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Bild: Kostenlose Angebote für Photovoltaik und Stromspeicher

Balkonkraftwerke - Vorteile, Nachteile und Kosten

Bild: Zwei Solarpanels and einem Balkon mit vielen Blumen.
Solarstrom auf dem Balkon erzeugen

Auf dem eigenen Balkon Strom produzieren, den CO₂-Fussabdruck verkleinern und Geld sparen? Das geht mit einer kleinen Photovoltaikanlage für das Balkongeländer, die Terasse oder den eigenen Garten. Besonders für Mieter können diese auch «Balkonkraftwerke» oder «Plug-and-Play-Anlagen» genannten Mini-Solaranlagen für die Steckdose interessant sein.

Wir zeigen Ihnen, für wen sich eine solche Anlage überhaupt lohnt, worauf Sie bei Kauf und Installation eines Balkonkraftwerks achten müssen, und welche Vorteile und Nachteile sie bieten.


Auf dieser Seite


Was ist ein Balkonkraftwerk?

Bild: Zwei Solarpanels and einem hölzernen Balkon.
Balkonkraftwerke - Die Basics

Solaranlagen für den Balkon bestehen meist aus einem oder zwei kleinen Solarpanels. Diese sind mit einem Wechselrichter verbunden, der den Solarstrom von Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt und per Steckdose ins heimische Stromnetz einspeist. Hinzu kommen Aufsteller oder Befestigungen, mit denen man die Panels im Garten oder an der Balkonbrüstung anbringt.

Der entstandene Strom kann nach dem Einspeisen direkt für den Eigenbedarf wieder verbraucht werden. Besonders für den Betrieb von Haushaltsgeräten, die eigentlich immer an oder im Standby sind eignet sich ein solches Setup – etwa Kühlschrank oder WLAN-Router. Alternativ lässt er sich auch mit einem mobilen Stromspeicher für später nutzbar machen.  

Gesetzliche Situation in der Schweiz

Solange man sich an ein paar Vorgaben hält, kann sich jeder ein Balkonkraftwerk zulegen. Die Installation einer solchen Solaranlage muss vorher beim eigenen Energieversorger gemeldet werden. Hier reicht ein formloses Schreiben, dem man die Konformitätserklärung beifügt, die man vom Anlagenhersteller bekommt. Darüber hinaus sollte man auch den eigenen Vermieter über die Installation in Kenntnis setzen.

Eine Balkon-Solaranlage in der Schweiz darf nicht mehr als 600 Watt Leistung ins Netz einspeisen. Das wird meist über einen entsprechend gedeckelten Wechselrichter geregelt. Geht die Leistung der Anlage über 600W hinaus, muss sie professionell installiert werden und benötigt Genehmigungen vom Netzbetreiber. So oder so ist ausserdem ein Stromzähler mit Rücklaufsperre nötig, der gegebenenfalls nachgerüstet werden muss.


Vorteile und Nachteile eines Solar-Balkons

Bild: Eine Dachterrasse mit sieben PV-Panels am Geländer.
Solarstrom vom Balkongeländer

Mit einer ideal ausgerichteten Balkon-Solaranlage lassen sich pro Jahr zwischen 550 und 600 Kilowattstunden Strom produzieren. Eine durchschnittliche Mietwohnung in der Schweiz verbraucht 2’000-2’200 kWh Strom im Jahr. Mit einem Balkonkraftwerk lässt sich unter Idealbedingungen also theoretisch bis zu einem Drittel des jährlich benötigten Stroms selbst produzieren – und damit bis zu einem Drittel der Stromkosten einsparen.

Realistisch ist das leider nicht wirklich. Aufgrund von Verschattung oder schlicht eines nicht ideal ausgerichteten Balkons kann es zu starken Effizienzverlusten kommen. Mithilfe passender Montage-Kits, die Solarpanels schräg vom Balkongeländer abstehen lassen, kann man etwas nachhelfen. Dennoch sollte man eher mit maximal 300-400 kWh selbst produziertem Strom pro Jahr rechnen, was immerhin ein Fünftel des Bedarfs decken kann. Um den Verlusten engegenzuwirken, produzieren viele Balkonkraftwerk-Paneel-Sets weit mehr als 600 Watt, die dann per Wechslerichter auf die legale Leistung gedeckelt werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man diese Solar-Geräte selbst installieren kann. Hierfür sind keine Fachkenntnisse oder Spezialwerkzeug nötig, und auch der für grössere PV-Anlagen nötige Papierkram fällt weg. Wichtig zu wissen ist jedoch, wie alt die Kabel im eigenen Gebäude sind. Besonders bei Altbauten kann es sinnvoll sein, zur Sicherheit eine Elektrofachkraft vorher einen Blick werfen zu lassen.

Ein schwer messbarer, aber nicht zu vernachlässigender Vorteil ist die Tatsache, dass man mit einem Balkonkraftwerk klimafreundlichen Ökostrom produziert. Das kann einerseits das eigene Gefühl stärken, etwas Gutes zu tun und die Umwelt zu schützen. Andererseits tut man das ja durch den stärkeren Verlass auf erneuerbare Energien tatsächlich.

Grösster, nennenswerter Nachteil eines Solar-Balkons ist die Startinvestition. Da es für Solaranlagen unter 2‘000 Watt Leistung keine standardisierte staatliche Förderung gibt, muss man für die Kosten des Balkonkraftwerks üblicherweise komplett selbst aufkommen. Aufgrund der geringen Stromproduktion amortisiert sich eine solche Anlage erst nach rund vier bis sieben Jahren, was aber immer noch eine vergleichsweise hohe Rendite ist.

Wovor auch ein Balkonkraftwerk nicht schützt: Stromausfall. Kommt es zu einem kompletten Netz-Blackout, kann auch der produzierte Solarstrom nicht per Einspeisung genutzt werden. Hier können moderne Stromspeicher mit ausreichend Leistung und Direktanschlüssen für Verbraucher eingesetzt werden.

Voraussetzung für eine hohe Leistung ist, dass der Balkon ausreichend Sonne bekommt. Schon nicht ganz optimale Ausrichtung kann die Effizienz stark einschränken. Montagekits können hier Abhilfe schaffen. Je nach persönlichem Geschmack und dem Aussehen der Solarpanels kann ausserdem die Ästhetik des Balkons leiden – besonders, wenn man die Panels als Anwender nur von hinten sieht.


Balkonkraftwerk anbringen: So geht’s

Bild: Ein moderner Balkon an einem mehrstöckigen Mehrfamilienhaus mit zwei Solarpanels.
Solarbalkon installieren und einrichten

Ein Balkonkraftwerk aufzustellen, ist denkbar einfach. Für eine einfache Installation liefern die meisten Anbieter, oft jedoch gegen Aufpreis, passende Aufhängungen. Mit diesen sollten die Paneele möglichst in Südausrichtung und um 50-70° geneigt angebracht werden. Im Durchschnitt misst ein Solarmodul ca. 100 x 150 Zentimeter. Für zwei davon sollte man also rund 1 x 3 Meter Platz im Garten oder am Balkongeländer einplanen.

Damit man die Solarpanels sicher und gegen Windböen geschützt befestigen kann, sollte man die genauen Maße des eigenen Balkons dem Anbieter weitergeben, wenn es um das passende Montagekit geht. Alternativ stellt man die Paneele im eigenen Garten auf. Hier ist zu beachten, dass sie korrekt ausgerichtet und insbesondere auch ausreichend beschwert sind, damit sie bei rauem Wetter nicht wegfliegen.

Bei manchen FLEX-Solarmodulen liefern die Anbieter auch kostenlose Klettbänder für die Befestigung am Balkon mit. Diese sind zwar sehr flexibel und lassen sich individuell am eigenen Balkon anbringen. Allerdings eignen sie sich wirklich nur für diese Leichtbau-Paneele.

Per Kabel sind die Paneele üblicherweise direkt mit dem Wechselrichter verbunden, der meist im oder am Panel integriert ist – bei größeren Solaranlagen ist der Wechselrichter häufig separat. Dieser wird wiederum mit einer Aussensteckdose verbunden. Der simple Anschluss per Schuko-Stecker ist üblich.

Hat man sich zur Plug-and-Play-Solaranlage auch einen Stromspeicher zugelegt, wird dieser zwischen Wechselrichter und Steckdose geschaltet und auf dem Balkon aufgestellt oder an einer Wand befestigt. Einige moderne Photovoltaik-Anlagen, insbesondere solche mit mobilem Speicher, haben eine optionale Mobil-App fürs Smartphone. Einmal verbunden hat man das eigene, kleine Kraftwerk so stets im Blick.


Kosten für ein Balkonkraftwerk

Bild: Taschenrechner und Geldscheine
Was kostet's und für wen lohnt's?

Photovoltaikanlagen für den Balkon gehen schon ab rund CHF 350 (300 Watt) bis CHF 700 (600 Watt) los. Es gibt jedoch deutliche Qualitätsunterschiede, sodass im Preisrahmen nach oben viel Luft ist. Für ein anständiges Balkonkraftwerk-Set mit 600 Watt Ausgangsleistung sollte man mit rund CHF 900 rechnen. Hochwertige Photovoltaik-Panels halten bei artgerechtem Umgang dann aber auch bis zu 20 Jahre, während sie sich beständig weiter rentieren.

Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn der eigene Stromzähler noch nicht mit einer Rücklaufsperre ausgestattet ist. Ohne diese darf man Solaranlagen nicht nutzen, und daher ist gegebenenfalls das Nachrüsten nötig. Stromzähler ohne Rücklaufsperre sind in der Schweiz jedoch mittlerweile äusserst selten. Hinzu kommen eventuelle Kosten für einen Elektrotechniker.

Wesentlich teurer wird es, wenn es ein Balkonkraftwerk-Komplettset mit Speicher sein soll. Mit mobilen Powerbanks lässt sich der nicht direkt benötigte Strom zwar zwischenspeichern und so auch erst später verbrauchen. Mobile Stromspeicher mit genug Leistung, um im durchschnittlichen Haushaltsalltag beispielsweise auch einen Kühlschrank betreiben zu können, kosten allerdings mindestens CHF 2’000.

Um Ihnen einen Überblick zu geben, welche Händler für Balkonkraftwerke es gibt, haben wir eine Auswahl von Anbietern zusammengestellt. Hierbei haben wir uns auf 600-Watt-Anlagen ohne Stromspeicher im günstigen Preissegment konzentriert. Viele Anbieter haben auch 300-Watt-Anlagen sowie qualitativ hochwertigere, teurere Produkte im Portfolio.

Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Eine Balkon-Solaranlage lohnt sich, wenn der jährliche Stromverbrauch ein paar tausend Kilowattstunden nicht übersteigt und man kein eigenes Dach für eine vollwertige Photovoltaik-Anlage hat. Daher sind es insbesondere Mieterinnen und Mieter, die profitieren können. Hier kann sich ein Balkonkraftwerk mit seinen bis zu 600 kWh pro Jahr bereits nach wenigen Jahren amortisieren.

Besonders Verbraucher, die nur wenig Energie ziehen (etwa Küchengeräte oder Home-Entertainment-Geräte im Standby), lassen sich gut mit einem Photovoltaik-Balkon betreiben. Hinzu kommt: Zügelt man beizeiten dann mal in eine neue Wohnung, nimmt man die Plug-And-Play-Solaranlage dank der einfachen Installation einfach mit – vorausgesetzt, in der neuen Wohnung gibt es einen passenden Balkon.

Bei höherem Verbrauch, wie im Falle von Eigenheimen und Häusern, machen vollwertige PV-Anlagen mehr Sinn, mit denen sich auch große Teile des Strombedarfs eines Eigenheims decken lassen. Verkauft man den produzierten Strom an den Netzbetreiber zurück, amortisiert sich so eine Investition dank Einspeisevergütung sogar noch schneller.

Macht ein Stromspeicher Sinn?

Bild: Grafik Solarstromspeicher
Stromspeicher: Nützlich, aber nicht immer sinnvoll.

Wesentlich länger dauert die Amortisation eines Stromspeichers. Damit lässt sich der Solarstrom noch effizienter nutzen. Die Startinvestition fällt jedoch so hoch aus, dass sie sich bei einem Jahresstromverbrauch von 2’000-2’200 kWh erst nach Jahrzehnten rentiert – wenn überhaupt. Aktuelle Stromspeicher leben auch bei gewissenhafter Pflege selten mehr als 20 Jahre. Das sieht bei größeren Speichern für vollwertige PV-Anlagen besser aus.

Hier kommt es eher auf die persönliche Haltung an. Das Gefühl, der Umwelt etwas Gutes zu tun, CO₂ zu sparen und einen progressiven Lifestyle zu pflegen, kann einen Wert für sich haben. Zusätzlicher Mehrwert kann beispielsweise auch daraus entstehen, den Stromspeicher mobil, beispielsweise beim Camping, zu benutzen. Rein finanziell betrachtet lohnt sich ein mobiler Solarstrom-Speicher jedoch in der Regel nicht.

Wer Sorge vor Stromausfällen hat, kann sich mit stärkeren Stromspeichern zusätzlich absichern. Einige Modelle bieten mittlerweile genug Leistung, um auch bei Netzausfällen zumindest zeitweise energiehungrige Verbraucher am Laufen zu halten, wenn man sie direkt mit dem Speicher verbindet.


Präsentiert von Solarbalkon

Solarbalkon mit 1 Panel à 310W

Set aus einem flexiblen Kunststoff-Solarpanel und einem Wechselrichter. Das Panel ist extrem leicht und dünn, sodass es sich auch ohne Montagekit schnell und einfach am Balkongeländer anbringen lässt.


Details einblenden

 
  • 1 x Flexibles Photovoltaik Panel mit 310W (2.00m x 0.88m)
  • Leicht anzubringen und dank geringem Gewicht auch ohne Montagekit sicher zu befestigen
  • 1 x Wechselrichter EVT300 mit maximal 300W Output
  • 5m-Verbindungskabel von Wechselrichter zu Steckdose
  • Befestigungsriemen im Lieferumfang enthalten
  • Konformitätserklärung und Anmeldeformular für den Netzbetreiber inklusive

CHF 700.-

5% Rabatt mit Code
«ENERGIEHELD»

inkl. Mwst.; exkl. Versand

Solarbalkon mit 2 Panels à 310W

Set aus zwei flexiblen Kunststoff-Solarpanels und zwei Wechselrichtern. Die Panels sind extrem leicht und dünn, sodass sie sich auch ohne Montagekit schnell und einfach am Balkongeländer anbringen lassen.


Details einblenden

 
  • 2 x Monokristallines Photovoltaik Panel mit je 310W (2.00m x 0.88m)
  • Leicht anzubringen und dank geringem Gewicht auch ohne Montagekit sicher zu befestigen
  • 2 x Wechselrichter EVT300 mit maximal 300W Output
  • 2x 5m-Verbindungskabel von Wechselrichter zu Steckdose
  • Befestigungsriemen im Lieferumfang enthalten
  • Konformitätserklärung und Anmeldeformular für den Netzbetreiber inklusive

CHF 1'100.-

5% Rabatt mit Code
«ENERGIEHELD»

inkl. Mwst.; exkl. Versand


Fazit und Empfehlung

Bild: Familie hält PV-Panels in den Händen
Sinnvoll für Mieter und andere Umweltbewusste

Letztendlich lässt sich festhalten: Solar-Anlagen für den Balkon sind derzeit noch ein Nischenprodukt, das sich aber immer größerer Beliebtheit erfreut. Innerhalb der Nische, nämlich für Nutzer mit eher niedrigem Jahresstromverbrauch, für die eine vollwertige Solaranlage keine Option ist, haben sie jedoch ihre Berechtigung. Das macht sie zu einer idealen Stromsparlösung für Mieter mit Balkon oder kleinem Garten.

Zu Zeiten einer Energiekrise sind Stromsparmöglichkeiten sehr gefragt. Ein Balkonkraftwerk-Komplettset zu einem günstigen Preis zu bekommen, kann entsprechend schwierig sein, und man muss gegebenenfalls zu teureren Modellen greifen. Daher will wohlüberlegt sein, ob und wann sich die Anschaffung rentiert – und ob sie das überhaupt muss. Das Wissen, der Energiewende auf die Sprünge zu helfen, kann mehr wert sein als der rein finanzielle Vorteil, den man aus einer Mini-PV-Anlage zieht.

Für Mieterinnen und Mieter mit Garten oder Balkon spricht nur wenig gegen ein Balkonkraftwerk als praktischen Spar-Tipp. Aber auch andere Early Adopter neuer Technologien oder Freunde nachhaltiger Lösungen für den Klimaschutz können zwei PV-Module und ein bisschen moderne Technik im Garten oder am Balkongeländer interessant sein. Nicht zuletzt wegen stetig steigender Stromkosten.

Noch spannender wird es, wenn Solar-Stromspeicher und Powerbanks leistungsstärker und erschwinglicher werden. Je niedriger die Anschaffungskosten, und je mehr Strom gespeichert werden kann, desto schneller amortisiert sich ein solches Gerät. Auch wenn sich ein zusätzlicher Speicher derzeit noch selten rechnet, kann er stark dazu beitragen, dass man möglichst viel selbstproduzierten Strom auch selbst nutzen kann. Und ist Geld ohnehin nicht der limitierende Faktor, kann ein Speicher aber schon jetzt Gutes für Stromrechnung und Umwelt tun.


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