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PV-Module - Kosten und Typen im Überblick

Bild: Eine Familie hält mehrere Solarmodule in den Händen PV-Module - Wohin geht der Trend? | © wavebreakmedia
/ shutterstock.com

Elementar für die Stromproduktion einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) sind die Solar-Module. Sie bestimmen massgeblich den Ertrag, die Wirtschaftlichkeit und auch die Optik einer modernen Solaranlage mit.

Der Markt für Solarmodule ist gekennzeichnet durch eine starke technologische Entwicklung einhergehend mit sinkenden Produktionskosten.

Hier erfahren Sie, welche Modul-Typen es gibt, welche Vorteile sie bieten und welche Produkte aktuell besonders beliebt sind.


Allgemeines

Bild: Solarmodule vor blauem Himmel Die Solaranlage ist auf dem Vormarsch | © StockSnap / pixabay.com CC0

Die jährliche Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen in der Schweiz beträgt über 1‘900 Gigawattstunden, was ca. dem Verbrauch von 500‘000 Haushalten à 4000 Kilowatt entspricht. In den letzten Jahren ist ein klarer Anstieg der Elektrizitätsproduktion aus Solaranlagen zu erkennen, auch getrieben durch attraktive Förderung und dem weltweiten Preiszerfall der Module. Daran tragen die privaten PV-Anlagen einen grossen Anteil. Einfach zusammengefasst kann eine Solar-Anlage als kleines Heimkraftwerk zur Produktion von Strom verstanden werden.

Die Solarmodule wandeln das Sonnenlicht in elektrischen Strom um und im Zusammenspiel mit den restlichen Komponenten einer Solar-Anlage wird die Sonnenenergie zum Betreiben des Eigenheims nutzbar. Aktuell (Mitte 2019) dominieren Solarmodule mit dem Werkstoff Silizium. Dieses Element fungiert als Halbleiter und ist das am häufigsten auftretende Element in der Erdkruste. Es wird zwar immer intensiver an Alternativen zu Silizium geforscht, aber nach wie vor ist dies für Eigenheimbesitzer die mit Abstand beste, kostengünstigste und weitverbreitetste Technologie.

Zum Beispiel können Perowskitsolarzellen besser als Silizium-Module an das Sonnenspektrum angepasst und so höhere Wirkungsgrade erreicht werden. Auch die organische Solarzelle wird stetig weiterentwickelt, mit Wirkungsgraden von höchstens 13 Prozent ist dieses Solarmodul am Strommarkt allerdings noch nicht konkurrenzfähig. Die besten Wirkungsgrade erreicht aktuell eine Konzentratorzelle mit vorgesetzten Linsen und Lupeneffekt. Aber auch dieser Modul-Typ ist noch nicht für die Massenfertigung geeignet und somit noch keine Konkurrenz für die kristallinen Solarmodule auf Silizium-Basis.

Generell spielen die PV-Module in Hinblick auf die Leistung und Effektivität der PV-Anlage eine entscheidende Rolle. Immer mehr hochwertige Module mit höherer Leistung und geringeren Materialverbrauch kommen auf den Markt und sorgen für eine Optimierung der Energieerzeugung im Eigenheim. Das zeigt sich auch in den aktuellen Zahlen: Über 83‘780 PV-Anlagen sind heutzutage in der Schweiz installiert (Stand: Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2018). Zum Vergleich: Im Vorjahr 2017 waren es noch 70‘070 PV-Anlagen - ein Anstieg um über 15 Prozent.

Solar-ModulAktueller ForschungsstandZukunftsausblick
Material Einsatz von Silizium hat sich stark reduziert - anstelle von 400 Mikrometern (1990) ist die Siliziumschicht heute nur noch 180 Mikrometer dick Alternative Materialien wie Farbstoffzellen, organische Solarzellen und Konzentratorzellen erreichen immer höhere Wirkungsgrade und werden zukünftig auch für das Eigenheim interessant
Produktionsschwerpunkt Der Schwerpunkt hat sich seit den 1990er-Jahren von Europa und den USA nach Asien, vor allem nach China und Taiwan, verlagert Der asiatische Markt investiert immer mehr in technische Fortschritte und wird zum Hauptstandort der Herstellung von Solar-Modulen
Herstellung Die Herstellung der PV-Module wurde in den letzten Jahren immer weiter automatisiert und es werden weniger Rohstoffe zur Fertigung der Module benötigt Die Herstellung neuer Solarmodule wird immer einfacher, grössere Siliziumblöcke können verbaut werden und das Solarmodul wird in Massenproduktion hergestellt
Wirkungsgrad Der Wirkungsgrad hat sich in den letzten Jahren um durchschnittlich 5 % erhöht - unter Laborbedingungen erreicht eine so genannte Konzentratorzelle sogar einen Wirkungsgrad von 46 % Immer höhere Wirkungsgrade können erreicht werden und dank verbesserter Zellfertigung (z.B. Solar-Modul mit Hinterleitung) gehören Probleme wie Verschattung und Rekombination von positiven und negativen Ladungsträgern in der Solarzelle der Vergangenheit an
Lebensdauer PV-Anlagen haben heutzutage eine Lebensdauer von 25 - 40 Jahren. Die hochwertige Fertigung ermöglicht eine Lebensdauer der Solarmodule von über 40 Jahren
Kosten Die Anschaffungskosten kleinerer PV-Anlagen haben sich in den letzten Jahren fast halbiert und werden durch gesetzliche Regelungen, Förderprogramme und Finanzierungsangebote immer erschwinglicher für Eigenheimbesitzer Die Preise für neue Solarmodule werden bei gleichbleibender Leistung weiter sinken
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Arten und Preise von PV-Modulen

In den letzten Jahren hat sich die PV-Anlage von einem Nischenprodukt zu einer Massentechnologie mit hohen Wachstumsraten entwickelt. Die klassische kristalline Solarzelle bekommt zunehmend Konkurrenz und es bilden sich weitere Produkte für spezielle Einsatzgebiete aus unterschiedlichen Materialien heraus. Dabei steigt die Bedeutung der Photovoltaik für die Stromerzeugung immer weiter an, wobei die Kosten gleichzeitig deutlich fallen - seit dem Jahr 2000 wuchs der Weltmarkt um durchschnittlich 44 Prozent jährlich.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Preis-Leistungs-Verhältnis der Solarmodule deutlich wider: Im Vergleich zu einer PV-Anlage von vor 10 Jahren ist der Preis bei gleicher Leistung stetig gesunken. Vor rund 10 Jahren lagen die Kosten für den Endkunden für ein 250-Wp-Modul noch bei etwa CHF 1‘000 - heutzutage kostet ein Modul mit derselben Leistung nur noch rund ein Viertel davon. Zugleich sind Module auch viel leistungsstärker geworden, sodass 250-Wp-Module inzwischen eher am unteren Ende des Leistungsstandards zu finden sind. Diese Veränderung steht allerdings auch mit den zunehmenden Möglichkeiten staatlicher Förderung in Verbindung.

Bild: Infographik Preisentwicklung PV-Module Die Preisentwicklung der PV-Module von 2010 bis 2019 | © Energieheld

Allerdings sind die genannten Alternativen weiterhin in der Entwicklung und können in der Massenanfertigung der etablierten Silizium-Zelle noch nicht das Wasser reichen. Dennoch sind in den kommenden Jahren viele weitere Entwicklungen am PV-Markt zu erwarten und man kann gespannt auf die noch in den Kinderschuhen steckenden alternativen Solarmodule wie organische Solarmodule, Konzentratorzelle und Perowskitsolarzellen schauen.

Für das Eigenheim haben sich aktuell allerdings nur kristalline PV-Module etabliert und vereinzelte Dünnschicht-PV-Module. Alle benannten PV-Module sollten bereits beim Kauf das IEC Zertifikat 61215, welches die grundsätzliche Funktionalität und Sicherheit des Moduls garantiert und das Sicherheitsstandard IEC 61730 aufweisen. Diese Zertifikate sind in Europa sogar Pflicht für geplante Photovoltaikanlagen.

Unser Tipp für den Kauf von Solarmodulen

Bild: Ideen Icon
  • Kaufen Sie kein Modul ohne die Zertifikate IEC 61215 (Bauartzertifizierung) und IEC 61730 (Sicherheit, Qualität und Haltbarkeit)
  • Verlangen Sie die übliche Garantie von 20 Jahren auf 80 Prozent der Leistung
  • Kennen Sie vor der Suche nach einem geeigneten Photovoltaik-Modul Ihren zu erwartenden Energieverbrauch und die benötigte Dachfläche, um ein passendes Solarmodul zu wählen, den Eigenverbrauchsanteil richtig zu berechnen und die Solaranlage dementsprechend passend zu dimensionieren
  • Auch das Design und die Aesthetik der Solarmodule können beim Entscheidungsprozess berücksichtigt werden
  • Lassen Sie Sich bei der Wahl der Solarmodule beraten

Monokristalline Photovoltaik-Module

Bild: Monokristalline Solarzellen Monokristalline PV-Module | © PublicDomainPictures / pixabay.com CC0

Mono- und polykristalline Module sind schon seit etwa 15 Jahren auf dem Markt erhältlich und werden stetig weiterentwickelt. Die Herstellung der Photovoltaik Module erfolgt mittels einer Siliziumschmelze, wobei die monokristallinen Solarzellen in einkristalline Stäbe gezogen und in dünne Scheiben gesägt werden. Diese Herstellung erreicht relativ hohe Wirkungsgrade. Die Ecken der monokristallinen Solarzellen sind abgerundet, was im Fachjagon als "square-round"-Form bezeichnet wird. Die Lebensdauer monokristalliner Solarzellen beträgt etwa 30 Jahre. Die Solarmodule sind sehr effektiv bei direkter Sonneneinstrahlung und eignen sich dementsprechend gut für hohe Leistungen oder bei kleinen und mittleren Dachflächen.

Zusätzlich werden weitere Varianten und Erweiterungen immer gefragter und finden einen Weg in die privaten Haushalte. Besonders beliebt sind Solarmodule mit schwarzen Backsheet, welche eine höhere Lichtabsorption ermöglichen und dadurch eine erhöhte Effizienz der Solarmodule erzeugen. Darüber hinaus ist die Rückseitenfolie bei diesen Modulen schwarz gefärbt, wodurch das Rastermuster durch die hellen Bereiche zwischen den einzelnen Zellen und am Rahmen entfällt. Eine weitere Erweiterung sind Solarmodule mit Hinterlüftung, welche eine Überhitzung der Solarmodule verhindern und so der Wirkungsgrad von hohen Aussentemperaturen nicht beeinflusst wird.

Polykristalline Photovoltaik-Module

Bild: Polykristalline PV-Module Polykristalline PV-Module | © Hans / pixabay.com CC0

Bei polykristallinen Zellen wird flüssiges Silizium in Blöcke gegossen, ausgehärtet und anschliessend in Scheiben gesägt. Dieses Verfahren ist etwas kostengünstiger, erreicht aber niedrigere Wirkungsgrade. Im Unterschied zu den monokristallinen Solarzellen sind die polykristallinen Solarzellen etwas heller und besitzen eine ebene Oberfläche. Ausserdem werden polykristallinen Zellen im Eigenheim kaum noch verbaut, da die Effizienz der polykristallinen Solarmodule deutlich geringer ist als die der monokristallinen Solarmodule.

Der Wirkungsgrad polykristalliner PV-Module liegt bei nur etwa 12 bis 16 Prozent. Zum Vergleich: Monokristalline PV-Module erreichen aktuell Wirkungsgrade bis zu über 20 Prozent. Dadurch werden die polykristallinen Solarmodule verstärkt auf grösseren Industrie-Dachflächen eingesetzt und überall dort, wo die Leistung der einzelnen Module nicht ganz so entscheidend ist. Rund um das Eigenheim sind polykristalline PV-Module somit nur für Sonderbauten und spezielle Anwendungen (z.B. private Scheune für Landwirte) im Einsatz.

Dünnschicht-Module

Bild: Dünnschicht-PV-Module Dünnschichtmodule | © stilfee / pixabay.com CC0

Eine neue Entwicklung auf dem Markt rund um PV-Module sind Dünnschicht-Module. Die Schichtdicke beträgt maximal 1 Mikrometer. Zum Vergleich: Ein durchschnittliches menschliches Haar besitzt eine Dicke von etwa 50 bis 80 Mikrometer. Die Dünnschichtzellen-Module sind verhältnismässig kostengünstig, haben allerdings einen noch niedrigeren Wirkungsgrad als polykristalline PV-Module. So genannte CIGS-Module (Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid) gelten als Weiterentwicklung der Dünnschicht-Module und bringen bei schlechten Lichtverhältnissen und schwierigen Dachausrichtungen trotzdem hohe Leistungen.

Dank einer geringen Schichtdecke ist die Wegstrecke zwischen Stromerzeugung und Stromspeicherung deutlich kürzer, auch leichte und flexible Solarmodule sind mit dieser Technologie möglich. Erst am Anfang des kommerziellen Einsatzes stehen Farbstoffzellen. Diese funktionieren nach dem Prinzip der technischen Photosynthese. Alle Dünnschicht-Module sind aktuell allerdings im Eigenheim noch nicht im Einsatz, könnten aber in der Zukunft durchaus noch interessant werden.

Photovoltaik ModulBestandteileFarbeWirkungsgrad (Richtwert)Flächenbedarf für 1 kWp (Richtwert)
Monokristalline PV-Module Wenige grosse Siliziumkristalle Dunkelblau, schwarz oder grau 15 - 20% 6 - 9 m²
Polykristalline PV-Module Viele kleine Siliziumkristalle Blau oder silbergrau 12 - 16% 7 - 10 m²
Dünnschichtzellen-Module Dünnschicht besteht aus kristallinen Silizium, Cadmium-Tellurid, Galliumarsenid oder Kupferindiumselenid Rotbraun, dunkelgrün bis hin zu schwarz 6 - 10% 10 - 12 m²
CIGS-Module Verbindung aus Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen Unbedruckt oder in vielen Farbvarianten 15 - 20% 10 - 15 m²
Farbstoffzellen (Grätzel-Zelle) Zwei Glas-Elektroden mit mehreren Beschichtungen und lichtempfindlichen Farbstoff Beliebige Farbwahl möglich 2 - 8% 20 - 30 m²

Design-Aspekte

Bild: Mehre Häuser mit Aufdach-Solaranlage Auch das Design wird immer wichtiger | © Dim Dimich / shutterstock.com

Kostenreduzierungen und Effizienzsteigerungen bringen auf dem PV-Markt relativ wenig, wenn die Anlagen aufgrund der optischen Erscheinung abgelehnt werden. Auch im Bereich rund um die Denkmalpflege wird sich regelmässig über fehlende Gestaltungsmöglichkeiten der Photovoltaik-Module beschwert. Doch diese optischen Unstimmigkeiten gehören schon bald der Vergangenheit an.

Heutige Solarmodule können individuell gestaltet werden und auch Design-Aspekte fliessen immer öfter in den Herstellungsprozess mit ein. Bereits einige Jahre im Einsatz sind farbige kristalline Zellen, welche die Farbe im Produktionsprozess der Antireflexbeschichtung erhalten. Auch der Einsatz einer Farbstoffzelle ist schon länger auf den Markt verfügbar, allerdings technisch sehr anspruchsvoll. Bei spektral selektiven Beschichtungen wird eine Schicht auf das Glas aufgedampft, welche im sichtbaren Lichtspektrum die Farbe reflektiert.

Ein keramischer Digitaldruck ermöglicht eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten und selbst mehrfarbige Bilder sind möglich. Diese Motiv-Solarziegel sind allerdings für den Einsatz im Eigenheim eher ungeeignet und äusserst kostspielig. Alternativ können Sie auch mit Indach-Solarzellen oder Solardachziegeln Ihre PV-Anlage optisch ansprechend gestalten. Weitere Vorteile und Nachteile der verschiedenen Farbschichten entnehmen Sie einfach der folgenden Tabelle.

Design PV-ModuleVorteilNachteil
Farbige kristalline Zellen  Verhältnismässig kostengünstig Auswahl der Zellfarben ist begrenzt
Aufbau ist ähnlich wie bei vielen Standard-Modulen Wirkungsgrade stehen in Abhängigkeit zur Farbe und schwanken zwischen 10 - 15%
Farbstoffzellen (Grätzel-Zelle)  Teiltransparenz möglich Nur für gebäudeintegrierte PV-Anlagen nutzbar
Können auf vielen Trägermaterialien aufgebracht werden und besitzen eine geringe Schichtdicke Niedriger Wirkungsgrad (zwischen 2 - 8%) und mangelnde Langzeitstabilität
Spektral selektive Beschichtung auf Glas  Verhältnismässig hohe Wirkungsgrade (14 -16%) Keine Motivwahl möglich
Mit Dünnschicht oder Solarthermie kombinierbar Die Auswahl der Farbmöglichkeiten ist begrenzt
Keramischer Digitaldruck  Grosse Farbwahl und flexibel in den Abmessungen Kann nur in Ausnahmefällen für Standardmodule verwendet werden
Individuelle Motive und Drucke möglich Wirkungsgrad zwischen 10 - 15%
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Preise für Solarmodule

Bild: Schweizer Franken Kosten für Photovoltaik-Module | © Saramukitza / pixabay.com CC0

Ist eine PV-Anlage erst einmal installiert, dann entstehen nur wenig weitere Kosten. Eine Herstellergarantie bis 20 Jahre ist üblich und Wartungen oder Schäden sind oft in der Versicherung mit inbegriffen. Die Amortisation der gesamten Anlage steht in Abhängigkeit vom Strombedarf, den Stromkosten und der Vergütung für den eingespeisten Strom. Im Regelfall dauert es zwischen 10 und 20 Jahre, bis sich die PV-Anlage amortisiert. Ab diesem Zeitpunkt erwirtschaften Sie mit jedem weiteren Sonnenstrahl bares Geld.

Die Kosten der gewählten Module betragen (aktuell, mit fallender Tendenz) etwa 30 Prozent der Anschaffungskosten einer PV-Anlage. Eine komplette PV-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet etwa CHF 25'000.– (ohne Abzug von Förderung), inklusive Installation, Wechselrichter, Montagesystem, Steuerung, Stromspeicher und PV-Module. Dabei kosten die Module insgesamt um die CHF 8'000.–, also etwa ein Drittel der gesamten Kosten. Die Kosten für ein einzelnes Modul liegen aktuell bei durchschnittlich CHF 250 bis 300. High-End Solarmodule mit einer Leistung über 400 Watt kosten etwas mehr und beginnen im Preis bei CHF 400. Die Preise sinken allerdings zunehmend und so finden auch immer günstigere PV-Module einen Weg in den Photovoltaik Markt.

Damit Sie eine einfache Übersicht über die Kosten erhalten können, finden Sie in der folgenden Tabelle exemplarische Preise für den Einbau aktueller Solar-Module rund ums Eigenheim. Unter normalen Umständen benötigt ein 4-Personen Haushalt etwa 4'500 Kilowattstunden. Um diesen Verbrauch zu decken, benötigen Sie eine Leistung der PV-Anlage von etwa 8 Kilowattpeak. Das entspricht bei einer durchschnittlichen Leistung von etwa 300 Watt pro Solarmodul eine Gesamt-Anzahl von 25 bis 30 Solarmodule, um den gesamten Eigenbedarf zu decken.

PV-ModulAnwendungsbereichKosten pro Modul (Beispielmodul)Benötigte Anzahl Module für 4-Personen-HaushaltGesamt-Kosten: Einfamilienhaus (8 kWp)
Monokristalline Photovoltaik Module Am häufigsten verbauter Solar-Modul-Typ in Schweizer Eigenheimen Ja-Solar JAM60D00 320/BP 25 Solamodule CHF 6'250
Einzelne monokristalline Solarmodule gut für Garten, Camping oder im Ferienhaus nutzbar 320 W / CHF 250
Polykristalline Photovoltaik Module Faktor verfügbare Fläche spielt keine Rolle Jinko Solar JKM265P-60 30 Solarmodule CHF 6'000
Verstärkt im Einsatz auf grossen Dachflächen oder bei Freilandanlagen 265 W / CHF 200
Dünnschichtzellen-Photovoltaik Module Flexible Anwendungsbereiche trotz geringer Wirkungsgrade Panasonic HIT N245-VBHN245SJ25 33 Solarmodule CHF 8'250
Nur bedingt für Hausdächer geeignet, eher im Einsatz bei Haushaltselektronik 245 W / CHF 250
CIGS-Module Können von allen Seiten direkte und indirekte Sonneneinstrahlung aufnehmen Solar Frontier SF155-S 52 Solarmodule CHF 7'280
Besonders in den Morgen- und Abendstunden (auch Winter) effektiv und für Flachdächer gut geeignet 155 W / CHF 140
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Bekannte Hersteller von Solarpanels

Den grössten Marktanteil in der Herstellung von Solarmodulen besitzt aktuell das 2006 gegründete Unternehmen Jinko Solar. Der Hauptsitz der Firma ist in Shanghai und etwa 10 Prozent der gesamten Marktanteile liegen bei diesem Anbieter. Trina Solar belegt direkt hinter Jinko Solar mit einem Marktanteil von etwa 9 Prozent den zweiten Platz am Solarmodule-Markt. Die Firma hat den Hauptsitz in der chinesischen Provinz Jiangsu, besitzt aber auch zahlreiche Niederlassungen in den USA, Europa und Asien.

Den dritten Platz belegt Ja-Solar. Der Hersteller produziert hauseigene Solarmodule und vermarktet Solarzellen, die anschliessend von externen Manufakturen in Photovoltaik Module eingebaut werden. Der Marktanteil beträgt 7,5 Prozent und die Firma besitzt Niederlassungen in über 100 Ländern. Der Hersteller Yingli Green kommt ebenfalls aus China, besitzt einen Marktanteil von etwa 2,5 Prozent und beschäftigt rund 16‘000 Mitarbeiter. Die europäische Hauptzentrale der Firma ist in der Schweiz ansässig, nämlich in Zürich.

Ebenfalls in Europa ansässig ist der deutsche Hersteller Heckert Solar. Allerdings realisiert der Hersteller neben Solar-Anlagen für das Eigenheim hauptsächlich Gross-Projekte für Unternehmen und Fachbetriebe. Ebenfalls von Bedeutung ist der Hersteller Panasonic, welcher mit so genannten HIT-Solarmodulen zu überzeugen weiss. Die verschiedenen Photovoltaik Module und Testsieger der letzten Jahre können Sie in der folgenden Tabelle einsehen und vergleichen.

HerstellerHerkunftProduktLeistung (Pmax)MasseGewichtWirkungsgradKosten pro Modul (Richtwert)
Ja-Solar China JAM60D00 320/BP (mono) 320 W 166,9 x 99,2 x 6 cm 23,2 kg 19,30% CHF 250
JAM72D00 375/BP (mono) 375 W 198,7 x 99,2 x 6 cm 28,3 kg 19% CHF 300
Jinko Solar China JKM265P-60 (poly) 265 W 165 x 99,2 x 4 cm 19 kg 16,19% CHF 200
JKM320PP-72 (poly) 320 W 195,6 x 99,2 x 4 cm 26,5 kg 16,49 CHF 250
Kyocera Japan KT265-6MCA (poly) 265 W 166,2 x 99 x 4,6 cm 19 kg 16,10% CHF 260
KK270P-3CD8CG (poly) 270 W 166,2 x 99 x 4,6 cm 19 kg 16,40% auf Anfrage
Heckert Solar Deutschland NEMO 2.0 60 M 305 W 167 x 100,6 x 3,8 cm 18,3 kg 18,20% CHF 200
NEMO 2.0 60 M Black 315 W 167 x 100,6 x 3,8 cm 18,3 kg 18,50% CHF 250
LG Solar Südkorea LG NeON 2 Black LG320N1K-A5 (mono) 320 W 168,6 x 101,6 x 4 cm 18 kg 18,70% CHF 275
LG NeON R LG370Q1C-A5 (mono) 370 W 170 x 101,6 x 4 cm 18,5 kg 21,40% CHF 420
Panasonic Japan HIt N245-VBHN245SJ25 (amorphe) 245 W 158 x 79,8 x 3,5 cm 15 kg 19,40% CHF 250
Hit N330-VBHN330SJ53 (amorphe) 330 W 159 x 105,3 x 4 cm 19 kg 19,70% CHF 450
SunPower Amerika SunPower SPR-E20-327 (mono) 327 W 155,8 x 104,6 x 4,6 cm 18,6 kg 20,40% CHF 450
SunPower SPR-X22-370 (mono) 370 W 155,9 x 104,6 x 4,6 cm 18,6 kg 22,70% CHF 750
Trina-Solar China Honey TSM-270PD05 (poly) 270 W 165 x 99,2 x 3,5 cm 18,6 kg 16,50% CHF 150
Duoma TSM315-DEG5 (mono) 315 W 165,8 x 99,2 x 6 cm 23,5 kg 19,20% auf Anfrage
Yingli-Solar China YGE 60 Cell Series 2 (poly) 295 W 165 x 99,2 x 3,5 cm 18,5 kg 18% auf Anfrage
PANDA 60 Cell Series 2 (mono) 300 W 164 x 99 x 4 cm 18,5 kg 18,50% auf Anfrage
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Testsieger 2018

Das NeON R PV-Modul von LG gilt aktuell als das leistungsstärkste Modul auf dem Markt und wird regelmässig von unterschiedlichen Fachmedien als Testsieger ausgezeichnet. Unter anderem gewann das LG Neon R PV-Modul den Solar Power Portal Award als innovativstes Produkt des Jahres 2019. Ausschlaggebend für den Titelgewinn war die neu entwickelte Rückseitenkontaktzellen-Technologie, welche die Absorption von einfallendem Sonnenlicht maximiert und so die Effizienz des Solarmoduls steigert. Auch das ebenfalls von dem Hersteller LG produzierte PV-Modul NeON 2 Black liegt hoch im Kurs und überzeugt mit einer sehr ästhetischen Optik und einer hohen Leistung.

Generell liegen aktuell Hochleistungsmodule von verschiedenen Herstellern im Trend, welche mit einer hohen Leistung und gleichzeitig eleganten Optik den Standard-Modulen langsam den Rang ablaufen. Bei dem ganzen Lob der LG-Produkte sollte man allerdings die anderen Hersteller auch nicht vergessen. Bei Ja-Solar erhalten Sie den Preis-Leistungs-Testsieger und hochwertige Module zu vergleichsweise günstigen Kosten. Auch Panasonic kann am Hersteller-Markt immer wieder mit Innovationen und den eigenen HIT-Modulen überzeugen. Es bleibt also spannend, was die Zukunft noch an Entwicklungen parat hat.


Fazit und Empfehlung

Bild: Glückliche Familie PV-Anlage als Zukunftsinvestition | © drubig-photo/ fotolia.de

Entscheidend für die Wahl der Photovoltaik Module ist die benötigte Leistung der Module und der gewünschte Produktionsertrag. Dementsprechend macht eine pauschalisierende Empfehlung nur wenig Sinn und die Wahl der PV-Module sollte stets im Einzelfall geprüft werden. Grundsätzlich sollten Sie auf die Verarbeitung des Moduls, die Art der Kontakte und auf Zertifizierungen (IEC 61215 und IEC 61730), Garantien und Gewährleistungsfristen achten.

Auch die Montage ist ohne weiteres Fachwissen in Eigenregie nicht möglich, sondern muss von qualifizierten Fachkräften übernommen werden. Nur so kann eine sturmsichere Befestigung, Verkabelung der Anschlüsse und Elektrizität auch garantiert werden. Bei viel Platz auf dem Dach, guten Lichtverhältnissen und einer direkten Sonneneinstrahlung ohne Verschattung können alle Arten von Solar-Modulen gewählt werden und es ist viel eher eine Frage der Dimensionierung oder der Optik.

Für Eigenheime sind monokristalline Photovoltaikmodule am weitesten verbreitet, da sie eine hohe Effizienz bei begrenzten Flächen bieten. Mit schwarzen Rahmen und Backsheets kann man sein Haus für einen geringen Mehrpreis auch optisch aufwerten. Aber Achtung: Lassen Sie sich bei dem Wunsch nach einer PV-Anlage von einem Solarteur beraten - nicht jedes Modul ist für jede Dachfläche geeignet.


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Geschrieben von:
Frank Weber

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