Jetzt profitieren
Finden Sie ganz leicht das beste Angebot
  •  kostenlos
  •  regional
  •  einfach
Anfragen heute:   | Letzte Anfrage vor:   min

Infrarotheizung in der Schweiz - Preise und Grösse

Bild: Infrarotheizung im Arbeitszimmer Kostenfalle Infrarotheizung? | © OHLE GmbH & Co KG

Unabhängigkeit von Öl- und Gaspreisen? Hört sich erstmal gut an und mit einer Infrarotheizung ist das auch möglich. Doch ist das in der Schweiz zulässig und ist das Heizen mit Strom nicht viel teurer?

Wo macht der Einsatz einer Infrarotheizung wirklich Sinn? Hier gilt wie bei der Elektroheizung: Dient Sie der Komfortsteigerung, ist eine Infrarotheizung erlaubt.

Und günstig sind sie nur, wenn nicht viel geheizt wird oder der Strom vom eigenen Dach kommt.

Inhalt

1. Allgemeines 6. Designs
2. Funktionsweise 7. Kosten
3. Gesetzliche Regelung 8. Grösse berechnen
4. Einsatzbereich 9. Fazit
5. Vorteile / Nachteile  
Kosenlose Beratung und Angebot für den Ersatz Ihrer Elektroheizung einholen

Allgemeines zur Infrarotheizung in der Schweiz

Bild: Infrarotheizung im Schlafzimmer Musterbeispiel Infrarotheizung | © OHLE GmbH & Co KG

Die Infrarotheizung ist eine moderne, platzsparende und variabel einsetzbare Heizung. Sie lässt sich harmonisch ins Raumgefüge einbringen und als Accessoire in der Wohnung nutzen. Die ausgestrahlte Wärme kommt direkt an und es bedarf keiner langen Anlaufzeit.

Dennoch gibt es in der Schweiz gesetzliche Bestimmungen, welche die Nutzung einschränken. Doch wieso stellt sich die Schweiz, die bekannt ist für die Förderung innovativer Energien, der Infrarotheizung in den Weg? Diese Frage ist leicht beantwortet.

Wenn die Infrarotheizung auch viele Vorteile hat, hat sie doch einen entscheidenden Nachteil. Bei nicht idealen Bedingungen explodieren die Heizkosten. Strom ist teuer und selbst bei idealen Bedingungen, die man nur in den wenigsten Häusern findet, kommt eine Infrarotheizung nur auf gleichwertige Heizkosten wie bei einer herkömmlichen Gasheizung. Der sinnvolle Einsatzbereich der Infrarotheizung beschränkt sich also auf Räume, die nur sehr wenig oder nur kurzfristig geheizt werden und in denen sich der Anschluss der Zentralheizung nicht lohnt.

Der Grund für das Verbot der Infrarotheizung ist also nicht, dass die Infrarotheizung schlechter ist, als eine Ölheizung oder Gasheizung, sondern viel mehr, dass sie keine bessere Alternative darstellt. Stattdessen handelt es sich bei ihr um ein von den Händlern überhöht dargestelltes Produkt. Im Gegensatz zur Einschränkung der Infrarotheizung fördert die Schweiz bundesweit die Verbreitung tatsächlich effizienterer und umweltschonender Technologie wie der Wärmepumpe. Doch wie funktioniert die Infrarotheizung eigentlich?


Funktionsweise: Wärmestrahlung

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Heizkörper erwärmt eine Infrarotheizung nicht die Luft des Raums (Konvektionswärme). Stattdessen sendet sie Infrarotstrahlen ab, welche direkt die Objekte erwärmen, auf die sie treffen (Strahlungswärme). Dadurch ist eine Infrarotheizung dazu in der Lage, im Strahlungsbereich augenblicklich für Wärme zu sorgen. Ausserhalb des direkten Strahlungsbereichs wird aber erst durch die Rückstrahlung der getroffenen Objekte geheizt. Bis also ein ganzer Raum erwärmt ist, dauert es entsprechend länger als mit einer Zentralheizung.

Strahlungswärme mag im ersten Moment bedrohlich klingen, ist aber im Fall einer Infrarotheizung völlig ungefährlich. Die ausgesendete Infrarotstrahlung besteht aus für den Menschen unsichtbaren elektromagnetischen Wellen in einem schmalen Wellenlängenband von 3 bis 50 μm. In ihrer Wirkung lassen sie sich mit Sonnenstrahlen vergleichen, die aber in einem anderen Bereich des Spektrums liegen.

Holen Sie sich ein Angebot für Ihren Heizungsersatz

Gesetzliche Regelungen in der Schweiz

Als eine Art der Elektroheizung fällt die Infrarotheizung unter die selben Bestimmungen wie diese. Als alleinige Heizung ist der Einbau der Infrarotheizung somit seit 2009 in der Schweiz verboten. Die Vollzugshilfe EN-3 gestattet aber weiterhin ihre Nutzung als Komfort-unterstützende Heizung oder Heizung in Anbauten. Auch in Gebäuden, die weit ab der normalen Infrastruktur liegen, ist die Infrarotheizung nach wie vor erlaubt.


Einsatzbereich: Wann lohnt sich eine Infrarotheizung?

Bild: Infrarotheizung in einer Berghütte Heizung in abgeschiedener Lage | © Sonja Birkelbach / fotolia.com

Ob sich der Einsatz einer Infrarotheizung in der Schweiz lohnt, hängt vom Einsatzbereich und der Dämmung des Gebäudes ab. Sind gewisse Voraussetzungen erfüllt, kann durch den Einsatz einer Infrarotheizung viel Geld gespart werden.

Unter schlechten Bedingungen kann die Infrarotheizung aber ebenso schnell zur Kostenfalle werden. Da elektrische Direktheizungen als Gebäudeheizung in der Schweiz in den meisten Kantonen unzulässig sind (bestehende Systeme dürfen erhalten werden), fällt die Infrarotheizung als Gebäudeheizung weg.

Als zusätzliche Heizung in wenig genutzten Räumen kann sie aber eine lohnenswerte Option darstellen. Pauschal kann man sagen, dass eine Infrarotheizung umso lohnender wird, desto weniger geheizt werden muss. Eine lohnenswerte Option kann die Infrarotheizung bei der Beheizung von wenig beheizten Räumen darstellen, die nicht an die Zentralheizung angeschlossen sind.

In schlecht gedämmten Altbauten ist eine Infrarotheizung eine gefährliche Kostenfalle. Durch die schlechte Dämmung schiessen die Heizkosten in die Höhe. Eine Infrarotheizung lohnt sich hier nicht. Anders kann es in Neubauten aussehen. Hier kann die Infrarotheizung in einzelnen Räumen eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Infrarotheizung im Ferienhaus

Gerade in abgelegenen Regionen ohne Gasleitung bietet die Infrarotheizung eine günstige Option. Da sie vollständig über Photovoltaik betrieben werden kann, kann sie selbst in einer Berghütte ohne jegliche sonstige Infrastruktur genutzt werden.

Infrarotheizung im Wintergarten

Ein Wintergarten ist ein Raum, der selten beheizt wird. Zu schlecht sind die Dämmeigenschaften von Glas und zu selten wird er genutzt. Mit einer einzelnen Infrarotheizung ist es möglich, bei kurzfristiger Nutzung (z.B. beim Frühstück) für angenehme Wärme zu sorgen, ohne den ganzen Raum zu heizen. Direkt nach der Nutzung schaltet man die Infrarotheizung wieder ab und verschwendet keine unnötige Energie.

Infrarotheizung in wenig genutzten Räumen

Wie beim Wintergarten liegt auch bei anderen selten genutzten Räumen die Nutzung einer Infrarotheizung nahe. Im Einzelfall mag das durchaus Sinn ergeben, pauschal muss aber davon abgeraten werden. In einem kleinen Gästezimmer spricht meistens nichts gegen den Einbau einer Infrarotheizung. In grösseren Räumen wie einem Partykeller stösst die Infrarotheizung aber schnell an ihre Grenzen. Je grösser der Raum ist, desto eher lohnt sich die Nutzung eines Konvektionswärme-Heizkörpers gegenüber der Infrarotheizung.

Infrarotheizung in einer Berghütte

Ein Sonderfall, in dem die Infrarotheizung extrem sinnvoll ist, sind die abgelegenen Hütten tief in den Schweizer Alpen. Diese sind so weit von der Infrastruktur der Täler abgeschieden, dass für die energetische Versorgung nicht viele Optionen bleiben. Über Photovoltaik-Anlagen sind viele dieser Hütten heute mit Elektrizität versorgt. Über die Infrarotheizung ist es möglich, diesen Strom in Wärme umzuwandeln und so kalte Nächte in den Bergen gemütlicher zu gestalten.

Holen Sie sich ein Angebot für Ihren Heizungsersatz

Vorteile und Nachteile einer Infrarotheizung

Abgesehen von der Tatsache, dass der Einsatz der Infrarotheizung in der Schweiz eingeschränkt ist, gibt es noch eine Reihe von Vorteilen und Nachteilen bei ihrer Anschaffung. Mit Sicherheit handelt es sich bei der Infrarotheizung um die unkomplizierteste Heizung. Gegen sie sprechen vor allem die enormen Heizkosten. In der folgenden Tabelle haben wir noch einmal übersichtlich die verschiedenen Punkte zusammengefasst.

Vorteile einer InfrarotheizungNachteile einer Infrarotheizung
Lange Lebensdauer Enorme Betriebskosten durch hohen Stromverbrauch
Kein Wartungsaufwand Nur bei gutem Dämmstandard lohnenswert
Keine Brandgefahr Nutzung gesetzlich eingeschränkt
Keine Dreckentwicklung
Leicht und flexibel zu installieren
Dekorativ nutzbar
Niedriger Energieaufwand bei kurzer, direkter Nutzung

Design: Freie Wahl

Bild: Infrarotheizung im Bad Spiegel-Heizung und Handtuch-Heizung | © Eleonore H. / fotolia.com

Einer der grossen Vorteile einer Infrarotheizung ist das unaufdringliche Äussere. Während ein normaler Heizkörper als Fremdkörper im Raum steht, passt sich eine Infrarotheizung organisch an die Raumgestaltung ein.

Dies ermöglichen verschiedenste Designs, welche den Einsatz in jedem Raum des Hauses ermöglichen. Erhältlich sind Designs als Bilder mit beliebigem Motiv, Spiegel oder Kreidetafeln.

Auch speziellere Formen sind möglich. So wird in Kirchen häufig eine Heizpaneel-Infrarotheizung genutzt. Diese wird zwischen den Kirchenbänken angebracht und ermöglicht den Besuchern, Wärme während der Messe, ohne gleich die ganze Kirche heizen zu müssen. Für die Nutzung in Wintergärten gibt es eine spezielle Glas-Infrarotheizung, welche sich auch hier unaufdringlich einfügt.

Holen Sie sich ein Angebot für Ihren Heizungsersatz

Kosten einer Infrarotheizung - Preise in CHF

Bild: Kosten Infrarotheizung Kosten einer Infrarotheizung | © Schlierner / fotolia.com

Die Kosten einer Infrarotheizung hängen - wie bereits erwähnt - vor allem von der Grösse des Raumes und seiner Dämmung ab. Für kleine, wenig geheizte Räume in modernen, gut gedämmten Häusern kann sich die Anschaffung durchaus lohnen.

Je nach Dämmungsgrad werden pro Quadratmeter beheiztem Raum etwa 60 bis 100 Watt Heizleistung benötigt. Bei Dämmgraden, die schlechter sind und mehr als 100 Watt Heizleistung benötigen, ist von einer Infrarotheizung in jedem Fall abzuraten.

Für gewöhnlich lohnt es sich eher mehrere kleinere Heizkörper zu nutzen als einen grossen. Dadurch verteilt sich die Wärme schneller und gleichmässiger im Raum. Falls Sie sich dazu entschliessen sollten, eine Infrarotheizung anzuschaffen, haben wir Ihnen unten einmal eine beispielhafte Kostenübersicht zusammengestellt.

Dabei handelt es sich um eine Berechnung für einen regulär genutzten Heizkörper, das heisst 8 Stunden täglicher Heizdauer an 180 Tagen im Jahr und Stromkosten von 18 Rappen pro Kilowattstunde. Je nach Modell, Stromverbrauch und Einsatzdauer können diese Werte entsprechend stark variieren.

Leistung in WattHeizenergie pro JahrPreis pro HeizkörperHeizkosten pro Jahr
200 W 288 kWh ab 200 CHF 52 CHF
300 W 432 kWh ab 300 CHF 78 CHF
400 W 576 kWh ab 320 CHF 104 CHF
600 W 864 kWh ab 400 CHF 156 CHF
800 W 1.152 kWh ab 480 CHF 207 CHF
1.000 W 1.440 kWh ab 700 CHF 259 CHF
1.500 W 2.160 kWh ab 950 CHF 389 CHF
Holen Sie sich ein Angebot für Ihren Heizungsersatz

Grösse der Infrarotheizung berechnen

Die benötigte Grösse der Infrarotheizung hängt direkt mit der beheizten Fläche zusammen. Bei einer angestrebten Heizleistung von 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter strebt man also bei einer Raumgrösse von 20 Quadratmetern eine Gesamtleistung der Heizkörper von 1.200 bis 2.000 Watt an. Durch grosse Möbel oder Raumteiler kann sich die benötigte Heizleistung noch einmal erhöhen. Für besagten Raum empfehlen sich also je nach Dämmungsgrad mindestens drei 400 Watt Heizkörper.

Im schlechtesten Fall benötigt man vier 500 Watt Heizkörper. Eine solche Infrarotheizung würde bereits bei der Anschaffung mit etwa 1.000 bis 1.500 Schweizer Franken zu Buche schlagen. Nimmt man erneut die Basisdaten wie in der Tabelle oben so erhält man jährliche Heizkosten für die Infrarotheizung eines einzelnen Raumes zwischen 311 und 518 Schweizer Franken.

20 m² WohnflächeGut gedämmt
(60 W pro m²)
Schlecht gedämmt
(100 W pro m²)
Benötigte Heizleistung 1.2 kW (3 x 400 W) 2.0 kW (4 x 500 W)
Heizdauer pro Jahr 1.440 Stunden (180 Tage) 1.440 Stunden (180 Tage)
Heizenergie pro Jahr 1.728 kWh 2.880 kWh
Anschaffungskosten ~1.000 CHF ~1.500 CHF
Heizkosten pro Jahr ca. 311 CHF pro Jahr ca. 518 CHF pro Jahr

Fazit zur Infrarotheizung

Infrarotheizungen erwärmen nicht die Luft in einem Raum, sondern durch Strahlungswärme direkt die sich darin befindenden Objekte. Diese Heizungen fallen trotzdem in die Kategorie von Elektroheizungen. Der Einbau von neuen Infrarotheizungen ist deshalb auch seit 2009 mehrheitlich verboten.

Wie bei anderen Elektroheizungen ist der Energieverbrauch für die Deckung des Heizbedarfs sehr hoch. Infrarotheizungen einzubauen ist nur sinnvoll, um in wenig genutzten Räumen temporär den Komfort zu steigern oder wenn der nachträgliche Einbau eines Wärmeverteilsystems unverhältnismässig teuer ist. Für eine unverbindliche Anfrage nutzen Sie gerne untenstehendes Formular.


In drei Schritten zur Offerte

So einfach funktioniert Energieheld

Bild: Projekt bei Energieheld erfassen

1. Erfassen Sie Ihre Anfrage


Einfach sanieren mit Energieheld. Erfassen Sie mit wenigen Klicks Ihre Sanierungsanfrage. Unsere Experten beraten Sie gerne.

Bild: Energieheld findet Handwerker in der Schweiz

2. Wir vermitteln den besten Fachpartner

Profitieren Sie von unserem Netzwerk an regionalen Fachpartnern. Wir vermitteln den besten Partner für Ihre Bedürfnisse.

Bild: Angebote von Energieheld vergleichen

3. Kostenlose Offerte erhalten


Unser Partner berät Sie fachgerecht vor Ort. Sie erhalten eine unverbindliche, detaillierte Offerte. Entscheiden Sie unabhängig.

Profitieren Sie von unserem schweizweitem Netzwerk an regionalen Fachpartnern.  Gerne vermitteln wir den besten Partner für Ihre Bedürfnisse.


Das könnte Sie auch interessieren


Geschrieben von:
Philipp Kloth

Bild: Drucken Icon

4.1 / 5 bei 15 Stimmen

Weitere Artikel zum Thema Heizung:

Sie suchen Angebote für Ihre Modernisierung?

Jetzt Anfrage stellen
 

Energieheld Schweiz © 2018