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Die Ölheizung in der Schweiz - ein veraltetes Heizsystem?

Eine Frau mit einem Blatt Papier vor einer Heizung Ölheizungen müssen nicht teuer sein | © Gina Sanders / fotolia.com

Alte Ölheizungen sind ineffizient und stossen viel CO2 aus. Trotzdem steht im Keller von fast jedem zweiten Haushalt eine Ölheizung, weil meistens zum Zeitpunkt des Einbaus kaum bezahlbare und bessere Alternativen verfügbar waren.

Aus ökonomischer und auch ökologischer Sicht stellt sich also die Frage, ob Ölheizungen heute noch zeitgemäss sind, auch wenn moderne Brennwerttechnologien um einiges effizienter sind.

Doch lassen sich alternative Heizsysteme amortisieren? Und darf ich eine Ölheizung überhaupt noch uneingeschränkt einbauen?

Inhalt

1. Allgemeines 6. Wirtschaftlichkeit
2. Bestandteile 7. Energieeffizienz
3. Kosten in CHF 8. Einbau verboten?
4. Vorteile und Nachteile 9. Unsere Empfehlung
5. Förderung

Allgemeines über Ölheizungen

Bild: Eine weiße Ölheizung in einem Keller Ölheizung mit modernem Brennwertkessel | © gcpics / fotolia.com

Die Ölheizung ist aktuell noch die meist verbaute Heizung in der Schweiz. Knapp 40 Prozent der Bevölkerung beheizen Ihr Eigenheim mit dem fossilen Energieträger Öl. Um Wärme zu erzeugen, wird ein Öl-Luft-Gemisch im Heizkessel verbrannt. Über einen Wärmetauscher wird die Hitze an Wasser im Heizkessel übertragen.

Das im Heizkessel erhitzte Wasser wird nun über ein Rohrsystem in die Heizkörper gepumpt und gibt dort die Wärme an die Umgebungsluft ab. Eine Ölheizung kann sowohl der Erzeugung von Raumwärme als auch der Bereitstellung von Warmwasser in Gebäuden dienen. Damit kann sie als zentrales Heizsystem genutzt werden. Für die Bereitstellung von Warmwasser muss ein Warmwasserspeicher mit eingebaut werden.

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Bestandteile einer Ölheizung

Um die Bereitstellung von Wärme und Warmwasser zu gewährleisten, benötigt eine Ölheizung vier Haupt-Bestandteile: Den Öltank, einen Heizkessel (Brennwertkessel), einen Warmwasserspeicher und einen Heizkreislauf (Rohre und Heizkörper). Doch welche genauen Aufgaben haben diese Teile einer Ölheizung? Und was ist in Sachen Ölheizung der neueste Stand der Technik?

BauteilBeschreibung
Heizkessel (Niedertemperatur- oder Brennwertkessel) Im Heizkessel wird das Öl im Brenner verbrannt, um das umliegende Wasser zu erwärmen. Das erhitzte Wasser wird durch die Heizkörper gepumpt und erwärmt dann die Räume.
Öltank Ein großer Tank aus Stahl oder Kunststoff, in dem das Heizöl gelagert werden kann.
Warmwasserspeicher Hier wird das Trinkwasser erwärmt und gespeichert.
Heizkreislauf Der Heizkreislauf besteht aus Rohren und Heizkörpern. Durch die Rohre wird das Heizungswasser in die Heizkörper gepumpt und gibt dort die Wärme an die Umgebung ab.

Brennwertkessel

Bild: Ein Mann macht sich Notizen vor einer Heizung Ein Fachmann kontrolliert die Heizung | © pololia / fotolia.com

Brennwertkessel sind die energieeffizientesten Heizkessel, die es momentan für die Ölheizung auf dem Markt gibt. Der Brennwert des Rohstoffes Öl wird in diesem Kessel fast vollständig genutzt. Zusätzlich zum Heizwert des Öls wird - anders als bei einem Konstant- oder Niedertemperaturkessel - die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Kondensationswärme zur Erhitzung des Heizungswassers verwendet.

Die Abgase werden dazu in den Heizkörpern an dem zurückfliessenden, kühlen Wasser vorbeigeleitet. Dabei wird das Abgas auf mindestens 55 Grad Celsius heruntergekühlt, wodurch es nicht mehr so viel Wasserdampf speichern kann. Auf den Flächen des Wärmetauschers kondensiert es dann und gibt zusätzlich Wärme ab.

Ausserdem unterscheidet sich der Brennwertkessel von einem Konstanttemperaturkessel darin, dass nicht mehr eine grosse Menge an Brennstoff dafür aufgewendet werden muss, den Kessel ständig auf 70 bis 90 Grad aufzuheizen. War das bei einem Konstanttemperaturkessel noch nötig, auch wenn man gerade keine Heizwärme benötigt, heizt ein Brennwertkessel nur auf, wenn auch wirklich ein Heizkörper im Haus aufgedreht wird.

Beim Einbau einer Ölheizung mit Brennwertkessel muss zudem beachtet werden, dass eine Sanierung des Kamins nötig wird. Da säurehaltiges Kondensat mit den Abgasen im Kamin aufsteigt, muss ein säurebeständiges Abgasrohr zusammen mit dem Brennwertkessel installiert werden.

Öltank

Ein wichtiger Bestandteil der Ölheizung ist der Öltank. Denn eine Ölheizung ist nicht etwa wie eine Gasheizung an ein öffentliches Gasnetz angeschlossen, sondern der Rohstoff zum Heizen muss im eigenen Haus gelagert werden. Da ein Öltank sehr gross ist, wird die Ölheizung oftmals im Keller eines Hauses installiert.

Ist dieser Platz aber nicht vorhanden, dann bieten sich Erdtanks als Alternative an. Sie bestehen entweder aus doppelwandigem Edelstahl oder doppelwandigem Kunststoff und können im Garten eingegraben werden. Die Anforderungen an Überwachungseinrichtungen sind hier höher. Da Erdtanks im Garten eingegraben werden müssen sind sie teurer als ein Öltank für den Keller.

Die Grösse eines Öltanks richtet sich immer nach dem jeweiligen Verbrauch. Für ein Einfamilienhaus mit vier Personen sollte ein 2.000 bis 3.000 Liter Öltank ausreichen. Ein typischer Dreitausend-Liter-Tank kann bei einer Höhe von 200 Zentimeter auf einer Fläche von circa 130 mal 280 Zentimeter untergebracht werden. Ausserdem muss der Tank zum Schutz vor Auslaufen in eine Auffangwanne eingebaut werden.

Warmwasserspeicher

Bild: Ein gelber Warmwasserspeicher in einem Keller Warmwasserspeicher | © brizmaker / fotolia.com

Zu einer Ölheizung gehört oft auch ein Warmwasserspeicher, der aufgewärmtes Trinkwasser über längere Zeit speichert. Die Verluste beim Speichern sind entgegen der ersten Intuition relativ gering.

Warmwasserspeicher sind nicht zwingend notwendig, um eine Ölheizung zu betreiben, aber bieten zwei entscheidende Vorteile: Zum einen erhöht sich der Komfort für alle Bewohner, weil warmes Wasser zum Duschen und Waschen sofort bereitsteht, selbst wenn die Heizung gerade ruht.

Ein weiterer Vorteil ist die verbesserte Wirtschaftlichkeit des Systems, weil Trinkwasser passend zur Taktung der Heizung erwärmt werden kann und die Anlage damit häufiger im idealen Leistungsbereich betrieben wird. Warmwasserspeicher gibt es in unterschiedlichen Grössen von 50 bis 400 Litern. Pro Person sollte man mit einem Speichervolumen von 30 bis 50 Litern rechnen. Alternativen zum Warmwasserspeicher gibt es viele, aber nur wenige sind zu empfehlen.

Eine gute Alternative bzw. Ergänzung ist der Anschluss einer Solarthermie-Anlage und der Einbau eines Wärmepumpen-Boilers, um das Warmwasser für den gesamten Haushalt zu erwärmen. Bei der Erwärmung des Trinkwassers können solche speziellen Anlagen grosse Einsparungen ermöglichen, weil der Warmwasser-Bedarf immer recht konstant ist und ein Wärmepumpen-Boiler daher weitaus geringere Betriebskosten verursacht, als eine Ölheizung, die Trinkwasser erhitzt.

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Kosten einer Ölheizung in der Schweiz

Bild: Ein Handwerker repariert eine Ölheizung Ein Fachmann übernimmt die Wartung | © RioPatuca / fotolia.com

Die Kosten einer Ölheizung setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Es gibt Ölheizungen von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Ausstattungen. Ausserdem muss bei der Kosten-Berechnung beachtet werden, ob eine komplett neue Ölheizung eingebaut wird oder nur Teile einer bestehenden Ölheizung ausgetauscht werden.

Bei einer Neuinstallation muss zudem geprüft werden, ob eine Sanierung des Kamins nötig ist. Ist das der Fall, entstehen hier auch noch einmal Kosten.

Mit den Kosten für eine Heizung und eine mögliche Kaminsanierung ist es aber noch immer nicht getan. Hinzu kommen noch die laufenden Kosten für die Ölheizung. Dazu gehören Reparatur- und Wartungsarbeiten durch einen Fachmann, die Kosten für den Kaminfeger und natürlich für das Heizöl.

Ölheizung ersetzenNeue Ölheizung einbauenKosten
Öl-Heizkessel (Brennwertkessel) Öl-Heizkessel (Brennwertkessel) 8.000 CHF

Öltank (falls nicht vorhanden) 4.000 CHF

Warmwasserspeicher 4.000 CHF
Heizverteilung 500 CHF
Bauseitige Leistungen (Elektriker, Maurer etc.) Bauseitige Leistungen (Elektriker, Maurer etc.) 2.000 CHF
Sanierung der Kaminanlage Sanierung der Kaminanlage 3.000 CHF
Demontage der alten Heizung Demontage der alten Heizung 2.500 CHF
Installation Installation 3.000 CHF
Gesamtkosten   18.500 - 27.000 CHF

Einbau-Kosten

Eine neue Heizung - egal mit welchem Rohstoff geheizt wird - sollte von einem Fachmann eingebaut und in Betrieb genommen werden. Je nachdem, ob eine komplett neue Ölheizung eingebaut oder nur der Heizkessel ausgetauscht wird, fallen unterschiedlich hohe Kosten für die Montage der neuen Heizung an.

Für den Einbau einer neuen Ölheizung mit Öltank und Heizkessel müssen Hauseigentümer mit Montage-Kosten in Höhe von 3.000 Schweizer Franken rechnen. Muss für die Installation eines Brennwertkessels der Kamin saniert werden, fallen hier noch einmal Kosten in Höhe von 3.000 Schweizer Franken an.

Kosten für einen neuen Öltank

In manchen Fällen einer Heizungssanierung kann es sinnvoll sein, neben dem Heizkessel auch den Öltank austauschen zu lassen. Bei einer langen Nutzungsdauer kommt es vor, dass der Öltank Risse bekommt und auszulaufen droht. Je nach Material und Grösse können die Preise für einen Öltank stark variieren. Für ein Einfamilienhaus sollte man mit Kosten zwischen 3.000 und 5.000 Schweizer Franken rechnen.

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Laufende Kosten

Mit dem Einbau einer neuen Heizung ist es noch nicht getan. Mit Inbetriebnahme der neuen Ölheizung fallen auch laufend weitere Kosten an. Dazu gehören Reparatur- und Wartungsarbeiten am Öltank und Heizkessel sowie die Betriebs- und Heizöl-Kosten. Die Brennstoffkosten für 100 Liter Öl liegen derzeit bei etwa 83 Franken, was rund 11 Rappen pro Kilowattstunde entspricht. Geht man von einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden für ein Einfamilienhaus von 140 Quadratmetern mit vier Personen aus, dann ergeben sich jährliche Heizkosten von 2.200 Schweizer Franken.

Hinzu kommen dann noch die jährlichen Kosten für den Kaminfeger, der je nach Art der Heizung ein bis drei Mal im Jahr zu einer Kontrolle ins Haus kommt. In den Kantonen, in dem das Kaminfegerwesen einem Monopol unterliegt, bestimmt die Gemeinde welcher Kaminfeger den Kamin reinigt. In diesen Kantonen liegt der Stundenlohn bei durchschnittlich 90 Schweizer Franken. In den monopolfreien Kantonen wie Schwyz, Basel und Zürich variiert der Stundentarif zwischen 75 und 140 Schweizer Franken. Deshalb sollten für den Kaminfeger etwa 250 Schweizer Franken an die Seite gelegt werden.

Hinzu kommt ausserdem noch eine Reinigung des Öltanks, die alle zehn Jahre gemacht werden sollte. Hierfür liegen die Kosten bei 500 Schweizer Franken. Für jährlich anfallende Servicearbeiten sollten Hausbesitzer nochmal 350 Schweizer Franken einplanen. Pro Jahr kostet also die reine Instandhaltung einer Ölheizung 650 Schweizer Franken.

Was muss gemacht werden?Laufende Kosten (pro Jahr)
Wartung und Service 350 CHF
Tank-Reinigung 50 CHF (500 CHF alle 10 Jahre)
Kaminfeger 250 CHF
Heizöl kaufen 2.200 CHF
Gesamt: 2.850 CHF

Vorteile und Nachteile einer Ölheizung

So wie jede Heizung hat auch eine Ölheizung ihre Vorteile und Nachteile. Zu den Vorteilen einer Ölheizung gehört, dass mit dem Austausch des alten Heizkessels in einen neuen Brennwertkessel bis 10 bis 30 Prozent an Energie eingespart werden können (inklusive hydraulischem Abgleich der neuen Heizung). Ausserdem kann eine Ölheizung mit erneuerbaren Energien wie einer Wärmepumpe oder Solarthermie kombiniert werden und ist in der Anschaffung günstiger als andere Heizungsarten. Da das Heizöl in einem Tank im Keller oder der Erde gelagert wird, ist man relativ flexibel und kann tanken, wenn die Ölpreise günstig sind.

Zu den Nachteilen einer Ölheizung zählt, dass es sich bei Heizöl nicht um eine erneuerbare Energiequelle handelt und der Staat bis 2050 alle Ölheizungen aus Schweizer Haushalten entfernen will. Bei den Preisen ist man abhängig vom internationalen Ölmarkt. Seit August letzten Jahres (Stand: 2017) sind die Preise für Heizöl mit zehn Franken pro 100 Liter Heizöl leicht angestiegen. Ausserdem stösst eine Ölheizung sehr viel schädliches CO2 in die Luft und man benötigt Platz für einen grossen Tank im Haus.

VorteileNachteile
Verwendung bewährter Technik Hoher CO2-Ausstoss
relativ konstante Heizöl-Preise Öl muss in einem Tank im Haus gelagert werden
Kombination mit Solaranlage oder Wärmepumpe möglich Öl ist keine erneuerbare Energie
es kann mir den eigenen Vorräten geheizt werden Schweiz will Ölheizungen langfristig abschaffen
es kann getankt werden, wenn die Ölpreise günstig sind Heizöl muss vorfinanziert werden
niedrige Investitionskosten

Staatliche Förderung für Ölheizungen in der Schweiz

Für die Sanierung und Erneuerung einer Ölheizung gibt es in der Schweiz keine staatliche Förderung. Das liegt daran, dass ein Neueinbau in der Schweiz ab 2050 verboten werden soll und man auf erneuerbare Energien umsteigen will. Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, sich eine neue Ölheizung in sein Haus einbauen zu lassen. Wer aber bereits sein Haus mit einer Ölheizung heizt und nicht auf eine neue Heizung umsteigen möchte, kann seinen alten Heizkessel gegen einen neuen Brennwertkessel austauschen.

Ausserdem gibt es die Möglichkeit seine alte Heizung mit einem Wärmepumpen-Boiler oder Solarthermie zur Warmwasser-Bereitung zu kombinieren. Diese Massnahme wird von einzelnen Energieanbietern mit einem Preisnachlass bei der Installation der Anlage unterstützt.

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Alternative Heizungen mit höherer Förderung

Wer sich beim Einbau einer neuen Heizung unterstützen lassen will, der sollte über den Einbau eines alternativen Heizsystems nachdenken. So wird etwa im Kanton Glarus der Einbau einer Pelletheizung pauschal mit 4.000 Schweizer Franken gefördert.

Des Weiteren wird im Rahmen des Gebäudeprogramms der Einbau einer Wärmepumpe gefördert. Je nach Kanton fällt diese Förderung unterschiedlich hoch aus. Zusätzlich dazu erhält man für bestimmte Wärmepumpen eine Förderung pro Kilowatt Leistung. Weitere Förderung kann man sich ausserdem noch für die Installation eines Wärmeverteilsystems sichern.

So fördert etwa der Kanton Basel Landschaft den Ersatz einer bestehenden Öl-, Gas- oder Elektroheizung durch eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit 3.000 Schweizer Franken für die Anlage und 200 Schweizer Franken zusätzlich pro Kilowatt Leistung. Für die Erstinstallation eines Wärmeverteilsystems können zusätzlich 1.600 Schweizer Franken plus 40 Schweizer Franken pro Kilowatt Leistung abgerufen werden.

Bild: Übersicht zu Vor-und Nachteilen einer Ölheizung Die Vorteile und Nachteile von Ölheizungen | © Energieheld

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Einen Einbau einer ganz neuen Ölheizung sollten Hausbesitzer - vor allem bei Neubauten - nicht planen. Zwar sind die Kosten mit etwa 27.000 Schweizer Franken für eine neue Ölheizung für eine Heizung eher gering, doch die Ölpreise steigen auch in der Schweiz stetig an.

Ein weiterer Grund, sich gegen den Einbau einer Ölheizung zu entscheiden, ist, dass der Einbau weder vom Staat noch von den Kantonen finanziell unterstützt wird. Die Modernisierung einer bestehenden Ölheizung kann die Heizkosten zwar um bis zu 30 Prozent senken, aber der Wechsel des Energieträgers macht sich auf lange Sicht noch deutlicher bezahlt.


Energieeffizienz und Umweltbelastung

Bild: Ein grüner Öltanker pumpt Heizöl in einen Tank Moderne Brennwertkessel arbeiten sehr effizient | © VRD / fotolia.com

Wer überlegt, sich eine Ölheizung in sein Haus einbauen zu lassen, der muss sich darüber im Klaren sein, dass diese etwa 290 Gramm CO2 pro Kilowattstunde ausstösst.

Damit produziert sie neben einem Kohleofen und einer Elektroheizung mit Strommix die grössten CO2-Emissionen. Allein durch die Kombination einer bestehenden Ölheizung mit Solarthermie oder einem Wärmepumpen-Boiler kann der CO2-Ausstoss um etwa 90 Gramm pro Kilowattstunde gesenkt werden.

Hat man aber noch einen alten Heizkessel im Haus und nicht das nötige Kleingeld, um auf erneuerbare Energien umzusteigen, dann lohnt sich der Austausch des alten Heizkessels auf einen Öl-Brennwertkessel. Sie sind wahre Hightech-Produkte und Hausbesitzer können damit etwa 30 Prozent der Energie gegenüber dem alten Gerät einsparen.

Ist die Ölheizung noch zeitgemäss?

Da in der Schweiz langfristig Öl als Heizmittel durch erneuerbare Energien ersetzen werden soll, sollte die Erneuerung der Ölheizung gut überlegt sein. Wer eine neue Heizung in sein Haus installieren möchte, sollte deshalb über eine alternative Heizung wie Wärmepumpen oder andere erneuerbare Heizsysteme nachdenken. Geht es um die Sanierung einer bestehenden Ölheizung, dann sollten Eigentümer genau abwägen, ob es nicht sinnvoll ist, den alten Heizkessel gegen einen neuen und effizienteren Brennwertkessel auszutauschen und diesen gegebenenfalls mit erneuerbaren Energien zu kombinieren.

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Rechtliches: Darf man eine neue Ölheizung in der Schweiz einbauen?

Grundsätzlich dürfen Sie eine neue Ölheizung in Ihr Haus einbauen lassen - egal ob Sie eine bestehende Anlage sanieren wollen oder eine Ölheizung in einem Neubau installieren lassen wollen. Dabei müssen Sie beachten, dass nach den "Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich" (MuKEn) der Energiebedarf bei einem sanierten Altbau acht Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr nicht übersteigen darf. Die MuKEn bestehen seit 2000 und stellen die Grundregeln der Kantone dar, wenn es um energetische Sanierung und allgemeine Energievorschriften geht.

Bisherige Bestrebungen Ölheizungen ganz zu verbieten, konnten sich bislang nicht durchsetzen. Eine Ausnahme bildet da der Kanton Bern, der den Einbau einer Ölheizung in Neubauten verboten hat. Sollte bis 2030 die CO2-Emission nicht um 30 Prozent gegenüber 1990 sinken, dann behält sich der Bundesrat vor, Heizungen mit fossilen Energieträgern komplett zu verbieten.

Dann dürften ab 2035 auch bei einer Sanierung der Heizung nur noch erneuerbare Energien eingesetzt werden. Die Schweizer Regierung würde als nächsten Schritt dann ab 2045 einen Sanierungszwang für alle Heizungen durchsetzen, die mit fossilen Energieträgern betrieben werden, sodass es - mit Sanierungsfrist - ab 2050 keine Ölheizungen mehr in der Schweiz geben würde.

Kombinationen mit Wärmepumpe oder Solarthermie

Bild: Ein Haus mit bunten Strichen Mit einer Wärmepumpe lässt sich sparen | © sdecoret / fotolia.com

Wie eine Gasheizung kann auch eine Ölheizung mit Solarthermie oder einem Wärmepumpen-Boiler kombiniert werden. Wer also überlegt, seinen Heizkessel durch einen Brennwertkessel auszutauschen, sollte auch direkt darüber nachdenken, seine alte Heizung durch einen Wärmepumpen-Boiler oder Solarthermie zu ergänzen.

Dadurch kann nicht nur die CO2-Emmission der Heizung um einiges gesenkt werden, sondern auch bis zu 30 Prozent der Heiz-Kosten gespart werden. Ausserdem wird die Kombination einer alten Heizung mit erneuerbarer Energie durch einige Energielieferanten gefördert.


Unsere Empfehlung

Sollten Sie eine Ölheizung kaufen? Nein, eigentlich nicht - es gibt nicht wirklich gute Gründe, die für den Kauf einer Ölheizung sprechen. Heizöl ist ein nicht erneuerbarer Rohstoff, er ist unökologisch und teuer. Zwar ist eine Ölheizung in der Anschaffung vergleichsweise günstig, auf eine Betriebsdauer von 20 Jahren relativiert sich dieser Vorteil jedoch durch die hohen Heizkosten.

Prinzipiell gibt es nur eine einzige sinnvolle Argumentation sich heutzutage eine Ölheizung zuzulegen - wenn es unmöglich ist, eine andere Heizung einzubauen. Dieser Fall sollte aber nur äusserst selten eintreffen. In den meisten Regionen ist die Nutzung erneuerbarer Energien möglich. Hierbei ist in der Regel der Einbau einer Wärmepumpe zu empfehlen. Sollte das - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich sein, stellt der Einbau einer Pellet- oder allenfalls einer Gasheizung eine Alternative dar.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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