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Was kostet eine Wärmepumpe in der Schweiz?

Bild: Teaser Wärmepumpe Kosten Kosten einer Wärmepumpe | © Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Die Anschaffung einer neuen Heizung ist immer eine grosse Investition. Die Wärmepumpe stellt da keine Ausnahme dar.

Eher im Gegenteil: Sie ist für gewöhnlich teurer als eine herkömmliche Verbrennungsheizung.

Wieviel sie also tatsächlich kostet und wieso sich die Investition in eine Wärmepumpe trotzdem lohnt, nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell, das erfahren Sie hier.

Inhalt

1. Allgemeines 4. Wirtschaftlichkeit
2. Preisvergleich 5. Förderung
3. Laufende Kosten 6. Fazit

Allgemeines zu Kosten einer Wärmepumpe

Bild: Arten Kosten Wärmepumpe Welche Arten gibt es? | © drupig-photo / fotolia.com

Allen Wärmepumpen ist gemein, dass sie überall verfügbare und erneuerbare Energiequellen nutzen, um thermische Energie zu gewinnen. Durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe macht sie das ausnahmslos zu umweltfreundlichen und zudem im Unterhalt wirtschaftlichen Heizungen.

Welche Wärmepumpe letztlich die richtige für Sie ist, hängt von einigen Faktoren ab. Die effizientesten Wärmepumpen sind die Wasser-Wasser-Wärmepumpe und die Sole-Wasser-Wärmepumpe. Diese nutzen die thermische Energie des Grundwassers, respektive des Erdbodens. Leider erfordern sie umfangreiche Erdarbeiten und sind deswegen teurer.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe zieht die Heizenergie aus der Umgebungsluft und kann nahezu überall genutzt werden. Dadurch ist sie flexibler als andere Heizungen einsetzbar, die zum Teil bestimmte Voraussetzungen an die Infrastruktur stellen. Einen Spezialfall stellt die Luft-Luft-Wärmepumpe dar. Es kann zwar auf ein Wärmeverteilsystem verzichtet werden, allerdings ist der Einbau vergleichsweise aufwändig. Ohne das Vorhandensein einer Lüftungsanlage lässt sich diese Wärmepumpe nämlich überhaupt nicht einbauen. Deshalb sind Luft-Luft Wärmepumpen vor allem für den Einsatz in Kombination mit einer kontrollierten Lüftung in Minergie-Häusern prädestiniert.

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Verschiedene Wärmepumpen im Preis-Vergleich

Bild: Kostenverteilung Aufteilung der Kosten | © zloyglaz / fotolia.com

Obwohl Wärmepumpen schon in knapp 80 Prozent alle Neubauten genutz werden, sind sie wegen ihrer technischen Komponenten und vergleichsweise geringen Herstellungszahlen zumeist teurer als herkömmliche Verbrennungsheizungen.

Ihr ökonomischer Mehrgewinn entsteht erst bei der täglichen Nutzung. Durch deutlich geringere Unterhaltskosten amortisieren sich Wärmepumpen im Vergleich zur Ölheizung oder Gasheizung nach wenigen Jahren.

Der folgenden Tabelle können sie entnehmen, was die unterschiedlichen Wärmepumpen in der Schweiz in etwa kosten. Dabei liegt als Grundannahme ein durchschnittliches Haus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf pro Jahr vor. Die Kosten sind als Gesamtkosten zu verstehen, das heisst inklusive aller Handwerker- und begleitenden Kosten. Die laufenden Kosten setzen sich aus Wartungskosten und Heizkosten zusammen. Eine genauere Erläuterung finden Sie unter der Tabelle.

WärmepumpeBesonderheitenInvestitionskostenBetriebskosten / Jahr
Luft-Wasser universal einsetzbar, nur Baubewilligung 32.000 CHF ca. 1.150 CHF
Sole-Wasser (Kollektoren) sehr platzintensiv, nur Baubewilligung 39.000 CHF ca. 970 CHF
Sole-Wasser (Sonden) Gewässerschutzbewilligung + Baubewilligung 48.000 CHF ca. 970 CHF
Wasser-Wasser Gewässerschutzbewilligung + Baubewilligung 60.000 CHF ca. 970 CHF
Luft-Luft Lüftungsanlage notwendig, keine Baubewilligung 38.000 CHF ca. 1.500 CHF

Kosten des Geräts

Die Anschaffungskosten einer jeden Wärmepumpe lassen sich unterteilen in verschiedene Teilkosten. Zunächst einmal muss das Gerät selbst erworben werden. Zwar kosten diese ein wenig mehr als zum Beispiel eine Gastherme, dieser Faktor ist aber im Gesamtbild eher untergeordnet.

Je nachdem welche Wärmepumpe man erwerben möchte, betragen die Kosten für das Gerät und Zubehör zwischen 10.000 und 20.000 Schweizer Franken. Falls nicht vorhanden, muss neben der Wärmepumpe selbst auch in einen Wärmespeicher und ein Wärmeverteilsystem investiert werden. Dafür müssen noch einmal rund 7.000 Schweizer Franken eingeplant werden.

Zusätzliche Einbaukosten: Bohrung oder Lüftungsanlage?

Teuer sind Wärmepumpen in der Anschaffung vor allem durch die begleitenden Kosten. Diese unterscheiden sich nach Typ der Wärmepumpe. Der günstigste Fall ist hier die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Nach der einmaligen Erschliessung ist die Nutzung der Wärmequelle Umgebungsluft ist verhältnismässig günstig.

Anders verhält es sich bei den anderen Wärmepumpen. Sowohl die Sole- als auch die Wasser-Wasser-Wärmepumpe erfordern umfangreiche Erdarbeiten, die nicht günstig sind. Noch einmal rund 18.000 Schweizer Franken müssen für die Verlegung der Erdsonden und Kanäle eingeplant werden.

Die Luft-Luft-Wärmepumpe hingegen benötigt ein Lüftungssystem, welches ebenso zusätzliche Kosten verursacht. Der Einbau eines Lüftungssystems kostet in der Schweiz etwa 5.000 Franken für ein Einfamilienhaus. Allerdings besteht hier natürlich die Möglichkeit, dass ein solches System bereits existiert. In diesem Fall entstehen durch diesen Punkt keine weiteren Kosten.

Aufteilung der KostenGerätWärmespeicher/-verteilungErschliessungHandwerker
Sole-Wasser (Sonden) 14.000 CHF 15.000 CHF 18.000 CHF 8.500 CHF
Luft-Wasser 13.000 CHF 15.000 CHF 4.000 CHF 7.500 CHF

Handwerker- und Einbau-Kosten

Wie bei jeder Heizung ist die Installation der Anlage durch einen Profi zwingend zu empfehlen. Handwerker, seien es für die Montage selbst, die Demontage einer bestehenden Heizung oder Begleithandwerk wie Maurerarbeiten, kosten Geld. Durchschnittlich kann man bei Stundensätzen zwischen 90 und 160 Schweizer Franken von insgesamt rund 8.000 Schweizer Franken Handwerker-Kosten ausgehen. Erneut muss hier aber bedacht werden, dass dieser Kostenpunkt auch beim Einbau einer konventionellen Heizung eingeplant werden muss.

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Laufende Kosten einer Wärmepumpe

Bild: Preisvergleich Investition und Betriebskosten | © fotomek / fotolia.com

Die laufenden Kosten sind der Faktor, der eine Wärmepumpe aus wirtschaftlicher Sicht interessant macht. Wäre sie nur eine umweltfreundliche Alternative zur konventionellen Heizung, die sich aber finanziell nicht lohnt, würde wohl kaum jemand eine Wärmepumpe einbauen lassen.

Unterscheiden muss man bei den laufenden Kosten weiterhin zwischen den Wartungskosten, die wie bei jeder Heizung anfallen und den Heizkosten selbst.

Wartungskosten

Die Wartungskosten sind bei Wärmepumpen tendenziell günstiger als bei Verbrennungsheizungen, da kein Kaminfeger bezahlt werden muss. Wärmepumpen erzeugen keine Abgase. Dadurch kommen jährlich nur rund 250 Schweizer Franken Wartungskosten auf Sie zu, statt der durchschnittlichen 650 Franken bei Verbrennungsheizungen.

Energiekosten einer Wärmepumpe (Heizkosten)

Die Energiekosten sind noch einmal ein Thema für sich. Für das besagte Beispielhaus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf lassen sich die jährlichen Energiekosten relativ schnell berechnen. Mit einer modernen Ölheizung erreichen Sie bei diesem Haus rund 2.100 Schweizer Franken Energiekosten pro Jahr. Mit einer Brennwert-Gastherme immerhin noch stolze 1.300 Franken.

Mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zahlen sie bei gleichem Heizbedarf nur 900 Schweizer Franken pro Jahr, noch günstiger sind die Wasser-Wasser-, sowie die Sole-Wasser-Wärmepumpe. Sie schlagen mit etwa 720 Schweizer Franken jährlich zu Buche. Bei im besten Fall über 1.300 Schweizer Franken Ersparnis pro Jahr ist es abzusehen, dass sich die höhere Investition in eine Wärmepumpe bereits nach wenigen Jahren amortisieren wird.

Deutlich höher liegen die Energiekosten einer Luft-Luft-Wärmepumpe. Diese betragen etwa 1.250 Schweizer Franken im Jahr. Dadurch ist sie zwar im Unterhalt immer noch günstiger als jede Verbrennungsheizung, die Amortisation dauert aber deutlich länger als bei anderen Wärmepumpen-Typen.

Bild: Heizkostenberechnung Energiekostenberechnung bei Wärmepumpen | © Energieheld
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Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpen im Vergleich

Durch ihre extrem niedrigen laufenden Kosten amortisieren sich Wärmepumpen nach einer relativ kurzen Laufzeit. Auch wenn Sie heute für wenig Geld eine Ölheizung kaufen, zahlen sie spätestens in einigen Jahren drauf. Wie schnell sich eine Wärmepumpe amortisiert, hängt von den Anschaffungskosten und den laufenden Kosten gleichermassen ab.

Natürlich kostet eine Luft-Luft-Wärmepumpe weniger als eine Erdsonden-Wärmepumpe, dafür sind bei letzterer die laufenden Kosten noch einmal niedriger. Das heisst, eine Erdwärmepumpe amortisiert sich (genügend Laufzeit vorausgesetzt) auch gegenüber der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Nimmt man erneut das Haus mit 20.000 Kilowattstunden Heizbedarf pro Jahr als Beispiel, dann ergibt sich folgendes Bild:

HeizungstypAnschaffungskostenAmortisation (Vergl. zu Öl)Amortisation (Vergl. zu Gas)
Ölheizung 27.000 CHF - nie
Gasheizung 22.500 CHF sofort -
Luft-Wasser 32.000 CHF ~ 4 Jahre ~ 9 Jahre
Sole-Wasser (Sonden) 48.000 CHF ~ 11 Jahre ~ 18 Jahre
Sole-Wasser (Kollektoren) 39.000 CHF ~ 7 Jahre ~ 13 Jahre
Wasser-Wasser 60.000 CHF ~ 16 Jahre ~ 25 Jahre
Luft-Luft 38.000 CHF ~ 13 Jahre > 25 Jahre

Kosten senken mit Förderung in der Schweiz

Bild: Förderung Schweiz Förderung in der Schweiz | © niyazz / fotolia.com

Seit einigen Jahren ist die Schweiz darauf erpicht, erneuerbare Energien und umweltfreundliche Technologien zu stärken. Zu diesem Zweck stellen Bund und Kantone grosse Summen zur Förderung privater Anlagen zur Verfügung. Über das Gebäudeprogramm werden neben Wärmepumpen auch andere energetische Sanierungen, wie Dämmung, thermische Solaranlagen und so weiter gefördert.

Genau genommen handelt es sich um die Massnahme M-05 des Gebäudeprogramms, die den Einbau von Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einem minimalen Satz von 1.600 Schweizer Franken vergütet. Je nach Kanton kann diese Summe aber auch deutlich höher sein (sofern die Förderung im jeweiligen Kanton ausgegeben wird). Die teureren aber auch effizienteren Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen werden mit der Massnahme M-06 mit mindestens 2.400 Schweizer Franken gefördert.

Einzig für die Anschaffung einer Luft-Luft-Wärmepumpe existiert in der Schweiz keine direkte Förderung. Alternativ kann aber in einigen Kantonen die Einrichtung des ohnehin notwendigen Lüftungssystems mit der Massnahme M-09 gefördert werden. Welche Kantone welche Massnahmen des Gebäudeprogramms anbieten und mit welchen Summen sie diese fördern, finden Sie hier.

WärmepumpeGebäudeprogramm MassnahmeHöhe der Förderung
Luft-Wasser M-05 Mindestens 1.600 CHF + 60 CHF / kW
Sole-Wasser M-06 Mindestens 2.400 CHF + 180 CHF / kW
Wasser-Wasser M-06 Mindestens 2.400 CHF + 180 CHF / kW
Luft-Luft keine ---

(Stand: August 2018)


Fazit: Die günstigste Wärmepumpe

Tatsächlich gibt es die günstigste Wärmepumpe nicht, da jedes Haus verschieden ist. Welche Wärmepumpe sich im Einzelfall lohnt, hängt immer von der vorhandenen Infrastruktur, den Kosten und sonstigen Gegebenheiten ab. Die meisten Wärmepumpen erfordern ein Wärmeverteilsystem, die Luft-Luft-Wärmepumpe ein Lüftungssystem.

Wenn eines von beidem vorhanden ist, lassen sich die entsprechenden Geräte mit verhälnismässig wenig Aufwand installieren. Grundsätzlich gilt, dass Sie bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe insgesamt recht günstig wegkommen, obgleich das Heizen mit Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen auf Dauer noch günstiger ist. Für letztere Varianten fallen dann aber auch höhere Investitionskosten an und die erforderlichen Gewässerschutzbewilligungen können Ihnen im Weg stehen.

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Geschrieben von:
Philipp Kloth

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