwachung. Wird nicht unnötig viel geheizt, wenn Sie überhaupt nicht zu Hause sind, dann lassen sich schon einige Franken pro Jahr sparen.

Darüber hinaus sollte selbst eine bereits installierte Heizung hinsichtlich technischer Standards überprüft werden. Wichtige Fragen sind dabei: Wurde ein hydraulischer Abgleich durchgeführt, sind die Heizungsrohre gedämmt und ist die Taktung optimal eingestellt?

Auch beim korrekten Lüften lässt sich einiges an Geld sparen. Idealerweise sollte immer nur kurz stossgelüftet werden, um keine Energie zu verschwenden. Ein No-Go sind Fenster auf dauerhafter Kippstellung (auch hinsichtlich des Einbruchschutzes). Ist die aktuelle Heizung total veraltet, dann helfen jedoch auch die besten Spar-Tipps nicht mehr viel. Wer frühzeitig in neue Technik investiert, spart unterm Strich das meiste Geld. Bereits nach 15 bis 20 Jahren lohnt sich häufig schon ein Austausch der bestehenden Heizung.

Massnahme Beschreibung
Bewusst heizen Heizung bei Abwesenheit herunterdrehen, wärmer anziehen
Smart-Home-Systeme installieren Smarte Heizungs-Steuerung per App einbauen
Hydraulischer Abgleich, Taktung prüfen, Heizungsrohre dämmen Bestehende Heizung optimal einstellen
Richtig lüften Kurz stosslüften, Kippstellung vermeiden
Wärmepumpenboiler installieren Stellt sehr günstig Warmwasser zur Verfügung
Dämmung anbringen Besonders am Dach sehr kosteneffektiv
Neue Heizung installieren Lohnt sich fast immer bei 20 Jahre alten Heizungen
Energieträger wechseln Mit erneuerbaren Energien kann man bis zu 50 % der Energiekosten sparen

Neue Heizung in der Schweiz - inklusive Förderung


Heizung ersetzen: Welche Kosten entstehen (CHF)?

Der Austausch einer Heizung ist auch in der Schweiz erst einmal mit gewissen Investitionskosten verbunden. Beim Kauf entstehen je nach Heizungs-Typ meist Kosten ab 22.500 Schweizer Franken für eine günstige Gasheizung und ab 32.000 Schweizer Franken für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Was sich erst einmal nach viel Geld anhören mag, ist unterm Strich gar nicht mehr so viel.

Auf eine Mindestlaufzeit von 20 Jahren bezogen, sind moderne Heizungen besonders im laufenden Betrieb viel günstiger als ihre älteren Pendants. Abhängig von den Rahmenbedingungen hat sich der Kauf einer neuen Heizung trotzdem erst nach 13 bis 18 Jahren amortisiert. Rein energetisch würde sich eine neue Heizung damit häufig nur knapp bezahlt machen - es darf jedoch nicht vergessen werden, dass auch viele Heizungen nach 20 Jahren altersbedingt ohnehin ausgetauscht werden müssen.

Beim Vergleich verschiedener Systeme sollte daher hinsichtlich der Amortisationsdauer ein Austausch von defekten Anlagen als Grundlage herangezogen werden. Stellt man hier verschiedene Heizungen gegenüber, wenn beispielsweise eine alte Elektroheizung ersetzt wird, dann ist eine Wärmepumpe fast immer die günstigste Heizung und hat sich im Vergleich zu den Kosten einer neuen Ölheizung (inklusive Installation Heizöltank und Kaminanpassung) bereits nach 4 bis 6 Jahren amortisiert. Anders als bei vielen Anschaffungen des täglichen Lebens hat das Ersetzen einer alten Heizung also tatsächlich einen wirtschaftlichen Charakter. Ein neues Sofa kostet beispielsweise immer nur Geld und wird sich nie amortisieren. Bei einer neuen Heizung können Sie hingegen ziemlich genau berechnen, nach wie vielen Jahren sich die Investitionskosten bezahlt gemacht haben.

Weitere Tipps finden Sie auch in unserem Experten-Bereich für neue Heizungen.


Zusammenfassung

Viele Hausbesitzer beschäftigen sich mit dem Thema Heizungs-Ersatz erst, wenn der Winter bereits vor der Tür steht. Doch gerade im Sommer, ausserhalb der Heizperiode, ist der Zeitpunkt für einen Heizungs-Ersatz besonders günstig. Die hier präsentierte Auswahl an Heizungen ist zwar gross, aber nicht unüberschaubar.

Ob Sie sich für eine konventionelle Anlage oder für eine Heizung mit erneuerbaren Energien entscheiden hängt von vielen Faktoren ab. Tendenziell haben Wärmepumpen sowohl ökonomisch wie auch ökologisch die Nase vorn, speziell da es auch attraktive Förderungen gibt. Gerne helfen wir Ihnen den passenden Partner für den Heizungsaustausch zu finden.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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