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Klimaanlage und Lüftungsanlage - ein Überblick

Bild: Teaser Klima Lüftung Klima- und Lüftungsanlagen | © coldwaterman / fotolia.com

Seit einigen Jahren werden Häuser immer besser gedämmt. Alte Gewohnheiten beim Lüften reichen oft nicht mehr aus, um das Eigenheim vor Schimmel und Feuchtigkeit zu schützen und ein angenehmes Raumklima zu erschaffen.

Klima- und Lüftungsanlagen schaffen hier Abhilfe und sind deshalb nicht mehr nur in südlichen Ländern weit verbreitet. Vermehrt denken auch Menschen in der Schweiz darüber nach, sich ein solches System zuzulegen.

Ein weiterer Bonus: Der Wohnkomfort steigt, während Allergene und unerwünschte Partikel in der Luft reduziert werden.

Inhalt

1. Allgemeines 5. Kombinationen
2. Alles zur Klimaanlage 6. Förderung
3. Alles zur Lüftungsanlage 7. Zusammenfassung
4. Übliche Kosten

Allgemeines zum Thema Raumluft

Der Begriff Raumluft stammt aus der Klimatechnik und bezeichnet die Qualität und Beschaffenheit der Luft eines Raumes. Dabei werden Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und Bestandteile der Luft berücksichtigt. Mitteleuropäer bevorzugen im Durchschnitt eine Temperatur von 22 Grad Celsius und eine mittlere Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Die Kriterien für die jeweiligen Erwartungen werden durch die SN EN Norm in vier Kategorien unterteilt:

Bild: Raumluft Qualität Raumluft in Wohnräumen | © Energieheld

Unterschiede zwischen Klimaanlage und Lüftungsanlage

Klimaanlagen und Lüftungsanlagen unterscheiden sich massgeblich durch die Einwirkung auf die Luftfeuchtigkeit. Bei modernen Klimaanlagen kann der gewünschte Feuchtigkeitsgehalt beliebig eingestellt werden, während bei der Lüftungsanlage der Feuchtigkeitsgehalt der Aussenluft den Anteil an Feuchtigkeit der Raumluft mitbestimmt.

Das bedeutet im Klartext, dass Klimaanlagen eine exakte Steuerung des Klimas ermöglichen, während reine Lüftungsanlagen nur den Luftaustausch fördern. Hier noch einmal die wesentlichen Unterschiede mit den jeweiligen Vorteilen und Nachteilen:

FaktorenKlimaanlage Lüftungsanlage
Raumtemperatur Auf Wunsch genau einstellbar Wird angepasst, nicht so genau steuerbar
Luftfeuchtigkeit Gewünschte Luftfeuchtigkeit bei modernen Geräten einstellbar Stetiger Luftaustausch, beugt Schimmelbildung vor
Luftaustausch Bei aktivem Gerät entsteht eine Luftzirkulation Kontinuierlicher Luftaustausch
Staub- und Pollenfang Moderne Geräte verfügen über Filtersysteme Luftfilter reinigen die gesamte Raumluft von Staub und Allergenen

Alles zur Klimaanlage in der Schweiz

Bild: Klimaanlage kinderleichte Bedienung | © Kange Studio / fotolia.com

Klimaanlagen werden vorrangig dazu eingesetzt, eine angenehme Raumtemperatur herzustellen und diese konstant zu halten. Zudem können die meisten modernen Geräte auch als Luftentfeuchter eingesetzt werden.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Monoblock- und Split-Geräten. Monoblock-Geräte bestehen aus einem Modul und sind mobil einsetzbar. Sie arbeiten mit einem Ventilator im Innern, der die Luft einsaugt und dann durch einen Schlauch entweder durch eine Einlassung in der Wand, einen Türspalt oder ein Fenster nach aussen abführt.

Split-Geräte sind mindestens zweiteilig und bestehen aus einem Innengerät, das die Raumluft ansaugt, kühlt, Allergene herausfiltert und einem Aussengerät. Sie sind über eine Rohrleitung miteinander verbunden. Das Kältemittel im Innengerät verdampft und wird in das Aussengerät geleitet. Dort wird es durch den Verdichter erhitzt, sodass die überschüssige Wärme direkt an die Aussenluft abgeleitet werden kann. Durch den Wärmeentzug kommt es zu einer erneuten Verflüssigung des Kältemittels, was dann im Raum für eine kühlere Temperatur sorgt.

Wärmepumpen können ebenfalls als Klimaanlagen benutzt werden, sofern sie von Werk aus dafür ausgerüstet wurden. Bei Anlagen zur passiven Kühlung wird beispielsweise Kälte aus dem Erdreich in das Heizsystem geleitet. Technisch aufwändiger ist die aktive Kühlung, bei der genau wie bei einem Kühlschrank die Wärme aus dem Gebäudeinneren abtransportiert wird.

Quelle: © Stiebel Eltron / youtube.com

Einsatzbereiche für eine Klimaanlage

Klimageräte bieten sich für den Einsatz in gut gedämmten Gebäuden an, in denen die Fensterlüftung nicht mehr ausreicht, um das gewünschte Raumklima zu erzeugen. Um trotzdem eine optimale Luftzufuhr zu gewährleisten und Schimmel vorzubeugen, können dezentrale Geräte (Split-Geräte) mit zusätzlicher Frischluftzufuhr eingesetzt werden, um die Raumtemperatur im Sommer abzukühlen und den Räumen Feuchtigkeit zu entziehen. Durch spezielle Pollenfilter befreien sie ausserdem von Allergenen. Achtung: Standardmässig haben Split-Geräte keine Frischluftzufuhr!

In Neubauten wie den Minergie-Häusern findet man meistens eine zentrale Lüftungsanlage vor, die sich mit einer Wärmepumpe als Klimaanlage verknüpfen lässt. Diese Kombination hat den Vorteil, dass sie die gleichen Vorteile wie eine normale Splitanlage hat, dabei aber deutlich weniger Energie durch das Lüften verloren geht, weil über einen Wärmetauscher die Temperatur im Gebäude möglichst konstant gehalten wird.

Lohnt sich eine Klimaanlage für Sie?

  • Nur wenn Sie ein exakt bestimmtes Raumklima benötigen (z.B. Arbeitsräume, gesundheitliche Gründe, etc.)
  • Achtung: Lüftungsanlagen können sehr ähnliche (vielleicht sogar bessere) Ergebnisse erzielen
  • Statt einer Klimaanlage können Sie auch eine Wärmepumpe nutzen, die heizen und kühlen kann

Alles zur Lüftungsanlage in der Schweiz

Bild: Lüftungsanlage Vollautomatisierte Belüftung | © tl6781 / fotolia.com

Eine Lüftungsanlage ist ein System, das einen kontrollierten Luftaustausch in einem Gebäude gewährleistet. Dabei wird frische Luft von aussen eingesogen und verbrauchte Luft aus dem Gebäude abgeführt.

Die frische Luft wird durch Kanäle in die Räume geleitet. Die Gefahr der Schimmelpilzbildung wird durch zirkulierende, entfeuchtete Luft gesenkt und Allergene und Staub werden mit der verbrauchten Luft durch die Abluftanlage abgeführt.

Es gibt zentrale und dezentrale Lüftungsanlagen. Zentrale Lüftungssysteme bestehen aus einem gebäudeweiten Netz von Lüftungskanälen, während dezentrale Systeme raumweise eingesetzt werden können.

LüftungsanlageErläuterung
Zentrale Lüftung System von Lüftungskanälen, die das Haus durchziehen; vollständige Belüftung des gesamten Gebäudes
Dezentrale Lüftung einzelne Ventilationssysteme in der Aussenwand, die einzelne Räume mit Frischluft versorgen
Reine Zuluftanlage Frischluft gelangt über Rohrleitungen in die Räume, die Abluft wird über gekippte Fenster oder gezielt durch Abluftöffnungen in den Außenwänden abgeführt
Reine Abluftanlagen Verbrauchte Luft wird aus den Räumen gesaugt und Frischluft strömt über Undichtigkeiten oder gezielt eingebaute Zuluftöffnungen in den Aussenwänden nach innen
Kombination Es wird Frischluft zugeführt und an anderen Stellen verbrauchte Luft abgesaugt: dies führt zu einer kontrollierten Be- und Entlüftung

Einsatzbereiche für eine Lüftungsanlage

Lüftungsanlagen bieten sich besonders in Neubauten an, da für eine gebäudeweite Komfortlüftung (zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung) ein individuell angepasster Plan entwickelt werden muss.

Dezentrale Lüftungsanlagen können auch in einzelnen Räumen (Bad, Küche) in Altbauten montiert werden, wenn hierfür Bedarf besteht. Schimmelprobleme sollte man im Altbau allerdings an der Quelle bekämpfen und nicht mit einer Lüftungsanlage nur die Symptome beseitigen. Eine zentrale Lüftungsanlage ist in Altbauten meistens nicht realisierbar, weil der Einbau zu teuer ist und man ein aufwendiges Konzept entwickeln muss.

Lohnt sich eine Lüftungsanlage für Sie?

  • In Minergie-Häusern ist eine dezentrale Lüftung verpflichtend
  • In Altbauten ist eine Lüftung in Räumen empfehlenswert, die baubedingt über schlechte Luftzirkulation / erhöhten Lüftungsbedarf verfügen
  • Im Neubau ist eine dezentrale Lüftung gekoppelt mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe empfehlenswert

Wann empfiehlt sich welche Anlage?

Bild: Klima oder Lüftung Viele Umbauten lohnen sich | © Syda Productions

Wenn sie in einem Altbau wohnen, ist die Installation einer Lüftungsanlage ohne weitere Massnahmen für gewöhnlich unnötig, da sie im Verhältnis zum Nutzen zu aufwendig und teuer ist.

Wenn Sie allerdings ohnehin darüber nachdenken Ihr Eigenheim von Grund auf zu modernisieren, macht es Sinn, auch über eine Lüftungsanlage nachzudenken.

In Neubauten wie den Minergie-Häusern kann man Wärmepumpen mit einer zentralen Lüftungsanlage kombinieren.

Lüftungssysteme sind besonders für Neubauten zu empfehlen, um eine gleichbleibende Luftqualität zu gewährleisten und die Heizkosten zu senken. In Kombination mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe erzielt die Lüftungsanlage ihre höchste Effizienz. Sie entzieht der Abluft die Wärmeenergie, um die frische Zuluft zu erhitzen. Im Folgenden haben wir für Sie die Vor-und Nachteile einer zentralen- und dezentralen Lüftungsanlage zusammengefasst:

AnlageErläuterungVorteileNachteile
Klimatisierung und Raumkühlung
Wärmepumpe Reversible Wärmepumpen können Wärme sowohl aus dem Gebäude abführen als auch in das Gebäude einführen; abgeführte Wärme bei reversiblen Wärmepumpen kann auch zur Warmwasserbereitung verwendet werden gesundheitlich schonende Raumkühlung, niedrige Heizkosten; hohe Effizienz COP über 4 (400% Wirkungsgrad); emissionsfrei; kein fossiler Brennstoff; sorgt für die Abkühlung des ganzen Hauses Kann nicht zur Raumentfeuchtung benutzt werden; Nur Kühlung; Genehmigungspflicht bei Erd-und Wasserpumpen; Installation ist abhängig von örtlichen Begebenheiten
Split-Klimagerät zweiteilig: Innengerät (saugt die Raumluft an, kühlt, filtert), Aussengerät mit Kompressor befreit von Allergenen; geringer Lärmpegel, da der Kompressor draussen angebracht wird; energieffizient: es strömt keine Luft von aussen nach innen Montagekosten und hoher Stromverbrauch
Mobile Anlagen Mobile Anlagen arbeiten mit Ventilatoren im Innern, die Luft einsaugen, sie durch ein Kühlaggregat herunterkühlen und wieder ausstossen sehr gute Mobilität; günstigste Preisvariante; keine aufwendige Installation nötig; kompakt; praktisch Lärmbelästigung; angesaugte Warmluft muss durch einen Schlauch nach aussen befördert werden, dadurch strömt Luft von aussen nach innen; hohe Betriebskosten
Lüftungsanlagen
Zentrale Lüftungsanlage System von Lüftungskanälen, die das Haus durchziehen; vollständige Belüftung des gesamten Gebäudes senkt nachhaltig die Heizkosten durch Automatisierung; effizient; natürliches Raumklima; höhere Anschaffungskosten; bedarf Planung; nur bedingt im Altbau einsetzbar
Dezentrale Lüftungsanlage einzelne Ventilationssysteme in der Aussenwand, die einzelne Räume mit Frischluft versorgen günstigste Variante im Einbau und Unterhalt; leichter Einbau in Altbauten; leichte Steuerung verhältnismässig laut; Klimatisierung nur bedingt möglich; höherer Wartungsbedarf

Auch Komfort darf wichtig sein

Bild: Komfort ist wichtig Wohlbefinden wird gross geschrieben | © cppzone / fotolia.com

Der Wohnkomfort kann durch eine optimierte Raumluft erheblich gesteigert werden. Bei durchdachten Gesamtkonzepten mit modernen Anlagen sind die laufenden Kosten pro Jahr zudem verschwindend gering. Der Kauf einer Klima- oder Lüftungsanlage ist also kein reiner Schritt in Richtung Luxus.

In einigen Fällen wird eine Klimaanlage bzw. Lüftungsanlage im Altbau unterm Strich sogar Geld sparen, wenn zuvor sehr unachtsam und lange über die Fenster gelüftet wurde, um den Temperaturausgleich oder Luftaustausch anzukurbeln.

Weitere Vorteile: Lüftungsanlagen filtern die in der Luft vorhanden Bakterien und sind damit klar im Vorteil gegenüber Klimaanlagen, die die Luft nur von Allergenen befreien.

Voraussetzungen für eine Klimaanlage

Auch wenn im Folgenden von Voraussetzungen und Regelungen gesprochen wird, sind die Normen der SIA kein Schweizer Gesetz und damit nicht verbindlich. Es handelt sich viel mehr um Richtlinien zur sinnvollen Nutzung von Klima- und Lüftungsanlagen.

Gemäss der Normen SIA 180 «Wärmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Gebäuden» und SIA 382/1 «Lüftungs- und Klimaanlagen» gibt es bestimmte Voraussetzungen für den Einsatz einer Klimaanlage. Wir haben für Sie einige Grundbedingungen zusammengefasst:

  • Guter Wärmeschutz und gute Dichtigkeit der Gebäudehülle
  • Hohe Wärmespeicherfähigkeit der Wände und des Bodens
  • Guten automatisierten Sonnenschutz

Voraussetzungen für eine Lüftungsanlage

Die Voraussetzungen für den Einbau von Lüftungsanlagen sind mit verschiedenen Regelungen verbunden. Folgende Checkliste sollten Sie beachten:

  • Erstellung eines Lüftungskonzepts laut SIA-Norm 180
  • Platzbedarf ist zu definieren, sowie die Zugänglichkeit für die Instandhaltung der Lüftungsanlage zu klären. Die Normen SIA 382/1 und SIA 382/2 liefern hierzu Grundlagen
  • Vollzugshilfe EN-4 einhalten
  • Genügend Installationsraum für die Luftaufbereitung (Zentrale) und in den Steigzonen sowie für die horizontale Verteilung. Wichtig dafür, dass die Lüftungsleitungen richtig dimensioniert werden können
  • Schallanforderungen (SIA 181, SIA 382/1, SIA 2023 und SIA 2024) für die entsprechende Raumnutzung mit dem gewählten Konzept (Schalldämpfer, Durchlässe) muss eingehalten werden
  • Prüfen der kosteneffizienten Instandhaltung der Lüftungsanlage (vgl. EKAS-Checkliste 6807) Prüfen Sie, ob alle am Projekt beteiligten Akteure (inkl. Architekt und Bauherrschaft) über den Ratgeber «Effiziente Lüftungsanlagen» informiert sind

Lüftung mit Klimaanlage kombinieren

Bild: Klima und Lüftung kombinieren Wie Sie beide Geräte nutzen können | © Kzenon / fotolia.com

Sie können auch auf eine Kombination aus Lüftungs- und Klimaanlage zurückgreifen. Eine sinnvolle Option für Neubauten ist die Verknüpfung einer zentralen Lüftungsanlage mit einer reversiblen Luft-Luft Wärmepumpe.

Wärmepumpen sind generell geräuscharm und funktionieren primär als Heizung und zur Bereitstellung von Warmwasser. Gleichzeitig sind sie aber als Klimaanlagen nutzbar. So sorgen Sie nicht nur für günstige Wärme im Winter, sondern ausserhalb der Heizperiode für ein angenehmes Raumklima.

Beachten Sie jedoch, dass nicht jede Wärmepumpe automatisch zum Kühlen genutzt werden kann und spätere Umrüstung zusätzliche Kosten verursacht.

Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen können passiv kühlen. Das bedeutet, dass das Kühlwassersystem über die Fussbodenheizung Wärme aus der Luft zieht und in den Boden beziehungsweise in das Grundwasser ableitet. Diese Art der Kühlung ist nicht so schnell wie andere, dafür deutlich energie- und damit kostensparender. Während die Luft-Wasser-Wärmepumpe zwar nicht zur passiven Kühlung eingesetzt werden kann, ist sie Preis-Leistungs-technisch die beste Wahl.

Falls Ihre Immobilie nicht über eine Wärmepumpe verfügt und Sie eine andere Heizung nutzen, spricht dies natürlich nichts gegen den allgemeinen Einsatz einer Klima- und / oder Lüftungsanlage. Gerade dezentrale Lüftungsanlagen funktionieren vollständig unabhängig von der Heizung und können bei Bedarf für eine Verbesserung der Raumluft sorgen.

Eine gute Raumluft-Kombination

  • Minergie-Haus: Zentrales Lüftungssystem und Luft-Luft-Wärmepumpe als Heizung / Klimaanlage
  • Sonstige Neubauten: Luft-Wasser-Wärmepumpe als Klimaanlage / Heizung, Lüftung empfehlenswert
  • Altbau mit anderer Heizung: Dezentrale Lüftung nach Bedarf; eventuell Split-Klimaanlage für Komfort

Übliche Kosten für Klimaanlagen und Lüftungsanlagen

Bei Klimaanlagen und Lüftungsanlagen gehen die Preise sehr weit auseinander, wenn man das gesamte Marktangebot betrachtet. Vergleicht man jedoch die Preise in einem einheitlichen Nutzungsspektrum (einzelne Geräte oder Gesamt-Konzepte), dann ist die Kosten-Spanne deutlich kleiner.

AnlageKosten inkl. Einbau (im Bestandsbau)Summe der Laufenden Kosten
Mobile Klimaanlage ca. 100 - 1.000 CHF pro Gerät ca. 200 - 350 CHF / Jahr
Split-Klimageräte ca. 2.000 CHF pro Raum ca. 100 - 200 CHF / Jahr
Wärmepumpe ca. 3.000 CHF pro Haus (10% der Gesamtinvestition von ca. 30.000 CHF) ca. 100 CHF / Jahr (10% der gesamten Energiekosten)
Dezentrale Lüftungsanlage ca. 3.000 CHF pro Raum ca. 12 CHF / Jahr
Zentrale Lüftungsanlage ca. 18.000 CHF pro Haus ca. 175 CHF/ Jahr

Einbau und laufende Kosten

Bild: Kosten Klima Lüftung Hohe Temperaturen - hohe Betriebskosten | © weyo / fotolia.com

Die Kosten einer Klima- oder Lüftungsanlage lassen sich in Installationskosten und laufende Kosten unterteilen. Die Höhe der Betriebskosten hängt vor allem von der Art des Geräts ab, aber auch die Beschaffenheit der Gebäudehülle und Fenster spielen eine Rolle.

Die laufenden Kosten variieren zwischen 12 Franken im Jahr für eine einzelne dezentrale Lüftungsanlage bis hin zu rund 100 Schweizer Franken für den Betrieb einer Wärmepumpe. Bei letzterer liegt hier die Annahme zu Grunde, dass rund zehn Prozent der gesamten Energiekosten einer Wärmepumpe auf die Kühlung des Hauses im Sommer entfallen.

Für Klimaanlagen ist die Betriebsweise entscheidend für die Höhe der Kosten. Mit häufigem Betrieb steigt auch die Zahl auf dem Stromzähler. Bei zentralen Anlagen ist vor allem die Gebäudegrösse massgebend für die laufenden Kosten. Während eine Dreizimmerwohnung zum Beispiel mit einer kleinen Leistung und somit preiswerteren Geräten auskommt, sind Anlagen für Ein- oder Mehrfamilienhäuser in der Regel teurer.


Förderung in der Schweiz

Für eine Klimaanlage gibt es in der Schweiz keine Förderung. Anders sieht es bei Lüftungsanlagen aus. Gemäss des harmonisierten Fördermodells der Kantone von 2015 müssen folgende Aspekte berücksichtigt werden, um in einigen Kantonen eine Förderung für eine zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung zu erhalten.

  • Nur Geräte mit Zuluft, Abluft und Wärmerückgewinnung
  • Sinnvoller Luftwechsel muss gewährleistet sein (z.B. 0,3 bis 0,6)
  • Rückwärmzahl von mindestens 70 Prozent bei spezifischer Ventilatorleistung ≤ 0.42 W/(m3/h)
  • Einhaltung der Anforderungen gemäss SIA‐Merkblatt 2023
KantonKategorieMassnahmeFörderungStand
AI Einzelmassnahme Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung 2.400 - 9.600 CHF Aug. 2018
BE Einzelmassnahme Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung 3.000 CHF Aug. 2018
BS Einzelmassnahme Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung 2.400 CHF Aug. 2018
GR Einzelmassnahme Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung 5.000 CHF Aug. 2018
SH Einzelmassnahme Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung 2.500 - 3.500 CHF Aug. 2018
TG Einzelmassnahme Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung 2.500 - 3.500 CHF Aug. 2018

Unser Fazit und Empfehlungen

Die grundsätzliche Anschaffung von Klima- und Lüftungsanlagen ist in vielen Gebäuden zu empfehlen, um den Wohnkomfort zu steigern und beispielsweise die Schimmel-Gefahr zu verringern. Obgleich unzählige Szenarien denkbar sind, sollte als grobe Regel gelten, dass im Idealfall Wärmepumpen zusammen mit einer Lüftungsanlage installiert werden. Reversible Wärmepumpen können dabei sogar zusätzlich im Sommer der Raumkühlung dienen. Für Angebote und weitere Beratung nutzen Sie gerne unser Formular.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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