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Gasheizung - Vorteile, Nachteile und Preise 

Bild: Gasheizung - Hier werden die letzten Einstellungen durchgeführt Die Inbetriebnahme einer Gasheizung | © Gina Sanders / fotolia.de

Gasheizungen haben viele Vorteile gegenüber Oelheizungen. Dennoch fragen sich viele Besitzer von Gasheizungen, ob Gas auch zukünftig noch zu den besten Energieträgern zählen wird oder welche Alternativen es gibt.

Spätestens beim Ersatz der bestehenden Gasheizung stellt sich also die Frage, ob nun der Zeitpunkt für einen Wechsel auf erneuerbare Energien gegeben ist.

Wie steht es um Kosten und welche Vorteile und Nachteile habe ich mit einer Gasheizung?

Inhalt

1. Allgemeines 6. Amortisation
2. Vorteile und Nachteile 7. Umweltbelastung
3. Bestandteile 8. Kombination mit Wärmepumpe
4. Kosten im Überblick 9. Zukunftsfähigkeit
5. Förderung 10. Unsere Empfehlung

Allgemeines über die Gasheizung

Die Gasheizung ist eine Zentral-Heizung, bei der durch die Verbrennung von Gas Wärme erzeugt wird. Sie zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad mit guter Verbrennqualität und niedrigen Schadstoffemissionen aus. Die Verbrennung von Gas ist nicht nur 12 Prozent CO2-ärmer als die Verbrennung von Öl, die Kosten für eine neue Gasheizung und deren Wartung sind auch deutlich geringer als die anderer Heizsysteme.

Eine Gasheizung kann sowohl mit Erdgas als auch mit Flüssiggas betrieben werden. Erdgas wird direkt aus der Erde gewonnen und ist ein nicht erneuerbarer Energieträger. Flüssiggas ist eine Mischung aus Butan und Propan und weniger umweltfreundlich als Erdgas.

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Besondere Vorteile und Nachteile

Bild: Ein alter Gasofen mit blauer Flamme Wie arbeitet eine Gasheizung? | © Dmitry Naumov / fotolia.com

Ein besonderer Vorteil einer Gasheizung ist vor allem die moderate Investition bei der Neuanschaffung. Ist das Haus bereits vom Gasnetz erschlossen, dann sind der Einbau und die spätere Wartung mit wenig Aufwand von einem Fachmann realisierbar.

Ausserdem ist eine moderne Gasheizung verhältnismässig umweltfreundlich und stösst nur wenig CO2 aus. Da die Heizung nur wenig Platz benötigt, kann sie überall im Haus installiert werden. Sie eignet sich somit auch als Etagenheizung für Mehrfamilien- oder Miethäuser.

Dank automatischer Leistungsanpassung ist eine Gasheizung sehr flexibel und gibt die Wärme genau nach Bedarf ab, wobei sie nur wenig Brennstoff verbraucht. Aber nicht jede Gemeinde ist an das Schweizer Gas-Netz angeschlossen. Nur etwa Drei Viertel des Landes haben Anschluss an das Gas-Netz. Also kommt eine Versorgung mit Erdgas nicht für alle Haushalte in Frage.

Da Gas nicht zu den erneuerbaren Energien gehört, muss in der Zukunft mit starken Preisschwankungen gerechnet werden. Ausserdem ist die Schweiz bei der Gas-Versorgung von anderen Ländern abhängig, was sich ebenfalls auf den Gaspreis und die Versorgung auswirken kann.

VorteileNachteile
Ausgereifte, bewährte Heiztechnologie Eingeschränkte Versorgungsgebiete
Moderate Anschaffungskosten Gasvorräte sind endlich
Geringer Platzbedarf (bei Erdgasheizung) Gaspreise sind abhängig vom internationalen Markt
Energieeffizienter Wirkungsgrad Nicht erneuerbar 
Moderne Systeme sind weniger schädlich als Öl  
Einfache Montage und Wartungsarbeiten  
Höhere Vorlauftemperaturen sind möglich  
Brenner lassen sich dank Modularität dem Wärmebedarf anpassen
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Bestandteile einer Gasheizung

Bild: Eine Temperatur-Anzeige für eine Gasheizung Die Gasheizung lässt sich individuell einstellen | © maho / fotolia.com

Eine Gasheizung besteht aus mehreren Teilen. Dazu gehören der Brennwertkessel oder ein Heizkessel, der Warmwasserspeicher, der Gasbrenner, eine Umwälzpumpe, Leitungen, Heizkörper und eine Kaminanlage.

Der Brennwertkessel ist das Herzstück der ganzen Heizung. Hier wird Wasser auf 30 bis 80 Grad Celsius erhitzt und mittels einer Umwälzpumpe in die Heizkörper gepumpt. Dort gibt das erhitzte Wasser die Wärme ab und fliesst abgekühlt wieder in zurück in den Kessel.

Die durch die Gasverbrennung entstandenen Abgase werden über den Kamin nach draussen geleitet.

Brennwertkessel

Der Gas-Brennwertkessel ist der neueste Stand der Technik und hat damit sowohl den Niedertemperaturkessel als auch den Konstanttemperaturkessel abgelöst. Bei der Verbrennung wird der Brennwert des Rohstoffes Gas in einem Brennwertkessel fast vollständig genutzt. Zusätzlich zum Heizwert des Gases wird die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Kondensationswärme verwertet. Die Abgase werden dazu in den Heizkörpern an dem zurückfliessenden kühlen Wasser vorbeigeleitet. Dabei wird das Abgas auf mindestens 55 Grad Celsius heruntergekühlt, wodurch es nicht mehr so viel Wasserdampf speichern kann. Auf den Flächen des Wärmetauschers kondensiert es dann und gibt zusätzlich Wärme ab.

Durch diesen Prozess entsteht mehr Kondensat als bei einem üblichen Heizkessel. Deshalb sollte die Kondensatableitung in das Abwassersystem und nicht in einen Behälter erfolgen, da dieser sonst schnell überlaufen könnte. Durch das Abkühlen der Abgase bei einer Gasheizung mit Brennwertkessel können 10 bis 15 Prozent der Energie gegenüber einem Niedertemperaturkessel, der die Abgase ungekühlt durch den Schornstein abführt, eingespart werden. Deshalb ist es bei der Installation eines Brennwertkessels auch nötig, den Schornstein sanieren zu lassen.

Gasanschluss

Nicht jedes Haus ist an das Schweizer Gas-Netz angeschlossen. Nur etwa Drei Viertel des Landes sind erschlossen und so kommt der Einbau einer Gasheizung nicht für jedes Haus in Frage. Gerade die dünn besiedelten und ländlichen Regionen in den Schweizer Alpen sind nicht erfasst. Für diese Haushalte bietet es sich an, über eine alternative Heizung nachzudenken oder eine Flüssiggas-Heizung zu installieren. Dafür muss ein Gas-Tank im Haus oder im Garten verbaut werden. Alle anderen Bauteile bleiben weitestgehend gleich.

Wer in der Nähe einer Gas-Leitung wohnt und noch nicht über einen Haus-Anschluss verfügt, kann sich diesen jederzeit ins Haus legen lassen. Die Kosten dafür muss der Eigentümer selbst tragen. Sie sind mit dem Gasversorger vor Ort zu besprechen und variieren von Gemeinde zu Gemeinde. Ausserdem sind sie abhängig von der Entfernung zur Leitung und der Beschaffenheit des Geländes. Meist können Sie hier jedoch mit Kosten zwischen 4.000 und 6.000 Schweizer Franken pro Gasanschluss rechnen.

Bild: Informationen zur Gasversorgung in der Schweiz Die Gas-Versorgung in der Schweiz | © Energieheld
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Warmwasserspeicher

Der Warmwasserspeicher ist ein wichtiger, aber kein elementarer Bestandteil einer Gasheizung. In ihm kann erwärmtes Trinkwasser über längere Zeit gespeichert werden, sodass die Gasheizung zum Zeitpunkt des Bedarfs nicht auf Hochtouren laufen muss. Ist kein Warmwasserspeicher verbaut, dann wird das Wasser zum Waschen und Duschen immer nur im Durchlaufverfahren erhitzt.

Was Komfort und Wirtschaftlichkeit betrifft, ist ein Warmwasserspeicher sehr zu empfehlen. Zudem kann er um eine Solarthermie-Anlage ergänzt werden, um die Heizkosten zu senken. Pro Bewohner rechnet man meist mit 30 bis 50 Litern Speichervolumen. So ist der "Wärmepuffer" gross genug, aber nicht so gross, dass während der Speicherung grosse Wärmeverluste entstehen.

Wer die eigene Gasheizung behalten, aber die Heizkosten noch weiter senken will, der kann auch über die Anschaffung eines Wärmepumpenboilers nachdenken. Dieser funktioniert wie eine normale Wärmepumpe, erwärmt jedoch nur das Trinkwasser und kostet deutlich weniger als eine grosse Wärmepumpe.


Kosten einer Gasheizung in der Schweiz

Bild: Ein Gasherd verbrennt einen Schweizer Rappen Gasheizung-Kosten | © Comugnero Silvana / fotolia.com

Die Kosten einer Gasheizung setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Es gibt Modelle der Gasheizung von verschiedenen Herstellern, die unterschiedlich ausgestattet sind. Ausserdem muss bei den Kosten beachtet werden, ob es sich um eine Neuinstallation oder um eine Sanierung einer bestehenden Gasheizung handelt.

Bei einer Neuinstallation muss geprüft werden, ob bereits ein Anschluss an das öffentliche Gas-Netz besteht. Ist das nicht der Fall, entstehen hier noch einmal Kosten, die vom Eigentümer zu tragen sind.

Mit den Kosten für einen Gas-Anschluss und die Heizung ist es aber noch nicht getan. Hinzu kommen noch die laufenden Kosten für die Gasheizung. Dazu gehören Reparatur- und Wartungsarbeiten durch einen Fachmann und die Kosten für den Schornsteinfeger.

Gasheizung ersetzenNeue Gasheizung einbauenKosten
Gas-Heizkessel (Brennwertkessel) Gas-Heizkessel (Brennwertkessel) 5.000 CHF
  Gasanschluss
(falls noch nicht vorhanden)
5.000 CHF
  Gartenarbeiten (für Gasanschluss) 500 CHF
  Flüssiggastank (falls kein Gasanschluss möglich) 5.200 CHF
Warmwasserspeicher 3.000 CHF
Heizverteilung 500 CHF
Bauseitige Leistungen (Elektriker, Maurer etc.) Bauseitige Leistungen (Elektriker, Maurer etc.) 1.000 CHF
Sanierung Kaminanlage  Sanierung Kaminanlage 3.000 CHF
Demontage der alten Heizung Demontage der alten Heizung 2.500 CHF
Installation Installation 2.500 CHF
Gesamtkosten   14.000 - 22.500 CHF
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Einbau-Kosten

Der Kauf einer neuen Heizung will gut überlegt sein, da gerade der Einbau und die Inbetriebnahme durch einen Fachmann mit Kosten verbunden ist. Wer sich aber für den Einbau einer Gasheizung in sein Haus entscheidet, kann mit moderaten Kosten gegenüber anderen Heizsystemen planen, die auch mit einem schmalen Budget realisierbar sind. Für die Montage der Heizung muss der Hausbesitzer je nach Grösse der Heizung, nach Aufwand und der zu verbauenden Teile wie Heizkörper oder Leitungen mit Kosten in Höhe von 1.500 bis 3.000 Schweizer Franken rechnen.

Kosten für Gasanschluss

Nicht in jedem Haus ist ein Gasanschluss vorhanden - vor allem nicht in älteren Gebäuden. Dann muss ein neuer Anschluss an das örtliche Gasnetz gelegt werden, was je nach Entfernung zur Leitung und Beschaffenheit des Geländes Kosten für den Hauseigentümer bedeutet. Für den Anschluss an das öffentliche Gas-Netz muss man mit Kosten von 4.000 bis 6.000 Schweizer Franken rechnen. Hinzu können noch Kosten für mögliche Gartenarbeiten kommen. Dafür sollten zusätzlich 500 Schweizer Franken eingeplant werden.

Gerade im Süd-Osten der Schweiz gibt es auch Gemeinden, die gar nicht mit Gas versorgt sind und für die in den nächsten Jahren auch keine Erschliessung geplant ist. Soll es aber unbedingt eine Gasheizung sein, dann empfiehlt sich für Hausbesitzer dieser Gebiete der Einbau einer Flüssiggasheizung.

Diese funktioniert genauso wie eine Erdgasheizung, nur, dass ein grosser Tank zum Lagern von Flüssiggas in das Haus eingebaut oder in die Erde eingelassen werden muss. Da der Tank immer auf einer Betonplatte stehen sollte, fallen hierfür nochmal zusätzliche Kosten in Höhe von mindestens 5.200 Schweizer Franken an.

Hinweise zum Gasanschluss

Bild: Ideen Icon
  • Nicht jede Gemeinde ist an das Gasnetz angeschlossen
  • In den Schweizer Alpen ist die Gas-Versorgung schlecht
  • Der Anschluss an das Gasnetz kostet 4.000 bis 6.000 Schweizer Franken

Laufende Kosten

Die Kosten für Gas sind in den letzten fünf Jahren nur um 8 Prozent gestiegen - das macht etwa 1,6 Prozent im Jahr. Damit ist Erdgas der Energieträger mit dem geringsten Kostenanstieg. Die Gas-Preise sind vom örtlichen Gas-Anbieter abhängig und können deshalb von Kanton zu Kanton stark variieren.

Der durchschnittliche Energieverbrauch für ein Einfamilienhaus mit vier Personen liegt bei 20.000 kWh pro Jahr. Geht man von einem durchschnittlichen Preis von 0,08 Schweizer Franken für eine Kilowattstunde aus, entstehen für das durchschnittliche Vierpersonen-Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern Heizkosten von 1.600 Schweizer Franken. Je nach Alter des Hauses, der Dämmung und dem aktuellen Gas-Preis können die Heizkosten aber stark variieren.

Zu den laufenden Gas-Kosten kommen auch noch Unterhaltungskosten für eine Gasheizung hinzu. Obwohl eine Gasheizung vollautomatisch arbeitet und wartungsarm ist, sollte sie regelmässig von einem Fachmann kontrolliert werden - gerade um den optimalen Wirkungsgrad bei Brennwertkesseln zu gewährleisten. Dafür sollten nochmal jährliche Kosten in Höhe von 650 Schweizer Franken eingeplant werden, darin sind auch die Kosten für den Kaminkehrer enthalten.

Die Zahlen in der folgenden Tabelle beruhen auf einer eigenen Berechnung: Die Betriebskosten ergeben sich aus den Energieträger-Kosten und dem durchschnittlichen Energieverbrauch für ein Einfamilienhaus von 20.000 kWh pro Jahr.

AusgabeLaufende Kosten 
Betriebskosten (Energie) 1.600 CHF
Betriebskosten (Wartungen) 650 CHF
Betriebskosten Gesamt 2.250 CHF
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Staatliche Förderung in der Schweiz

Bild: Ein Mann mit blauen Helm schaut sich eine Heizungsanlage an Gasheizungen werden nicht gefördert | © kerkezz / fotolia.com

Eine einheitliche staatliche Förderung für die Installation einer neuen Gasheizung gibt es in der Schweiz leider nicht. Weder das Gebäudeprogramm noch das Harmonisierte Fördermodell der Kantone sieht im Förderungsplan eine solche Massnahme vor.

Sollten Sie allerdings eine Modernisierung Ihrer jetzigen Gasheizung in Verbindung mit einem Einbau einer Wärmepumpe oder einer thermischen Sonnenkollektoren-Anlage planen, dann gibt es in fast allen Kantonen Förderprogramme für die Modernisierung des bestehenden Heizungssystems.

So fördern Thurgau, Wallis und Bern den Einbau einer thermischen Solarkollektoren-Anlage zur Unterstützung der alten Heizung mit einem einmaligen Grundbetrag von 1200 bis 1500 Schweizer Franken und jede thermische Kilowattstunde der Anlage nochmal mit 500 bis 650 Franken. Ausserdem gibt es Kantone wie zum Beispiel Aargau, die einen Heizungs-Check durch einen Fachmann mit individueller Beratung mit 200 Franken bei 100 Schweizer Franken Selbstbeteiligung fördern.


Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Rechnet man die Kosten für die Gasheizung, die Installation, die Wartungen und für das Gas zusammen, ist die Gasheizung gleich nach einer Wärmepumpe noch eines der günstigsten Heizungssysteme in der Schweiz. Ersetzt man hingegen eine alte Elektroheizung, dann ist die Gasheizung in jedem Fall günstiger als eine Ölheizung - schon ab dem ersten Jahr. Noch günstiger ist nur die Wärmepumpe.

Das liegt vor allem daran, dass der Preis für Erdgas in den letzten fünf Jahren um nur etwa 8 Prozent gestiegen ist. Da jeder Energieanbieter den Gaspreis selber festlegen kann, gibt es auf die momentan niedrigen Preise jedoch keine Garantie. Dennoch lohnt sich der Einbau einer modernen Gasheizung mit Brennwertkessel, da sie weniger Energie verbrauchen, die Umwelt weniger belastet und sich somit auch bei steigenden Gaspreisen bezahlt macht.

Im gegebenen Beispiel soll entweder eine Ölheizung inklusive Öltank und Kaminanpassung oder eine Gasheizung inklusive Gasanschluss und Kaminanpassung installiert werden.

GebäudeJahrNeue Ölheizung + laufende KostenNeue Gasheizung + laufende Kosten
Wenig Dämmung,
20.000 kWh Wärme,
140 m² Fläche,
Elektroheizung vorhanden
1 30.000 CHF
25.000 CHF
5 42.000 CHF 34.000 CHF
10 58.000 CHF 47.000 CHF
15 77.000 CHF 62.000 CHF
20 97.000 CHF 78.000 CHF

Energieeffizienz und Umweltbelastung

Bild: Ein Einfamilienhaus, vor dem ein Schild und ein Thermostat steht Wie belastend sind Gasheizungen? | © Marco2811 / fotolia.com

Eine moderne Gasheizung ist sehr energieeffizient. Darüber hinaus schont sie im Vergleich mit einer Ölheizung deutlich die Umwelt, weil sie nur ein Viertel so viel CO2 ausstösst.

Tatsächlich ist die Verbrennung von Erdgas sogar sauberer als die von Pellets oder anderem Holz. Erdgas ist aber letztendlich trotzdem nicht erneuerbar und damit nur eine mittelfristige Lösung.

In Kombination mit thermischen Sonnenkollektoren oder einer Wärmepumpe kann die Energieeffizienz noch weiter gesteigert und die Umweltbelastung reduziert werden. Für die nächsten 15 Jahre ist die Gasheizung sicherlich noch eine adäquate Lösung um Gebäude zu beheizen. Darüber hinaus werden sich vermutlich eher erneuerbare Energien durchsetzen.

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Gasheizung mit einer Wärmepumpe kombinieren

Wer damit liebäugelt, in eine neue Gasheizung mit Brennwert-Technik zu investieren, sollte über die Anschaffung eines Hybrid-Heizsystems aus Gas und Wärmepumpe nachdenken. Bei dieser Kombination erzeugen beide Systeme Wärme, die dann in einen gemeinsamen Speicher geleitet wird.

So sorgt bei sehr kalten Aussentemperaturen die Gasheizung  schnell und zuverlässig für Wärme und Warmwasser. Ist die Luft draussen wärmer, fordert die Heizung eine geringere Vorlauftemperatur und die Wärmeversorgung kann über die Wärmepumpe gewährleistet werden. Ebenfalls beliebt sind die sogenannten Wärmepumpenboiler, die nur zur Erwärmung von Warmwasser dienen. Diese Bauart ist eine optimale Ergänzung, wenn nicht das gesamte Heizungs-System modernisiert werden soll.

Letztlich kann noch die Gasheizung komplett durch eine Wärmepumpe ersetzt werden.


Hat die Gasheizung in der Schweiz eine Zukunft?

Gerade bei einer Heizung, die mit nicht erneuerbaren Energien betrieben wird, stellt sich die Frage, ob sie auch in Zukunft noch rentabel ist. Mittelfristig sind Gasheizungen auf jeden Fall noch eine gute Lösung in der Schweiz. Vor allem für kombinierte Systeme mit thermischen Sonnenkollektoren oder einer Wärmepumpe steigt die Nachfrage, da diese sehr umweltfreundlich sind, Energie sparen und von den einzelnen Kantonen und verschiedenen Energieanbietern mit Prämien gefördert werden.

Ausserdem ist vorläufig nicht damit zu rechnen, dass die Preise für Erdgas unnatürlich steigen. In den letzten fünf Jahren ist der Preis für Gas um nur etwa 8 Prozent gestiegen.

Die Zukunft der Gasheizung

Bild: Ideen Icon
  • Gas verbrennt sehr sauber
  • Wird vermutlich noch 15 - 20 Jahre genutzt
  • Zählt aber nicht zu den erneuerbaren Energien

Unsere Empfehlung zum Kauf einer Gasheizung

Welches Fazit lässt sich ziehen? Eine Gasheizung heizt mit fossilen Rohstoffen und greift auf nicht erneuerbare Ressourcen zurück. Sollten Sie deshalb eine andere Heizung kaufen? Nicht in allen Fällen! Natürlich ist die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu bevorzugen.

Dennoch stellt die Gasheizung zum aktuellen Zeitpunkt die beste Kompromisslösung dar, wenn beispielsweise der Einbau einer Wärmepumpe nicht möglich oder nicht wirtschaftlich ist. Eine moderne Heizung mit Brennwerttechnik verbrennt Gas hocheffizient und nahezu rückstandsfrei.

Gleichzeitig ist die Gasheizung in der Anschaffung eine der günstigen Varianten und macht auch in den laufenden Kosten eine gute Figur. Sofern Sie also an das Gasnetz angeschlossen sind und nicht auf eine Wärmepumpe oder Holzheizung zurückgreifen wollen, kann die Gasheizung mittelfristig eine Lösung sein. Ihr wirtschaftlicher Einsatz wird aber stark von der Entwicklung der Gaspreise und auch CO2 Vorgaben abhängig sein.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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