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Preise und Einbau-Kosten für eine Heizung in der Schweiz

Heizungs-Kosten Welche Heizung darf es sein? | © bht2000 / fotolia.com

Durch die Wahl des richtigen Heizsystems können Sie langfristig Energie einsparen. Doch der Ersatz einer Heizung ist mit hohen Investitionskosten verbunden, diese können aber stark je nach Ausgangslage stark variieren.

Doch woran liegt das genau, dass die Preise für Heizungen so unterschiedlich sind und wie findet man die perfekte Heizung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für sein Haus?

Wir bieten Ihnen einen Kosten-Vergleich aller Heizungen samt ihren spezifischen Vorteilen und Nachteilen.

Inhalt

1. Allgemeines 5. Förderung
2. Preis-Vergleich 6. Günstigste Heizung?
3. Einbau-Kosten 7. Fazit
4. Laufende Kosten
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Allgemeines zu den Kosten einer Heizung

Bild: Wärmepumpe als Heizung Eine Wärmepumpe | © STIEBEL ELTRON

Wollen Sie eine vorhandene Heizung ersetzen und interessieren Sie sich für eine umweltfreundliche Heizung? Es gibt für jedes Budget eine Möglichkeit.

Meistens sind die Kosten bei der Wahl einer Heizung entscheidend. Hierbei müssen Anschaffungs-Kosten, Montage-Kosten und laufende Kosten berücksichtigt werden. Aber auch die Ausgaben, die durch die Demontage der alten Heizung entstehen, dürfen nicht vergessen werden.

Eine Heizung, die bei der Anschaffung relativ kostengünstig ist, kann aufgrund teurer Energieträger auf Dauer sehr kostspielig werden. Heizen mit erneuerbaren Energien erscheint auf den ersten Blick in der Anschaffung eher teuer. Entsprechende Heizungen rentieren sich allerdings innerhalb weniger Jahre und werden obendrein noch staatlich gefördert. Worauf Sie bei der Wahl achten sollten und wie Sie möglichst viel Geld sparen können, erfahren Sie im Folgenden.


Heizungs-Preise im Vergleich (CHF)

Die Kosten-Spanne der verschiedenen Heizungen ist sehr gross. Hier finden Sie eine Übersicht zu den laufenden Kosten und den Preisen der unterschiedlichen Heizungen inklusive Montage-Kosten. Die angegebene Preisspanne bezieht sich auf Einfamilienhäuser mit rund 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf pro Jahr. Je nachdem, ob eine Heizung nur modernisiert oder gegen ein neues System getauscht wird, liegen die Kosten eher am unteren, bzw. oberen Ende der Preisspanne.

Heizung
(für EFH, 20.000 kWh)
Energiekosten (Energieträger)Wartungskosten pro JahrKaufpreis samt Einbau
Ölheizung 11 Rp pro kWh 650 CHF 18.500 - 30.000 CHF
Gasheizung 8 Rp pro kWh 650 CHF 14.000 - 27.500 CHF
Luft-Wasser-Wärmepumpe 5 Rp pro kWh 250 CHF 29.000 - 42.000 CHF
Sole-Wasser-Wärmepumpe 4 Rp pro kWh 250 CHF 43.000 - 65.000 CHF
Pelletheizung 10 Rp pro kWh 450 CHF 30.000 - 42.000 CHF
Hackschnitzelheizung 5 Rp pro kWh 450 CHF 30.000 - 40.000 CHF
Stückholzheizung 8 Rp pro kWh 350 CHF 30.000 - 39.000 CHF
Elektroheizung 18 Rp pro kWh 50 CHF 60 - 450 CHF / Heizkörper
Brennstoffzellen-Heizung 24 Rp pro kWh 250 CHF 50.000 - 80.000 CHF
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Ölheizung

Eine Ölheizung liegt im mittleren bis höheren Preissegment im Vergleich zu anderen Heizungen. Viele tendieren jedoch zu einer Ölheizung. Ins Gewicht fallen allerdings die steigenden Öl-Preise: 100 Liter Öl liegen derzeit bei ungefähr 83 Schweizer Franken (Stand: Januar 2018). Beim Wärmebedarf eines Einfamilienhauses von etwa 20.000 Kilowattstunden jährlich, liegen die Heiz-Kosten dann bei etwa 2.200 Schweizer Franken.

Die Ölheizung ist im Laufe der Zeit durch die Brennwerttechnik wesentlich effizienter geworden, da die entstehende Wärme mit der Kondensationstechnik genutzt wird. Öl ist als Energieträger jedoch nicht sonderlich umweltfreundlich. Mehr Details finden Sie hier.

Gasheizung

Wer bereits einen Gasanschluss besitzt, für denjenigen ist eine Gasheizung eine gute Wahl. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie mit rund 5.000 Schweizer Franken für einen Erst-Anschluss ans Gasnetz rechnen.

Der Gas-Preis variiert stark, da er je nach Region separat festgelegt wird, liegt im Durchschnitt aber bei etwa 8 Rappen pro Kilowattstunde. Vorteilhaft ist, dass die Kosten für Gas in den letzten Jahren relativ stabil waren. Zu berücksichtigen sind des Weiteren regelmässige Wartungsarbeiten und der Austausch von Verschleissteilen. Eine detailliertere Übersicht zu Gasheizungen gibt es hier.

Pelletheizung

Bild: Verschiedene Holzheizungen Holz als natürlicher Brennstoff | © Gina Sanders / fotolia.com

Die Pelletheizung wird in der Schweiz immer beliebter, weil sie klimaneutral ist. Dennoch lassen sich immer noch viele von den höheren Anschaffungs-Kosten abschrecken.

Diese Bedenken sind allerdings unbegründet, da sich die Anschaffungsausgaben in ein paar Jahren wieder durch die preisstabilen Energiekosten und die niedrigeren Wartungskosten amortisieren, wenn man das Ganze beispielsweise mit einer Ölheizung vergleicht. 200 Gramm Pellets entsprechen etwa einer Kilowattstunde und kosten aktuell 10 Rappen (Stand: Ende 2017).

Zusätzliche Kosten können Sie sparen, wenn Sie den Brennstoff im Sommer kaufen, weil in dieser Zeit die Pellets am günstigsten sind. Unterstützt wird man ausserdem durch die staatliche Förderung, die kantonal unterschiedlich ausfällt. Weiterlesen können Sie hier.

Sonstige Holzheizungen

Zu weiteren Holzheizungen gehören Hackschnitzelheizungen, die mit einem preiswerten und CO2-neutralen Brennstoff betrieben werden. Bei Hackschnitzelheizungen sind auch Pellets als Brennstoff möglich.

Während die Anschaffungs-Kosten vergleichsweise hoch sind, punktet die Hackschnitzelheizung durch niedrige Betriebs- und Wartungskosten. Finanzielle Unterstützung können Sie ausserdem durch staatliche Förderung erhalten.

Stückholzheizungen - auch unter Scheitholzheizungen bekannt - werden mit dem natürlichen Brennstoff Holz betrieben. Diese Heizung ist sehr umweltfreundlich und effizient. Der Brennstoff ist günstig und unterliegt kaum Preis-Schwankungen. Die Anschaffungs-Kosten für eine Stückholzheizung sind im Vergleich zu den anderen Holzheizungen am geringsten.

Wärmepumpen

Wie ist es um die Kosten der Wärmepumpen bestellt? Besonders umweltfreundlich und effizient ist die Wärmepumpe. In der Anschaffung ist hierbei die Luft-Luft-Wärmepumpe am kostengünstigsten, am teuersten ist diese jedoch hinsichtlich der jährlichen Betriebs-Kosten (im Vergleich mit anderen Wärmepumpen). Nachteilig ist zudem, dass keine Förderung für diese Art von Wärmepumpen existiert und sie nur in Verbindung mit einem Lüftungssystem funktionieren.

Die Betriebs-Kosten pro Jahr sind bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe und Wasser-Wasser-Wärmepumpe am niedrigsten. Am günstigsten in der Anschaffung ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe, bei der zwar das Gerät selbst teuer ist, dies aber durch die geringen Einbau-Kosten ausgeglichen wird. Eine detailliertere Übersicht zu den Kosten und der Förderung einer Wärmepumpe erhalten Sie hier.

Kostenloses Angebot für einen Wärmepumpen-Einbau einholen

Elektroheizung

Bild: Eine Elektro-Heizung Neue E-Heizungen sind in der Schweiz verboten | © J.M. / fotolia.com

Eine Elektroheizung ist in der Anschaffung von allen Heizungsarten am günstigsten. Allerdings sind Elektroheizungen aufgrund des schlechten Wirkungsgrades sehr teuer im Betrieb und haben einen sehr hohen Stromverbrauch. Pro Kilowattstunde sollten Sie mit 18 Rappen rechnen.

Die Kosten für eine Elektroheizung variieren je nach Heizungstyp. Es gibt Speicherheizungen, Direktheizungen und Infrarotheizungen. Speicherheizungen können bei geringer Nachfrage Wärme einspeichern und sie über mehrere Stunden wieder abgeben.

Direktheizungen wärmen nur, wenn sie mit Strom versorgt werden. Infrarotheizungen - auch Infrarotstrahler genannt - erwärmen die Luft nicht direkt, sondern indirekt über die Erwärmung von Oberflächen. Der Neueinbau oder Austausch von Elektroheizungen ist in der Schweiz grundsätzlich verboten. Zu den Ausnahmen erhalten Sie hier mehr Informationen.

Brennstoffzellen-Heizung

Die Brennstoffzellen-Heizung ist zurzeit in aller Munde. Mit dieser innovativen Brennstoffzellen-Technik lässt sich umweltfreundlich und effizient aus der chemischen Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff Wärme sowie Strom erzeugen. Diese Heizung ist momentan noch sehr teuer, da es sich um eine grosse Anlage handelt und der Aufbau komplex ist. Ausserdem ist die Herstellungszahl von Brennstoffzellen-Heizungen sowie die Nachfrage noch relativ gering, was die Anschaffung folglich kostenintensiver macht. Die Zukunft wird noch zeigen müssen, ob sich die Brennstoffzelle am Heizungsmarkt durchsetzt.

Die beste Heizung?

Bild: Ideen Icon
  • Rahmenbedingungen entscheiden über die "beste" Heizung
  • Sehr häufig ist eine Wärmepumpe zu empfehlen
  • Gasheizung ist in älteren Immobilien mittelfristig noch sinnvoll

Einbau-Kosten für Heizungen in der Schweiz

Der Aufwand des Heizungseinbaus ist sehr unterschiedlich. Danach bemessen sich auch die Einbau-Kosten. Hinzu kommen unter Umständen Genehmigungen und die Erschliessung der Wärmequelle. Grundsätzlich sollten Sie bei einem Handwerker in der Schweiz mit einem Stundensatz zwischen 100 und 150 Schweizer Franken rechnen. Unterschiede beim Stundensatz kommen vornehmlich durch regionale Unterschiede zustande und hängen auch mit der Ausbildung des Heizungsbauers zusammen.

Die Einbau-Kosten einer Heizung lassen sich nun verschiedentlich berechnen. Nimmt man nur den Stundensatz, dann ist der Einbau vergleichsweise günstig. Rechnet man aber alle Anträge und Zusatz-Kosten zusammen, dann kommt man auf folgende Einbau-Preise für Heizungen in der Schweiz:

Heizung Einbau / InbetriebnahmeDrittleistungen (Elektriker, Maurer etc.)Einbau-Kosten gesamt
Ölheizung 3.000 CHF 2.000 CHF 3.000 - 5.000 CHF
Gasheizung 2.500 CHF 1.000 CHF 2.500 - 3.500 CHF
Wärmepumpe 3.000 CHF 2.000 CHF 3.000 - 5.000 CHF
Pelletheizung 4.000 CHF 2.000 CHF 4.000 - 6.000 CHF
Fernwärme 2.500 CHF 1.000 CHF 2.500 - 3.500 CHF
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Laufende Kosten einer Heizung

Bild: Laufende Kosten Wartungen sind essentiell | © normankrauss / fotolia.com

Neben den Anschaffungs- und Einbau-Kosten kommen weitere Ausgaben auf Sie zu: Die laufenden Kosten. Zum einen gibt es Betriebskosten und Kosten für den Energieträger (Gas, Öl, Pellets etc.). Die Betriebskosten sind bei einer Pelletheizung beispielsweise die Ausgaben für Strom, der benötigt wird, um die Pellets zu entzünden.

Hinzu kommen dann noch Wartungskosten für einen Heizungstechniker oder den Schornsteinfeger. Je nach Heizung stehen diese Arbeiten durch Handwerker unterschiedlich oft an.

Wärmepumpen sind hierbei vergleichsweise wartungsarm. Pellet-, Öl- und Gasheizungen benötigen dagegen eine regelmässige Wartung. Auch der Austausch von Verschleissteilen kann zusätzliche Kosten verursachen.


Förderung für Heizungen in der Schweiz

Die energetische Sanierung einer neuen Heizung wird in der Schweiz staatlich gefördert. Aufgrund der Fülle verschiedener Förderungen ist es für einen Laien relativ schwierig sich einen Überblick zu verschaffen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Wärmepumpen, solarthermische Anlagen, Pelletheizungen und Holzheizungen mit unterschiedlich hohen Förderungen unterstützt werden.

Heizungen mit fossilen Brennstoffen (Ölheizung, Gasheizung) erhalten keinerlei Förderung in der Schweiz. Im Rahmen der Energiewende sollen Anreize geschaffen werden, sich von den fossilen Brennstoffen abzukehren und in eine erneuerbare Heizung zu investieren. Ob Sie für Ihr Projekt eine Förderung erhalten, sehen Sie hier.


Welche Heizung ist die günstigste?

Bild: Heizungen für die Schweiz Verschiedene Heizungen | © hutti / pixabay.com CC0

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Antwort stark davon abhängt, welcher Heizbedarf vorliegt. In jedem Fall muss die Betrachtung der Kosten über den gesamten Nutzungszeitraum einer Heizung (ca. 20 Jahre) betrachtet werden.

Gerade die in der Anschaffung teureren Heizungen amortisieren sich nach einigen Jahren und sind auf lange Sicht gesehen günstiger.

Für den standardisierten Neubau lohnt sich in jedem Fall eine Wärmepumpe. Bei geringem Heizbedarf zeigen diese Geräte, was in ihnen steckt und überzeugen mit unschlagbar niedrigen Heizkosten. Diese gleichen nach einigen Jahren die hohen Investitionskosten aus und lassen sich durch eigenproduzierten Ökostrom weiter verringern. Bei nicht oder nur sehr schlecht gedämmten Gebäuden sind meist eher eine Pelletheizung oder eine der anderen Holzheizungen zu empfehlen.

Diese sind die einzigen Heizungen, welche die Leistung einer traditionellen Heizung mit erneuerbaren Energien verbinden. Zwar lassen sich die Preisentwicklungen für Rohstoffe nicht hundertprozentig vorhersehen, aber es ist davon auszugehen, dass die Preise für fossile Brennstoffe mittelfristig weiter steigen werden, während die Holzpreise eher konstant bleiben.


Fazit

Der Ersatz einer Heizung ist mit hohen Investitionskosten verbunden. Die Höhe der Investitionskosten hängt stark vom gewählten Heizungstyp ab. In der Regel wirken sich aber Systeme mit höheren Anschaffungskosten positiv auf die Betriebskosten aus und lassen sich so schneller amortisieren. Gerne beraten wir Sie und helfen Ihnen auf der Suche nach einem Installationspartner für Ihre Wunschheizung.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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