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Pelletheizung in der Schweiz - Preise und Förderung

Bild: Pelletheizung im Heizungsraum Pelletkessel | © ÖkoFEN / pelletsheizung.ch

Heizen mit Holz ist altmodisch? Von wegen! Moderne Pelletheizungen - zum Beispiel - arbeiten effizient und ökologisch. Doch Vorsicht: Die Pelletheizung ist nicht für jedes Haus geeignet.

Denn um ihr Potential voll zu entfalten, muss die Pelletheizung auf Hochtouren laufen - und dass geht am besten in einem Haus mit hohem Energiebedarf.

Haben Sie also ein altes Bauernhaus? Oder leben in einem Kanton mit hoher Förderung? Dann könnte die Pelletheizung durchaus interessant für Sie sein!

Inhalt

1. Einleitung 5. Förderung
2. Funktion und Bauarten 6. Wirtschaftlichkeit / Amortisation
3. Vorteile / Nachteile 7. Unsere Empfehlung
4. Kosten
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Allgemeines über Pelletheizungen in der Schweiz

Bild: Klimaneutral Heizen mit Holz Nachwachsende Ressource Holz | © janeb13 / pixabay.com CC0

Pelletheizungen greifen auf das wohl älteste Heizprinzip der Menschheit zurück. Sie heizen mit Holz. Genauer: Sie Heizen mit Holzresten, die in Pelletform gepresst werden. Der Vorteil daran ist einerseits, dass ohnehin anfallende Reste verwertet werden.

Zum anderen ist Holz auch ein nachwachsender Rohstoff, der als klimaneutral gilt. Allerdings ist die Anschaffung einer Pelletheizung deutlich teurer, als die, einer vergleichbaren Gasheizung und man braucht für die Lagerung der Pellets viel Platz.

Am besten eignen sich Pelletheizungen in Ein- oder Mehrfamilienhäusern. Je schlechter die Dämmung und je höher der Wärmebedarf ist, desto mehr lohnt sich der Einsatz einer Pelletheizung. Dabei macht vor allem die Brennwerttechnik mit ihrem hohen Wirkungsgrad von annähernd 100 Prozent das Heizen mit Pellets wirtschaftlich. In gut gedämmten Neubauten lohnt sich eine Pelletheizung dagegen meist kaum, obwohl es inzwischen auch Modelle für Minergie Standard Häuser gibt.

Bei den Pellets handelt es sich um kleine, zylindrische geformte, Briketts, die aus Holzschnipseln zusammengepresst werden. Sie stammen meist aus den Holzabfällen von Sägewerken, Hobelwerken oder dem Verschnitt aus der Landschaftspflege. Dabei kann die Qualität der Pellets insbesondere hinsichtlich der Feuchtigkeit variieren. Für den Betrieb ist es daher wichtig, darauf zu achten, dass die Qualität der Pellets möglichst hoch und der Brennwert gleichbleibend ist.


Aufbau, Funktionsweise und Bauarten

Hier sehen Sie eine Pelletheizung mit Silo Pelletheizung mit Silo | © ÖkoFEN / pelletsheizung.ch

Wer sich für die Anschaffung einer Pelletheizung interessiert, der wird schnell feststellen, dass auf dem Markt verschiedene Typen angeboten werden.

Zum einen gibt es Pelletöfen und zum anderen Pelletkessel. Pelletkessel funktionieren wie gewöhnliche Heizkessel auch. Der Kessel wird an die Heizungsanlage angeschlossen und beheizt über einen Warmwasserkreislauf die gesamte Wohnfläche.

Dabei werden die Pellets bequemerweise vom Silo automatisch in den Kessel befördert und dort mit Hilfe eines Heizgebläses oder Restglut entzündet und verbrannt. Ausserdem kann ein Pelletkessel den Warmwasserbedarf eines Haushalts vollständig abdecken. Überschüssige Energie wird in einem Pufferspeicher aufgefangen. In ihm kann das Heizungswasser über einen langen Zeitraum wie in einer Thermoskanne warm gehalten und bei Bedarf genutzt werden.

Bauteil Beschreibung
Pelletkessel Liefert Heizwärme und Warmwasser für den gesamten Haushalt
Pelletsilo Hier lagert der Pelletvorrat
Pelletschnecke Die Pelletschnecke befördert die Pellets vom Pelletsilo in die Pelletheizung
Pufferspeicher Speichert die produzierte Wärme, sodass sie bei Bedarf genutzt werden kann
Aschebehälter Der Aschebehälter fängt die Überreste der verbrannten Pellets auf

Lagerung und Transport

Ihren Brennstoff beziehen Pelletkessel aus dem Pelletsilo über eine Förderschnecke oder einen sogenannten Maulwurf. Der Maulwurf hat gegenüber der Schnecke den Nachteil, dass er das Silo nicht komplett leeren kann. Da er mit einem Saugsystem arbeitet, dass nicht in alle Bereiche des Silos reicht, bleiben Reste in den Ecken zurück. Bei der Schnecke sollte man darauf achten, dass sie nicht aus minderwertigem Plastik besteht.

Platzbedarf

Ein wichtiger Faktor, den man beim Kauf einer Pelletheizungen bedenken sollte, ist der vergleichsweise hohe Platzbedarf. Für das Pelletsilo muss man ca. 18 Kubikmeter Raum einplanen. Das entspricht einer Grundfläche von etwa 9 Quadratmetern. Ausserdem müssen weitere 5 Quadratmeter für den Pufferspeicher und den Brennwertkessel selber eingeplant werden. Insgesamt braucht man also ca. 15 Quadratmeter Raum um eine Pelletheizung mit einer Heizleistung von 15 bis 20 Kilowatt aufstellen zu können.

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Der Pelletofen für einzelne Räume

Pelletöfen werden üblicherweise zum Beheizen einzelner Räume genutzt und geben ihre Heizenergie direkt an die Raumluft ab. Damit sind sie durchaus mit Kaminöfen vergleichbar. Das gilt sowohl für die wohlige Wärme, die sie abgeben, als auch für die Funktionsweise. Statt Holzscheiten verbrennen sie jedoch Holzpellets, was um einiges effizienter ist. Wenn sie über eine Wassertasche verfügen, können sie auch an das Heizungssystem angeschlossen werden, und so Heizenergie an andere Räume weitergeben. Zur Deckung des Warmwasserbedarfs eigenen sie sich aber nicht.

PelletofenPelletheizung
Funktioniert ähnlich einem Kaminofen Wie konventioneller Heizkessel
Kann ans Heizungssystem angeschlossen werden, falls er über eine Wassertasche verfügt Lässt sich an bestehenden Heizkreislauf anschliessen
Ist nicht zur Warmwasserbereitung geeignet Dient auch der Warmwasserbereitung
Braucht weder Silo noch Fördersystem Braucht Silo und Fördersystem
Muss von Hand bestückt werden Wird automatisch bestückt
Bild: Infografik zum Aufbau einer Pelletheizung Wie ist eine Pelletheizung aufgebaut? | © Energieheld
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Vorteile und Nachteile einer Pelletheizung

Förderschnecke mit Pellets Pellets | © 2017, Vaillant GmbH, Remscheid / pelletsheizung.ch

Die Pelletheizung erfreut sich aufgrund ihrer ökonomischen Effizienz und ihrer Ökobilanz zunehmender Beliebtheit. Allerdings hat sie nicht nur Vorteile. Vor allem der hohe Investitionspreis gehört zu den Nachteilen.

Daher ist  es wichtig, dass die Pelletheizung möglichst effizient eingesetzt wird, damit die Anschaffungskosten möglichst schnell amortisiert werden können.

Da die Pelletheizung in Vollauslastung am effizientesten arbeitet, ist sie vor allem für Haushalte mit hohem Wärmebedarf geeignet. Vor diesem Hintergrund gilt es, die Vorteile und Nachteile sorgsam abzuwägen, bevor man sich für den Kauf einer Pelletheizung entscheidet.

Pellets - ein preisstabiler Brennstoff

Zu den grossen Vorteilen der Pelletheizung gehört mit Sicherheit die Preisstabilität des Brennstoffs. Die Preise liegen bei ca. 10 Rappen je Kilowattstunde, wobei die Preise im Sommer am niedrigsten sind. Damit liegen die Heizkosten einer Pelletheizung unter denen der meisten anderen Heizungssysteme.

Da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, sind in der Zukunft auch keine signifikanten Preissteigerungen wie etwa bei Gas oder Öl zu erwarten. Dazu kommt, dass die Menge der jährlich anfallenden Holzreste, die sich zur Weiterverarbeitung zu Pellets eignen, so gross ist, dass damit rund doppelt so viele Pelletheizungen betrieben werden könnten wie im Moment. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Energieträgern liegt in der möglichen Bevorratung im Sommer (mit Ausnahme von Heizöl, das ebenfalls unabhängig von der Jahreszeit im Vorrat gekauft werden kann).

Unkomplizierter Einbau

Dazu kommt, dass der Einbau relativ unkompliziert ist. Wer seinen alten Heizkessel gegen einen Pelletkessel austauschen möchte, kann diesen einfach an das vorhandene Heizungssystem anschliessen. Gegebenenfalls muss noch ein Pufferspeicher ergänzt werden. In jedem Falle muss ein Pelletlager und ein Fördersystem installiert werden. Die vorhandenen Heizkreisläufe können jedoch übernommen werden, sodass hier keine weiteren Kosten entstehen.

Klimaneutral heizen mit Pellets

Neben den genannten finanziellen Vorteilen sind die ökologischen Vorteile zu nennen. Denn das Heizen mit Pellets gilt als klimaneutral und damit sehr umweltfreundlich. Das Holz hat das CO2, das bei seiner Verbrennung entsteht, bereits beim Wachsen absorbiert.

Deshalb gibt es für den Einbau von Pelletheizungen eine staatliche Förderung. Zudem verbrennen Pellets sehr sauber und haben einen hohen Nutzungsgrad. Nur Erdgas verbrennt noch rückstandsfreier. Im Gegensatz zu Holz wächst Erdgas aber nicht nach und es absorbiert auch kein CO2 beim Wachsen. Auch beim Transport und der Herstellung schneiden Pellets besser als Öl und Gas ab.

Heizen mit Pellets - kaum Nachteile

Allerdings gibt es auch Nachteile der Pelletheizung. Der Grösste ist der hohe Anschaffungspreis der Pelletheizung. Dazu kommt der hohe Platzbedarf der Anlage samt Silo und Pufferspeicher. Ausserdem muss regelmässig die Asche entfernt werden. Allerdings fällt nicht viel davon an, da Pellets wie bereits erwähnt, relativ rückstandsfrei verbrennen. Viel mehr Nachteile hat die Pelletheizung nicht. Lediglich der Geruch der Pellets, der aus dem Silo in den Keller dringt, kann gegebenenfalls als weiterer Nachteil betrachtet werden.

VorteileNachteile
Preiswerter Brennstoff Hoher Investitionspreis
Bevorratung im Sommer möglich Grosser Platzbedarf für Pufferspeicher und Silo
Keine signifikanten Preissteigerungen zu erwarten Asche muss regelmässig entfernt werden
Kessel lässt sich einfach gegen alten tauschen Geruch der Pellets im Silo
Klimaneutral - CO2 beim Wachstum schon absorbiert
Verbrennt weitgehend rückstandsfrei - hoher Nutzungsgrad
Herstellung und Transport keine Gefahr für Umwelt
Staatliche Förderung

Fazit: Die Anschaffung einer Pelletheizung will gut überlegt sein. Aus ökologischer Sicht ist die Pelletheizung natürlich immer empfehlenswert. Sie bezieht ihre Energie aus einem nachwachsenden Rohstoff, verbrennt diesen sehr effizient und gilt deshalb als klimaneutral.

Aus finanzieller Sicht muss man jedoch genau kalkulieren. Der hohe Investitionspreis steht niedrigen Betriebskosten und stabilen Brennstoffpreisen gegenüber. Insofern lohnt sich die Anschaffung einer Pelletheizung aus ökonomischer Sicht also vor allem dann, wenn man einen entsprechend hohen Wärmebedarf hat. Allerdings gibt es auch schon Kessel, die selbst für ein Minergie Standard Haus geeignet sind.

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Kosten einer Pelletheizung - so viel zahlen Sie in der Schweiz

Bild: Heizen mit Pellets Clever heizen mit Pellets | © horjaraul / pixabay.com CC0

Die Investitionskosten für eine Pelletheizung variieren je nach Qualität und Leistungsfähigkeit der Anlage und liegen in der Schweiz bei circa 39.000 Schweizer Franken. Es gibt allerdings auch teurere Anlagen.

Das liegt zum einen an der aufwendigen Technik des Heizkessels. Zum anderen schlagen hier die Einrichtung des Silos samt Förderschnecke oder Maulwurf sowie der Pufferspeicher zu Buche. Kernstück der Heizung ist der Kessel. Die Kosten für den Kessel richten sich im Wesentlichen nach dem Nennwert.

Für einen Kessel mit einer Leistung von 14 Kilowatt zahlt man durchschnittlich 15.000 Schweizer Franken. Ein solcher Kessel mit 10 bis 15 Kilowatt Wärmeleistung würde sich für ein Einfamilienhaus eignen. 

Weitere Faktoren, die den Preis der Anlage beeinflussen sind der Wirkungsgrad, Komfortfunktionen wie die automatische Reinigung und Aschebeseitigung oder etwa eine Lambdasonde, die die Effizienz der Anlage steigert. Grundsätzlich gilt: Je teurer die Anlage umso effizienter wird sie. Es gibt allerdings auch Kessel ohne jede Komfortausstattung und mit einer Nennleistung von weniger als 14 Kilowatt, die schon ab 4.700 Schweizer Franken zu haben sind. 

Mit der Installation des Kessels ist die Pelletheizung aber noch nicht komplett. Es werden noch das Lager, das Fördersystem und gegebenenfalls ein Pufferspeicher benötigt. Der Preis für ein Silo inklusive Fördersystem liegt bei etwa 5.000 Schweizer Franken. Der Pufferspeicher kostet noch einmal rund 4.000 Schweizer Franken.

BauteilKosten
Pelletkessel 15.000 CHF
Demontage Heizung / Tank 2.500 CHF
Silo inkl. Fördersystem 5.000 CHF
Expansion, Heizverteilung, Heizkörper 500 CHF
Austragung 2.000 CHF
Pufferspeicher 4.000 CHF
Montage 4.000 CHF
Bauseitige Leistungen 2.000 CHF
Kaminsanierung 4.000 CHF
Investition gesamt 39.000 CHF

Einbau-Kosten

Ein weiterer Kostenfaktor sind die Kosten für die Montage. Die Kosten richten sich hierbei nach den auszuführenden Arbeiten. Wird die komplette Heizungsanlage neu installiert, liegen die Kosten höher als für einen Austausch des Kessels und der Installation von Silo und Pufferspeicher. Die Kosten für den Einbau liegen bei etwa 4.000 Schweizer Franken. Ausserdem kann es sein, dass noch eine Kaminsanierung nötig wird, wenn sie sich für eine Pelletheizung mit Brennwertkessel entscheiden. Diese kostet mindestens weitere 4.000 Schweizer Franken.

Laufende Kosten

Bild: Preiswert heizen mit Pellets Preiswert heizen mit Pellets | © geralt / pixabay.com CC0

Zu den laufenden Kosten einer Pelletheizung zählen die Verbrauchskosten und die Kosten für den Kaminfeger. Die Verbrauchskosten für eine Kilowattstunde liegen bei einer Pelletheizung bei 0,10 Schweizer Franken.

Das entspricht in etwa 250 Gramm Holzpellets. Bei einem angenommenen Jahresverbrauch 20.000 Kilowattstunden für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern und 4 Personenhaushalt kommen somit jährlich 2.000 Schweizer Franken Heizkosten zustande.

Zum Preis der Pellets ist anzumerken, dass er sinkt, wenn man grössere Mengen auf einmal kauft und das am besten im Sommer, wenn die Nachfrage niedrig ist. Wichtig ist, dass die Qualität der Pellets von gleichbleibend hohem Brennwert ist. Deshalb sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Pellets genormt sind. Diese halten Qualitätsstandards bezüglich Fremdstoffen ein, welche beim Verbrennen umweltschädlich sein könnten. Ungenormten Pellets, die schon in geringen Mengen ohne Mengenrabatt zu niedrigen Preisen angeboten werden, sollte man dagegen mit Vorsicht begegnen.

Energiekosten (20.000 kWh)Wartung / KaminfegerGesamt-Kosten
2.000 CHF 450 CHF 2.450 CHF

Für die regelmässige Wartung einer Pelletheizung können im Schnitt mit 2 bis 3 Arbeitsstunden eines Fachmanns pro Jahr veranschlagt werden. Ausserdem müssen der Kaminfeger und die Entsorgung der Asche in die Kosten mit eingeplant werden. Die Kosten hierfür liegen insgesamt bei ca. 450 bis 500 Schweizer Franken jährlich.

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Förderung für Pelletheizungen in der Schweiz

Bild: Fördergelder in der Schweiz Fördergelder beantragen | © IMS68 / pixabay.com CC0

Die staatliche Förderung für Heizungen ist in der Schweiz nicht einheitlich geregelt. Das zentrale Förderinstrument ist das Harmonisierte Fördermodell der Kantone (HFM). Zusätzlich gibt es noch kommunale Förderprogramme und die Investitionskosten sind steuerlich abziehbar.

Das Harmonisierte Fördermodell der Kantone teilt die Pelletheizungen grundsätzlich in verschiedene, nach Ihrer Leistung bzw. Bauart unterschiedene Gruppen ein:

In Pelletöfen mit Tagesbehälter (Fördermodell M-02), in Automatische Holzfeuerung (Pelletheizungen) unter 70 Kilowatt Nennleistung (Fördermodell M-03), Automatische Holzfeuerungen (Pelletheizungen) über 70 Kilowatt Nennleistung (Fördermodell M-04) und Grossanlagen über 300 Kilowatt mit Wärmenetz (Fördermodell M-18; Neubau / Erweiterung Wärmeerzeugungsanlage).

Ausserdem gibt es Zusatzbeiträge und Bonusförderungen mit denen die Basisförderung gesteigert werden kann (Bonus Gebäudehülleneffizienz M-14, Bonus Gesamtenergieeffizienz M-15). Eine genaue Darstellung aller möglichen Fälle gestaltet sich jedoch schwierig. Deshalb soll hier am Beispiel der Minimal-Förderung des Harmonisierten Fördermodells der Kantone für die Automatische Holzfeuerung bis 70 kWFL (M-03) ein Eindruck vermittelt werden.

MassnahmePelletheizung bis 70 kWFLKantone
Bezeichnung nach HFM M-03 AI, AR, BS, GL, GR, NW, SH, SO, SZ, TG, UR, VS
Minimal-Förderung 3.000 CHF + 50 CHF / KWth
Zusatz-Förderung 1.600 CHF + 40 CHF / kWth
Weitere Förderung über Boni Bonus Gebäudehülleneffizienz M-14 oder
Bonus Gesamtenergieeffizienz M-15
AG, AI, AR, BL, GR, OW, SH, TG, ZH

(Quelle: Publikationen der einzelnen deutschsprachigen Kantone, August 2018)

Förderung über Steuerabzüge

Die Investitionskosten für Pelletheizungen sind mit Ausnahme für geschäftliche Liegenschaften auf Bundesebene grundsätzlich steuerlich abziehbar. Allerdings gilt das nur für den Ersatz veralteter Heizungen, wie etwa Gas-, Strom- oder Ölheizungen. Ausserdem ist zu beachten, dass bei der Nutzung anderer Förderungen nur die Differenzbeträge abgezogen werden können.

Das heisst, dass sich die Steuerabzüge auf die Gesamtkosten minus der bereits gezahlten Förderbeiträge beziehen. Im Übrigen ist die Höhe der steuerlichen Abzüge auch vom jeweiligen Einkommen des Eigenheimbesitzers abhängig. Die Steuerabzüge auf kantonaler Ebene unterliegen den Steuergesetzen der jeweiligen Kantone. Wenn Sie dazu Fragen haben, nutzen Sie unser Angebotsformular. Unser Berater wird sich dann bei Ihnen melden.

Kommunale Förderung

Zusätzlich zum Harmonisierten Fördermodell der Kantone und der Möglichkeit der Förderung über Steuerabzüge gibt es noch zahlreiche kommunale Fördermodelle. Die Gegenstände dieser Förderungen sowie die Höhe der jeweiligen Fördersätze können hier jedoch nicht im Einzelnen erläutert werden, da dies den Rahmen sprengen würde. Das Gleiche gilt für die Möglichkeit, den Investitionspreis einer Pelletheizung steuerlich abzuziehen. Grundsätzlich ist dies jedoch möglich. Angaben die diesbezüglich allen möglichen Fällen gerecht wird können hier nicht gemacht werden.

Tipps zur Förderung

Bild: Ideen Icon
  • Reichen Sie Ihr Gesuch unbedingt vor dem Beginn der Baumassnahme ein
  • Achten Sie darauf, dass die Leistung der Anlage nicht überdimensioniert ist
  • Wenn Sie Fragen zur Förderung haben, wenden Sie sich über unser Anfrageformular an einen unserer Berater
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Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Bild: Hier sehen Sie die Entwicklung der Rentabilität Erfolgsmodell Pelletheizung | © Tumiso / pixabay.com CC0

Einer der grössten Vorteile einer Pelletheizung gegenüber Gas- und Ölheizungen ist die Preisstabilität. Im Laufe der letzten Jahre sind nur sehr geringe Schwankungen - saisonal um etwa 20 Prozent - zu verzeichnen.

Eine Bevorratung im Sommer, wenn die Preise auf dem Tiefststand sind, ist aber möglich. Und wenn man den gesamten Jahresvorrat auf einmal kauft, sinken die Preise aufgrund des Mengenrabatts nochmals. Alles in allem kann man die Preisentwicklung also langfristig kalkulieren. So kostet die Kilowattstunde Pellets ca. 10 Rappen.

Das entspricht in etwa 250 Gramm Pellets. Bei einem Jahresbedarf von 20.000 Kilowattstunden für einen Vier Personenhaushalt in einem 140 Quadratmeter Einfamilienhaus mit durchschnittlicher Dämmung macht das zu erwartende Heizkosten von 2.000 Schweizer Franken.

Verglichen mit einer Ölheizung hat man im ersten Jahr der Anschaffung mehr Kosten. Das liegt natürlich am deutlich höheren Anschaffungspreis der Pelletheizung verglichen mit einem Ölbrennwertkessel. Die Unterhaltungskosten einer Pelletheizung sind aber geringer. In unserem Rechenbeispiel gehen wir von einer bestehenden Elektroheizung aus, die entweder gegen eine Ölheizung (inklusive Installation Heizöltank und Kaminanpassung) oder eine Pelletheizung ausgetauscht wird. Mit einbezogen sind unter anderem Preissteigerungen (Öl: 2,1 Prozent / Pellets: 0,1 Prozent), Heizkosten, Wartungskosten und die staatliche Förderung für Pelletheizungen. Unterm Strich wäre die Pelletheizung nach 20 Jahren etwas günstiger.

GebäudeJahrNeue Ölheizung + laufende Kosten (Energie und Wartung)Neue Pelletheizung + laufende Kosten (Energie und Wartung)

Wenig Dämmung,

20.000 kWh Wärme,

140 m² Fläche,
Elektroheizung vorhanden

1 30.000 CHF 38.000 CHF
5 42.000 CHF 48.000 CHF
10 58.000 CHF 60.000 CHF
15 77.000 CHF 73.000 CHF
20 97.000 CHF 85.000 CHF

Fällt die Förderung allerdings höher aus oder steigt der Ölpreis stärker als dieser Berechnung zugrunde gelegt (2,1 Prozent / Jahr), spart man noch mehr Geld. Dazu kommt die Möglichkeit, die Differenz zwischen Förderung und Investitionspreis über Steuerabzüge zu amortisieren. Somit ist die Anschaffung einer Pelletheizung auf jeden Fall eine lohnende Angelegenheit.


Unsere Empfehlung

Eine Pelletheizung ist CO2 neutral und wird mit einem erneuerbaren Energieträger betrieben. Eine Pelletheizung kann günstiger im Betrieb sein als eine Ölheizung. Pelletheizungen machen vor allem Sinn, wenn der Einbau einer Wärmepumpe aus technischer Sicht nicht möglich ist.

In den meisten Fällen kann zum Beispiel auch der Raum der des alten Öltanks für die Pellet-Lagerung umgebaut werden. In vielen Kantonen werden Pelletheizungen finanziell gefördert. Dies macht die Technologie zur einer interessanten Alternative zu Öl- und Gasheizungen.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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