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Elektroheizung - in der Schweiz zu Recht verboten?

Bild: Elektroheizung - Wärme aus der Steckdose Elektroheizung: Wie gut/schlecht ist sie? | © 6okean / fotolia.com

Der Einbau einer neuen Elektroheizung ist in der Schweiz seit 2009 verboten. Aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel wenn Sie nachträglich ausbauen, einen Wintergarten betreiben und nicht über ein Wärmeverteilsystem verfügen oder Ihr Objekt in abgelegenen Gebieten liegt.

Elektroheizungen sind zwar in der Anschaffung günstig, sie verursachen aber unverhältnismässig hohe Heizkosten und sind im Vergleich zu Wärmepumpen sehr ineffizient.

Die Frage ist also, ab wann lohnt sich der Einsatz alternativer Heizungen? Und was unterscheidet eigentlich eine klassische Elektroheizung von einer Infrarotheizung?

Inhalt

1. Allgemeines 5. Austausch
2. Funktionsweise 6. Kosten
3. Bauarten 7. Gesetzliches
4. Wann nutzen? 8. Empfehlung
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Allgemeines zu Elektroheizungen in der Schweiz

Bild: Nachtspeicherofen Nachtspeicherofen | © Jürgen Fälchle / fotolia.com

Trotz hoher Betriebskosten hat die Elektroheizung einen unbestrittenen Vorteil: Sie nutzt eine nahezu überall erschlossene Energiequelle, den elektrischen Strom. Damit erfordert sie weder einen gesonderten Öltank im Haus, noch den Anschluss an das Gasnetz.

Die Elektroheizung ist so unkompliziert wie sonst keine andere Heizung - einmal angebracht steckt man den Stecker in die Steckdose und kann anfangen zu heizen. Trotzdem hat sie einen schlechten Ruf und ist in der Schweiz sogar strengen Gesetzen unterworfen.

Denn die Elektroheizung hat auch einen dramatischen Nachteil: Sie sorgt für Heizkosten, die jede andere Heizung hinter sich zurücklässt. Wer mit Strom heizt, zahlt für den Komfort viel Geld. Früher wurde vor allem die Nachtspeicher-Elektroheizung genutzt, um den schwankenden Bedarf an elektrischem Strom auszugleichen und die Kraftwerke gleichmässig zu beanspruchen. Heutzutage besteht dieses Problem nicht mehr, entsprechend gibt es kaum noch Nachtstromtarife, die sich lohnen. Der kostensparende Nutzen der Nachtspeicher-Elektroheizung ist verschwunden.


Funktionsweise

Bild: Kleiner Heizstrahler Unterstützender Heizstrahler | © Marek Brandt / fotolia.com

Die Funktionsweise einer Elektroheizung ist denkbar simpel. Stellen Sie sich eine Elektroheizung wie eine extrem ineffiziente Glühbirne vor, die fast kein Licht, dafür aber sehr viel Wärme erzeugt.

Strom fliesst durch einen Leiter mit einem hohen elektrischen Widerstand. Dadurch erhitzt sich der Leiter stark. Diese entstehende Wärmeenergie wird über ein Gebläse oder einen Wärmespeicher an die Raumluft abgegeben.

Dadurch wirkt die Elektroheizung zunächst sehr effizient, tatsächlich ist sie aber ineffizient wie keine zweite Heizung. Schuld ist das Gesetz der Energieentwertung. Dieses besagt, dass bei jeder Art der Energieumwandlung ein gewisser Prozentsatz der nutzbaren Energie verloren geht. Während eine Ölheizung oder Gasheizung aus der Energie der Brennstoffe thermische Energie erzeugt und damit heizt, braucht die Elektroheizung einen Vorgang mehr, um zu heizen.

Zuerst wird im Kraftwerk aus Energie Strom erzeugt, dann wird dieser Strom in der Elektroheizung wieder in Wärmeenergie umgewandelt. Durch selbst erzeugten Solar-Strom kann dem zwar entgegengewirkt werden, in diesem Fall lohnt sich aber die Investition in eine Wärmepumpe doppelt.

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Bauarten: Elektro / Infrarot

Die Elektroheizung kann hinsichtlich der Wärmeverteilung in zwei Funktionsarten unterteilt werden: Konvektions-Heizung und Infrarotheizung. Während die eine den Raum direkt wärmt, verteilt die andere ihre Wärme indirekt. Dazu gibt es verschiedene Modelle wie Heizkörper, Heizlüfter, Heizstrahler, sowie diverse Varianten der Infrarotheizung.

Konvektionsheizung

Die Konvektions-Heizung funktioniert wie ein Heizkörper einer Ölheizung oder Gasheizung auch über Konvektions-Energie. Das bedeutet, dass der Heizkörper durch Energiezufuhr erwärmt wird und diese Wärme dann an die umgebende Raumluft abgibt.

Infrarotheizung

Im Gegensatz dazu steht die Infrarotheizung, die über Strahlungsenergie funktioniert. In diesem Fall wird nicht die Raumluft erwärmt, sondern die angestrahlten Objekte oder Personen.

Diese geben die Energie ihrerseits indirekt an die Raumluft weiter. Diese Heizung benötigt länger um einen Raum zu heizen. Ihr Vorteil ist, dass der direkte Strahlungsbereich mit einer Infrarotheizung schneller erwärmt wird als bei jeder anderen Heizung.

Hersteller werben gerne mit der Effizienz der Infrarotheizung und tatsächlich kann sie im Einzelfall effizient sein. Eine Zentralheizung ist aber in jedem Fall besser um einen Raum zu erwärmen. Mehr Details zur Infrarotheizung finden Sie hier.

Speicher-Heizung und Direkt-Heizung

Eine weitere Möglichkeit die Elektroheizung zu klassifizieren, ist die Unterteilung in Speicher-Heizung und Direkt-Heizung. Eine Speicher-Heizung funktioniert nach dem Prinzip der Wärmespeicherung. Ein isolierter Speicherkern wird auf eine hohe Temperatur (ca. 500 Grad Celsius) erhitzt und gibt seine thermische Energie dann als Wärme über den Tag verteilt ab.

Eine Direkt-Heizung, zu der auch die Infrarotheizung zählt, gibt die Wärmeenergie hingegen sofort ab. Dadurch kann sie im Gegensatz zur Speicherheizung nicht von einem eventuellen Nachtstromtarif profitieren, dafür steht aber ihre Heizleistung auf Abruf bereit.

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Wo sollte man eine Elektroheizung nutzen?

Falls Sie planen, Ihr Haus mit einem kleinen Anbau zu versehen (z.B. Wintergarten) oder den Ausbau des Dachgeschosses wünschen, kann es sich lohnen, eine bestehende Zentralheizung nicht auf diese Räume auszudehnen. Allerdings macht es auch hier selten Sinn, eine Stromspeicherheizung zu nutzen. Für einen solchen Anbau oder Ausbau kann je nach Heizbedarf eine Infrarotheizung die lohnenswerteste Alternative darstellen.

Infrarotheizung im Wintergarten

Gerade zum Heizen eines Bereichs, der sich ausserhalb des eigentlichen Hauses befindet, bietet sich eine Infrarotheizung an. Durch ihre Funktionsweise, die einem Heizstrahler entspricht, ist es auch möglich, in Aussenbereichen kurzfristig für angenehme Wärme zu sorgen und so ein winterliches Frühstück im Wintergarten oder auf dem Balkon zu ermöglichen.

Elektroheizung im Anbau

Wenn Sie in ihrem Haus über eine dezentrale Elektroheizung verfügen und nicht sowieso planen, diese zeitnah zu ersetzen, macht es Sinn, auch in einem neuen Anbau eine Elektroheizung zu nutzen. Auch bei einem Ausbau des Kellers oder Dachbodens kann sich die Anschaffung einer neuen dezentralen Elektroheizung lohnen.


Elektroheizung in der Schweiz ersetzen

Bild: Elektroheizung Umbau Handwerker installiert neue Heizung | © Dagmara_K / fotolia.com

Wie rentabel ein Umbau einer Heizung ist, beziehungsweise wann der Umbau einer Elektroheizung zu einer alternativen Heizung sinnvoll ist, hängt zu grossen Teilen damit zusammen, ob das Gebäude über ein Wärmeverteilsystem verfügt.

In vielen älteren Gebäuden findet man eine dezentrale Elektroheizung. Das heisst, dass in jedem Raum eine eigene Therme steht. In einem solchen Fall sind umfassende Umbaumassnahmen erforderlich. Das Gebäude muss zunächst mit einer Zentralheizung ausgestattet werden. Zwar sind diese Massnahmen sehr teuer, allerdings stellen viele Kantone eine hohe Förderung bereit.

Verfügt das Haus bereits über ein Wärmeverteilsystem ist der Umbau einfacher. An ein solches System kann relativ problemlos eine alternative Heizung angeschlossen werden, egal ob es sich dabei um eine Ölheizung, eine Gasheizung, eine Pelletheizung oder eine Wärmepumpe handelt. Da dieser Umbau nahezu überall über staatliche Förderung finanziell unterstützt wird und gerade eine ältere Elektroheizung sehr ineffizient ist, lohnt sich ein solcher Ausbau fast ausnahmslos.

Scheut man grössere Investitionen, so lohnt sich trotz fehlender Förderung der Umstieg auf eine Ölheizung oder Gasheizung. Ob man sich für eine Gasheizung oder eine Ölheizung entscheidet, macht auf dem Papier erst einmal nur einen geringen Unterschied. Beide heizen mit fossilen Brennstoffen, weswegen ihre langfristige Nutzbarkeit nicht gewährleistet ist. Die Gasheizung ist in der Anschaffung etwas günstiger, im Betrieb unterscheidet sie wenig von der Ölheizung.

Mittelfristig spricht viel für die Gasheizung. Zum einen sind die weltweiten Gasreserven ergiebiger als die Ölreserven, zum anderen verbrennt Gas sauberer als Öl. Das ist zum einen erneut ein ökologischer Vorteil, zum anderen senkt es die Wartungskosten und steigert das persönliche Wohlbefinden. Die unsaubere Verbrennung sorgt für Rückstände, die sich im Kaminsystem ablagern und das Öl sorgt für ranzige Gerüche im Haus. Ausserdem erfordert die Ölheizung wie auch die Pelletheizung mehr Platz, da beide ein lokales Lager für Brennstoff benötigen.

Die Förderung einer Heizung ist in der Schweiz von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Mit dem Harmonisierten Förderprogramm der Kantone (HFM) gibt es aber Kanton-übergreifende Richtlinien für zumindest zwölf Kantone. Förderung existiert vor allem für die energetische Sanierung des Hauses, um den Energiebedarf zu senken, aber auch für die Anschaffung einer Wärmepumpe oder einer Pelletheizung. Wenn man bereits über ein gut gedämmtes Haus verfügt oder kein Interesse an einer neuen Heizung hat, bietet sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage an.

Förderung für HeizungsersatzNummerVerfügbarkeit nach Kantonen
Stückholzfeuerung, Pelletfeuerung mit Tagesbehälter M-02 AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, SO, SZ, UR
Automatische Holzfeuerung bis 70 kWFL Feuerungswärmeleistung M-03 AI, AR, BL, BS, FR, GL, GR, NW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, VS
Automatische Holzfeuerung über 70 kWFL Feuerungswärmeleistung M-04 AI, AR, BL, BS, FR, GL, GR, LU, SH, SO, SZ, TG, UR, VS
Luft/Wasser-Wärmepumpe M-05 AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, NW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, VS
Sole/Wasser-, Wasser/Wasser-Wärmepumpe M-06 AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, NW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, VS
Anschluss an ein Wärmenetz M-07 AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, NW, SG, SH, SO, SZ, TG, VS
Solarthermie (Solarkollektor) M-08 AI, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, VS
Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung M-09 AI, BE, BS, GR, SH, TG
Neubau/Erweiterung Wärmenetz, Neubau/Erweiterung Wärmeerzeugungsanlage M-18 BE, FR, GL, SH, TG, VS

Quelle: Publikationen der einzelnen deutschsprachigen Kantone, August 2018)

Förderung für alternative Heizungen

Da Elektroheizungen in der Schweiz nur in Sonderfällen überhaupt eingebaut werden dürfen, existiert verständlicherweise auch keine Förderung für diese Massnahme. Falls Sie sich für eine Förderung für Heizungsersatz interessieren, wenden Sie sich vertrauensvoll über unser Anfrageformular an unsere Berater. Diese erklären Ihnen gerne im Detail, welche Förderung Sie in Ihrem Kanton erhalten können und beraten sie zu konkreten Baumassnahmen.

In fünf einfachen Schritten zur Förderung:
- Beratung durch einen kompetenten Berater von Energieheld
- Planung der konkreten Baumassnahmen
- Beantragung der Förderung
- Durchführung der Baumassnahmen
- Auszahlung der Förderung

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Kosten einer Elektroheizung

Bild: Kosten Elektroheizung Kosten einer Elektroheizung | © nmann77 / fotolia.com

Die Kosten einer Elektroheizung setzen sich wie bei jeder anderen Heizung aus den Anschaffungskosten und den Betriebskosten zusammen. Zunächst besticht die Elektroheizung durch scheinbar geringe Anschaffungskosten, allerdings trifft dies nicht unbedingt zu.

Sofern es um die Heizung für einen einzelnen Raum geht, der nicht an ein Wärmeverteilsystem angeschlossen ist und wenig beheizt wird, kann eine Elektroheizung durchaus eine valide Alternative darstellen.

Sobald ein Wärmeverteilsystem vorhanden ist, ist die Umstellung von einer Nachtspeicherheizung auf eine Gasheizung, eine Ölheizung oder eine der Alternativen ökonomisch sinnvoll. Zwar ist dafür eine Investition notwendig, durch die massiv sinkenden Betriebskosten amortisiert sich diese aber bereits nach wenigen Jahren. Nach erfolgter Amortisation sparen Sie dann bares Geld. Bei einer gleichförmigen Preisentwicklung über die nächsten Jahre lohnt sich im Normalfall der Wechsel zu einer Heizung, die nicht mit Strom betrieben wird.

Selbst in den wenigen Kantonen der Schweiz mit extrem niedrigen Strompreisen, in denen eine Gasheizung oder Ölheizung nicht rentabel ist, sollte man über einen Wechsel nachdenken. Wenn man sich entschliesst eine Wärmepumpe zu nutzen, kann man weiterhin von den niedrigen Strompreisen profitieren, gleichzeitig aber den Stromverbrauch senken und sich zudem eine hohe staatliche Förderung sichern.

Der folgenden Tabelle entnehmen Sie, welche Kosten beim Umbau Ihrer Elektroheizung auf Sie zukämen und wie viel Ihrer Energie-Kosten Sie dafür einsparen können. Angenommen wird die Ersparnis auf 10 und 20 Jahre bei einem Wärmebedarf von 20.000 Kilowattstunden und einer jährlichen Preissteigerung von 2,1 Prozent (inklusive Wartung) - bei Pellets wurde eine Preissteigerung von 0,1 Prozent angenommen. Alle Heizungen sind als Neueinbau geplant, sodass beispielsweise für Ölheizungen und Gasheizungen jeweils ein neuer Öltank oder ein Gasanschluss installiert werden muss. Nicht mit eingerechnet ist eine mögliche Förderung für eine Erdwärmepumpe oder eine Pelletheizung. Diese können die Investitions-Kosten noch einmal deutlich senken. Letztendlich muss jede Heizung irgendwann ausgetauscht werden. Dass eine Elektroheizung wie in diesem Beispiel noch einmal zusätzliche 20 Jahre betrieben wird, dient nur der Veranschaulichung und wird in der Realität nicht passieren.

HeizungEinbau-KostenGesamt-Kosten nach 10 JahrenGesamt-Kosten nach 20 Jahren
Elektroheizung Bereits 20 Jahre vorhanden, Betriebsdauer wird hypothetisch auf 40 Jahre verlängert ~ 40.000 CHF ~ 88.000 CHF
Gasheizung 22.500 CHF ~ 47.000 CHF ~ 78.000 CHF
Ölheizung 27.000 CHF ~ 58.000 CHF ~ 97.000 CHF
Luft-Wasser-Wärmepumpe 32.000 CHF ~ 46.000 CHF ~ 63.000 CHF
Pelletheizung 39.000 CHF ~ 60.000 CHF ~ 85.000 CHF

Für welche Art der Heizung man sich im Einzelfall entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst einmal ist das vorhandene Budget wichtig. Eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung kosten anfangs mehr als eine Ölheizung oder Gasheizung und sind auch im Einbau komplizierter. Auf 20 Jahre gerechnet, ist eine Wärmepumpe jedoch fast immer die günstigste Lösung.

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Gesetzliche Regelungen der Schweiz

Bild: Elektroheizung Verbot Schweiz verbietet Elektroheizung | © niroworld / fotolia.com

Die gesetzliche Grundlage zur Nutzung einer Elektroheizung in der Schweiz findet sich in Kapitel 3 der Vollzugshilfe EN-3 von 2009. Darin wird festgelegt, dass „Die Neuinstallation ortsfester elektrischer Widerstandsheizungen zur Gebäudebeheizung […] grundsätzlich nicht zulässig [ist]“, sowie „Eine ortsfeste elektrische Widerstandsheizung […] nicht als Zusatzheizung eingesetzt werden [darf].“

Diese Regelung bezieht sich jedoch ausschliesslich auf elektrische Direktheizungen und Speicherheizungen. Nicht betroffen sind Wärmepumpen, die elektrische Energie zur Förderung thermischer Energie nutzen. Diese werden sogar staatlich gefördert.

Trotzdem ist die Nutzung einer Elektroheizung in der Schweiz durchaus möglich. Jede Form der Elektroheizung, deren Nutzen ausschliesslich der Komfortsteigerung dient und deren Wirkung nicht zur „Deckung des geforderten Heizungsbedarfs“ nötig ist. Gerade die Nutzung einer Infrarot-Heizung ist zu diesem Zweck denkbar. Jede derart genutzte Heizung muss aber über eine Timer-Schaltung verfügen.

Nicht betroffen ist eine Elektroheizung, wenn sie vor der Inkraftsetzung 2009 gebaut wurde. Diese darf weiter betrieben und bei Defekten repariert werden. Sollte die Elektroheizung vollständig ausgetauscht werden, ist ein Ersatz durch eine neue Elektroheizung in der Schweiz aber nicht zulässig.

Die Vollzugshilfe EN-3 unterscheidet nicht nach der Herkunft des elektrischen Stroms. Selbst wenn der Bedarf vollständig aus eigener Photovoltaik gewonnen wird, ist eine Elektroheizung unzulässig.

Selbstverständlich gibt es aber auch von der Vollzugshilfe EN-3 Ausnahmen. So ist die Nutzung einer beliebigen Elektroheizung zulässig bei:

- Schutzbauten des Zivilschutzes
- Abgelegenen Bauten
- Provisorischen Bauten (max. drei Jahre)
- Kleineren Erweiterungen von elektrisch beheizten Gebäuden ohne Wärmeverteilsystem, wenn die Installation einer anderen Heizung unverhältnismässig wäre

Gerade in Bezug auf die Infrarot-Heizung wird diese Regelung kontrovers diskutiert. Hersteller preisen die überlegene Effizienz an, die aber nur in Sonderfällen erreicht werden kann. Falls Sie in einem spezifischen Fall Fragen zu den Themen Elektroheizung und Infrarot-Heizung haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unsere Berater. Sie helfen Ihnen gerne fallorientiert weiter.


Unsere Empfehlung

Der Einbau einer neuen Elektroheizung ist in der Schweiz bis auf wenige Ausnahmen seit 2009 verboten. Beim nachträglichen Ausbau eines Gebäudeteils ohne Wärmeverteilsystem kann eine Elektroheizung aber trotzdem sinnvoll sein. Hier sollten idealerweise Infrarotheizungen in Betracht gezogen werden. Nutzen Sie gerne unser Anfrageformular wenn Sie an Elektro- oder anderen Heizungen interessiert sind.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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